Schuhmarkt

Früh gewinnen

Die Kunden entscheiden sich heute schon sehr früh in ihrem Leben für eine Marke, der sie dann lange treu bleiben. Das macht Jugendliche als Kunden sehr attraktiv. 02/06

Die Kunden entscheiden sich heute schon sehr früh in ihrem Leben für eine Marke, der sie dann lange treu bleiben. Das macht Jugendliche als Kunden sehr attraktiv. Wer junge Erwachsene zwischen 18 und 22 nach ihren Lieblings- und Stammmarken fragt, bekommt eindeutige Antworten: H&M und Adidas sind die Spitzenreiter. Unter den Top Ten finden sich außerdem laut „Bravo Faktor Jugend Marktstudie“ Marken wie Esprit, Nike, Levi´s, New Yorker/Fishbone, Miss Sixty, S.Oliver, Mango und Puma. Diese Vorlieben entwickelten sich schon früh. Junge Erwachsene haben zu 70 Prozent eine Lieblingsmarke, die sie am besten finden, jedoch nicht immer kaufen. Eine Stammmarke, also eine Marke, die sie am häufigsten verwenden, haben bereits 60 Prozent der jungen Erwachsenen. Die Affinität von Jugendlichen zu Marken ist groß, denn sie geben ihnen Sicherheit und Orientierung in der Pubertät, der Zeit, in der ihr Leben auf den Kopf gestellt wird. Diese Treue hält an. Das Bedürfnis, sich von den Marken seiner Adoleszenz zu distanzieren, scheint verschwindend gering. Viele der befragten jungen Erwachsenen gaben an, den Marken dankbar dafür zu sein, ihnen in einer schwierigen Zeit beigestanden zu haben. Außerdem habe man sich als Jugendlicher an „Erwachsenen”- Marken orientiert, so dass nun kein Bruch notwendig sei. Die Markenprägung findet für die meisten Marken im Alter von 12 bis 17 Jahren statt, mit Ausnahme von Adidas: 35 Prozent der Befragten 18- bis 22- Jährigen gab an, diese Marke schon mit zehn Jahren verwandt zu haben. Mit 12 hatten sich schon 55 Prozent der Markennutzer für Adidas entschieden. Zwei Drittel aller Befragten meinten, sie hätten ihre Lieblingsmarken gerne schon früher kennengelernt. Bei der Markenbildung spielen sowohl die Freunde als auch die Geschäfte eine wichtige Rolle. Natürlich muss der Schuh den Freunden gefallen, ihre Tipps sind für Jugendliche die wichtigste Informationsquelle. Doch im Geschäft wird diskutiert und ausprobiert, das Sortiment gibt Modeorientierung.Dagmar Rees Marken helfen ...Marken spielen für Jugendliche eine große Rolle, denn sie– geben Halt bei der Bewältigung des jugendlichen Alltags und helfen, mit Pubertätsproblemen klarzukommen,– definieren die eigene, individuelle Persönlichkeit,– stärken das Selbstbewusstsein,– verhelfen zu Akzeptanz und Integration im Freundeskreis.Quelle: Bravo Faktor Jugend. 02/06

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