Schuhmarkt

Wie die Mama, so die Tochter

Der spanische Markenschuhproduzent Unisa Europa hat die Mädchen als Kunden für sich entdeckt. „Es wurde vom Handel immer wieder danach gefragt“, sagt Deutschlandvertriebschef Thomas Stein. 24/07 Kirsten Rein

 

Der spanische Markenschuhproduzent Unisa Europa hat die Mädchen als Kunden für sich entdeckt. „Es wurde vom Handel immer wieder danach gefragt“, sagt Deutschlandvertriebschef Thomas Stein.

Klein und fein ist das neue Angebot von Unisa. Mit 40 bis 50 Modellen pro Saison starteten die Spanier ihr Segment Mädchen-Kinderschuhe. Da vor allem die Mädchen immer früher immer modischer werden und ihrer Mutter in nichts nachstehen wollen, setzt Unisa die Bestseller der Großen direkt kindertauglich um. Der Leisten ist allerdings schmaler als der normale Damenleisten, Ballerinas bekommen Riemchen, Sandalen und Stiefel werden altersgemäß interpretiert. Erst ab Größe 34 gibt es auch femininere Modelle.

Das Sortiment umfasst die Größen 20 bis 39. „Wir wollten zunächst nur bis Größe 35 gehen, aber heutzutage haben schon kleine Kinder riesige Füße“, sagt Stein, der den Vertrieb im deutschsprachigen Raum sowie für Ungarn und einzelne russischen Kunden verantwortet. Mit den oberen Größen bedient Unisa auch Frauen, die sehr schmale Füße haben und in den üblichen Abteilungen nicht fündig werden.

Mit den Mädchenschuhen, die im spanischen Elda von einer eigenen Design-Abteilung entworfen werden, sollen Kaufhäuser, größere Einzelhändler, aber auch kleine Boutiquen angesprochen werden. In Spanien und Frankreich arbeitet Unisa bereits mit Kinderschuh- Vertretern. Dort haben sich die Umsätze seit dem Start vor drei Saisons fulminant entwickelt. In ganz Europa wurden im ersten Jahr rund 100 000 Paar Kinderschuhe verkauft. In Deutschland gibt es bislang 35 Kunden für Kinderschuhe.

Selbst im laufenden Herbst-Wintergeschäft entwickeln sich die Ballerinas wieder zum Bestseller. Gut laufen auch Stiefeletten in Schwarz und Rot mit Applikationen aus Silber und Gold. Lack scheint die Mädchen ebenfalls zu begeistern. „Wir haben sogar Schuhe aus blauem und grünem Lackleder verkauft“, so Stein. Für Sommer 2008 wird es wieder Ballerinas und Sandaletten geben. Keile und Absätze bleiben tabu. Dafür werden sich die Wasserfarben aus der Damenschuh-Mode auch bei den Kleinen wiederfinden. Schwarz-weiß-Kontraste sind denkbar, Silber und Lack sind garantiert dabei. In Zukunft will sich Thomas Stein verstärkt um Kunden mit kleinen Füßen bemühen. Auf lange Sicht soll es für dieses junge Segment aber auch einen eigenen Vertreter geben.

Unisa für 80 Länder

Unisa Europa wurde 1992 als Tochtergesellschaft der amerikanischen Mutter Unisa gegründet. Firmensitz und Produktionsstandort sind im spanischen Elda. Unisa Europa produziert jährlich eine Million Paar Schuhe und erwirtschaftet damit einen Jahresumsatz von 32 Millionen Euro. Insgesamt wird in über 80 Länder exportiert. Deutschland ist der wichtigste Markt für Unisa. Hier betreut Thomas Stein, der seit 12 Jahren dabei ist, rund 600 Kunden. 24/07 Kirsten Rein

 

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