Schuhmarkt

Ordertrends Kinderschuhe: Mode, am besten kurzfristig

Die Geschäfte mit Kinderschuhen waren in der letzten Saison nicht einfach. Funktionsstiefel und zu Kindliches blieben oft liegen. Mit trendiger Ware gelang es allerdings die kleinen Kunden aus der Reserve zu locken. Mode, wie die von Mami, war auch das Zugpferd auf der Messe. 07/08 Kirsten Rein

Die Geschäfte mit Kinderschuhen waren in der letzten Saison nicht einfach. Funktionsstiefel und zu Kindliches blieben oft liegen. Mit trendiger Ware gelang es allerdings die kleinen Kunden aus der Reserve zu locken. Mode, wie die von Mami, war auch das Zugpferd auf der Messe.

Um dem Markt neue Impulse zu geben, haben die Anbieter den modischen Part in ihren Kollektionen deutlich gestärkt. Es wurde das Zielgruppenprofil geschärft, die Ganzjahresmodelle wurden extrem ausgebaut. Doch der Handel reagierte bis jetzt vorsichtig, zu sehr drücken die Lagerbestände mit Stoffboots. Der Markt der Kinderschuhe in Deutschland ist schwierig. Bei der Vororder gab man sich äußerst zögerlich.

Das bestätigen Häuser wie Richter, Ricosta, Superfit und Primigi. Der nicht vorhandene Mut zu Neuem enttäuschte häufig, denn im täglichen Geschäft zeigt sich immer wieder, dass bei den richtigen Modellen der Preis nahezu egal ist. „Insgesamt hat sich modisches und hochwertiges Schuhwerk selbst in diesem Winter gut abverkauft“, sagt Alf Netek von Richter. „Vor allem vergleichbare Schuhe unterlagen dem Preisdruck“, ergänzt Jörg Ertl von Ricosta.

Lief der erste Tag der GDS noch vielversprechend an, wurde es dann sehr ruhig. „Ich empfinde es als extrem leer“, sagt Barbara Holst von Diggers. Als Gründe vermuten die Aussteller den späten Zeitpunkt der Messe und die mäßigen Abverkäufe der Vorsaison. Immerhin haben die meisten Hersteller mittlerweile fast zwei Drittel ihrer Aufträge bekommen. In Düsseldorf hoffte man auf kleinere Händler, die am Samstag aber offenbar lieber in ihren Geschäften geblieben sind.

Zum Winter wurden Funktionsstiefelchen hauptsächlich für die Kleinen geschrieben. Ansonsten setzt sich der Trend zu Ganzjahresmodellen fort. Lederschuhe mit Membran, Schaftstiefel mit Kaltfutter – danach sucht der Handel für Jungs und Mädchen. Für letztere bevorzugt in den Farben Schwarz und Braun. Schnallenverzierungen kamen bei der Order gut an, Schnürungen und dezenten Nieten.

Dabei scheinen dem Handel sportliche Modelle, die an Basketballschuhe erinnern, ebenso vielversprechend wie Stiefel, die sich an den Looks der Damenschuhmode orientieren. Mit Themen wie Lack und Metallicglanz wurde sehr vorsichtig umgegangen. „Schuhe mit Glitzersteinen laufen bis Größe 32 sehr gut“, sagt Norbert Radtke von Gabor Kids. „Für Girlies haben sie keine Bedeutung mehr.“

Mehr als zuvor wird Wert auf Qualität gelegt. Robusten Bubenschuhen aus Leder mit Lederfutter oder Membran werden gute Chancen eingeräumt. „Bei uns suchen die Kunden italienisch aussehende Schuhe mit super Passform in klaren Farben“, sagt Anne Christine Möller von Primigi. Glatte Leder, nicht zu clean, in kerniger, sportlicher Optik, bestenfalls mit leichtem Used-Effekt – so sehen die Erfolgsmodelle der Vororder für Jungs aus.

Erfreulich entwickeln sich die Zwischenkollektionen. „Diese kurzfristig lieferbaren Fashion-Updates werden immer wichtiger“, so Netek. Nachbestellt wurden erste Modelle in frischen Farben wie Rot, aber auch Blau. Für Mädchen werden Ballerinas nachgezogen. 07/08 Kirsten Rein

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