Schuhmarkt

Wettbewerb Premium-WMS: Kinderprofis unter sich

Anfang Juni prämierte das Deutsche Schuhinstitut die Sieger des Wettbewerbs „Premium WMS-Service 08/09“. Aus 58 Bewerbungen gingen sieben Gewinner hervor. Sie alle überzeugten auf individuelle Art durch die Leistungen mit dem beliebten Mess-System für Kinder. 13/08 Kirsten Rein

Anfang Juni prämierte das Deutsche Schuhinstitut die Sieger des Wettbewerbs „Premium WMS-Service 08/09“. Aus 58 Bewerbungen gingen sieben Gewinner hervor. Sie alle überzeugten auf individuelle Art durch die Leistungen mit dem beliebten Mess-System für Kinder.

Besonders im Spitzenfeld lagen die Leistungen der Teilnehmer dicht beieinander, obwohl die Geschäfte sehr unterschiedlich geführt werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle WMS-Kinderschuh-Marken führen, diese meist in allen drei Weiten möglichst bis Größe 42 anbieten. Sie sind unermüdlich in der Beratung der Kunden und machen kontinuierlich mit gezielten Marketing- Maßnahmen auf sich aufmerksam. Mit großem Know-how beraten sie Eltern, beschuhen Kinder und leisten in jeder Hinsicht Aufklärungsarbeit.

Die Gewinner in Kürze:

O’magga nagga, Trier

Das Geschäft ist das erste seiner Art in Deutschland, erklären die Inhaber. Es wurde 1993 gegründet. Heute spricht O’magga nagga die Eltern der Region schon bei der Geburt des Kindes an – mit Gutschein und Informationen rund um gesunde Kinderfüße. „Zeit für einen guten Schuh“ lautet das Credo der Familie Poss. Zum Service gehören fachkundige Beratung von WMS-Passformprofis, Fußmesstage, WMS-Fußpässe, Aufklärungsbroschüren, monatliche Newsletter, Internet-Auftritt und die Zusammenarbeit mit einer Praxis für Krankengymnastik.

Schuhhaus Berg, Trier

 

Mit mehr als 50 Jahren Geschichte blick das Schuhhaus Berg auf eine lange Tradition zurück. Das Geschäft wird bereits in der zweiten Generation von den Bergs geführt. Um schon den kleinen Kunden gerecht zu werden, hat man vor einigen Jahren „Der kleine Berg“ eröffnet. Auch die Familie Berg setzt ganz früh bei „Beschuhung“ der Kinder an. Werdende Mütter erhalten die Broschüre „Für die ersten Schritte ins Leben“, WMS wird gelebt und kommuniziert, Füße fachmännisch vermessen, Eltern informiert und sensibilisiert, so dass möglichst viele Kinder „Schuhe zum Leben“ finden.

Schuhhaus Morlok, Karlsruhe

Schuhe in drei Weiten in einer Vielfalt, die ihresgleichen sucht – schon darin erkennt man, dass „Wir lieben Kinderfüße“ konsequent umgesetzt wird. Mit enormem persönlichem Engagement und gezielten Marketing-Auftritten in der Presse spricht das Schuhhaus Morlok in Karlsruhe-Durlach Kunden weit über die Grenzen der badischen Großstadt hinaus an. Dazu kommen der kontinuierliche Kontakt zu Kindergärten, die Zusammenarbeit mit Ärzten, Malwettbewerbe und Schutzengelverlosungen. Das Schuhhaus Morlok ist ein Vollsortimenter, aber die Gesundheit von Kinderfüßen liegt dem Inhaber-Ehepaar und dem WMS-geschulten Personal ganz besonders am Herzen.

Kattenbaum, Sassenberg

Es ist immer ein ganz besonderer Moment im Leben einer Mutter – das wissen Anne Kattenbaum und ihr Team. Deshalb wird beim Kauf der ersten Schuhe auch ein Foto geschossen, damit er in Erinnerung bleibt. Bei Kattenbaum ist man komplett überzeugt von WMS, deshalb werden nur WMS-Schuhe geführt. Fast ein Drittel des Schuhhauses im kleinen Sassenberg im Münsterland ist für die Präsentation und den Verkauf von Kinderschuhen reserviert. Wie wichtig Kattenbaum die Kleinen sind, zeigt sich auch im Kattifanten, dem Hausmaskottchen, in den vielen Spielen beim jährlichen Sommerfest, der Miniplaybackshow und dem Gedichtwettbewerb. Zum Thema Fußgesundheit arbeitet Kattenbaum immer wieder mit der Krankenkasse zusammen.

Hollenbach, Heidelberg

Den zweiten Preis erhielt das Schuhhaus Hollenbach in Heidelbergs Hauptstraße. Es ist auf unterschiedlichen Weiten spezialisiert, die in großer Vielfalt angeboten werden. Schon die Kleinsten kommen in diesen Genuss. Darum kümmert sich seit 34 Jahren Brigitte Knobloch, unterstützt von ihren Kolleginnen, von denen viele auch schon lange für Hollenbach arbeiten.

Eltern schätzen die kompetente Beratung, Kinder bekommen gutes, passendes Schuhwerk und lieben die schnelle Rutsche. Heuer feiert Hollenbach sein 75-jähriges Bestehen. Auch mit der Klauser-Gruppe als neuem Inhaber soll das Schuhhaus weiter in seiner Tradition und individuellen Ausprägung geführt werden. Heidelbergs Kinder suchen nach „Schuhen zum Toben, kein Schickimicki“, sagt Knobloch.

Holzäpfel, Heilbronn

Holzäpfel in Heilbronn, der ebenfalls den zweiten Preis erhielt, gibt’s fast schon immer: nämlich seit nunmehr 17 Jahren. Bis 2004 blieb es kontinuierlich in Familienbesitz. Dann übernahm die Leiser Handelsgesellschaft die Ägide. Für die Kinderabteilung, die auch unter den Holzäpfels immer sehr gepflegt wurde, hat sich seither nichts geändert, außer dass die Umsätze noch gestiegen sind und mittlerweile gut zehn Prozent vom Umsatz des gesamten Hauses ausmachen.

Für den Erfolg sorgen Mitarbeiterinnen, die seit 40 Jahren bei Holzäpfel arbeiten und ihre Kunden bestens beraten, eine große Auswahl an Schuhen auf 150 Quadratmetern, eine Rutsche und das automatisch betriebene, schräg stehende Karussell, was in Heibronn als „Teufelsrad“ bekannt ist. Vermessen der Kinderfüße belohnt Holzäpfel mit einem Griff in die Schatzkiste. Außerdem macht man mit reichlich Aktivitäten wie Fußmesstage, Spielen und Anzeigen in der lokalen Presse auf sich aufmerksam.

Orthopädie Sidon, Vetschau

Einen Mut-Mach-Preis vergab die Jury an Orthopädie Schuhtechnik Sidon in Vetschau im Spreewald. Die Verkaufsfläche des Geschäfts ist sehr großzügig angelegt. Denn neben orthopädischen Maßarbeiten und Komfortschuhen liegt dem Ehepaar Sidon, das das Geschäft im Spreewald zwischen Berlin und Cottbus alleine betreibt, der Bereich Kinderschuhe besonders am Herzen. Mit einem selbst gestalteten Flyer informieren sie gezielt die Menschen in der Region, auf Festen wie dem Frühlingsfest oder dem Weihnachtsmarkt ist Frau Sidon mit eigenem Stand vertreten, es werden eigene Messtage veranstaltet und die Kinder beim Kauf der ersten Schuhe fotografiert. Beeindruckt von dem ehrlichen Engagement entschloss sich die Jury, einen außerordentlichen Mut- Mach-Preis zu verleihen.

Lebhafte Diskussion

Im Anschluss an die Prämierung der Gewinner gab es eine Roundtable-Diskussion zum Thema „Profilierungschancen mit Premium WMS“. In einem lebhaften Gespräch legten die Händler dar, wie sie das Messsysem am effektivsten vermitteln. Sie formulierten darüber hinaus Wünsche, um die Zusammenarbeit mit den Lieferanten zu intensivieren und für einen gemeinsamen starken, einheitlichen, einfach verständlichen Auftritt zu sorgen. Alle waren sich einig, dass durch unterschiedliche Vorgehensweisen die Bekanntheit und Begehrlichkeit von WMS auf eine breitere Basis gestellt werden muss. Mit welchen Maßnahmen und Strategien schaffen es die prämierten Händler, Kunden zu gewinnen und an ihr Haus zu binden? So sollten sie zum Beispiel WMS nicht nur als Marketing-Gag nutzen, sondern eine eindeutige Profilierung in Richtung WMS zeigen und zudem darüber informieren, dass Krankenkassen und Kinderärzte dabei helfen.

Die Teilnehmer der WMS-Veranstaltung

Teilnehmer der Gesprächsrunde: Hans Meurer, Leiter des Arbeitskreises WMS als Moderator. Helmut Müller (Regionalleiter Leiser-Gruppe BWB, Hessen, RLP, NRW); Jörg Ertl (Ricosta) und Bernd Weinspach (Däumling), beide Mitglieder des Arbeitskreises WMS; Nadine L’Allemand (Shoez); Dr. Claudia Schulz (HDS); Petra Salewski (Schuhkurier); Kirsten Rein (Schuh- Markt), Martin Gröblinghoff (Mitglied des WMS-Arbeitskreises und Passformspezialist bei Garant); Konrad Weissler (DSI).

13/08 Kirsten Rein

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