Schuhmarkt

Siport will in den deutschen Markt

Barbie-Schuhe sollen in Deutschland stärker lanciert werden. Siport-Unternehmensgründer Gabriele Grandini plant Aktionen mit deutschen Händlern. 12/07 Thesy Kness-Bastaroli

Barbie-Schuhe sollen in Deutschland stärker lanciert werden. Siport-Unternehmensgründer Gabriele Grandini plant Aktionen mit deutschen Händlern.

Barbie zieht um die Welt. Rund ein Vierteljahrhundert hat das Mailänder Schuhunternehmen Siport weltweit Erfolg mit seinen kunterbunten Kinderschuhen. Genauer gesagt seit 1981, als sich der Gründer der ehemaligen Simod-Schuhfabrik Paolo Sinigalia und sein Marketingchef Gabriele Grandini den Kopf zerbrachen, wie für den Kunden „Kind“ der Schuheinkauf attraktiv gestaltet werden könnte. Die Idee des Marketingexperten Grandini, dass sich der Einkauf zum Spiel verwandle, schlug sofort ein. So wurden die Schuhe mit famosen Gestalten aus Trickfilmen identifiziert: Superman und Spiderman, Tweety und Sylvester waren die neuen Attraktionen, welche die Erfolgsgeschichte von Siport einleiteten.

Drei Jahre nach der Unternehmensgründung beschloss Grandini, Kinderschuhe mit dem Markennamen Barbie zu fertigen. Der Spielzeugkonzern Mattel aus Kalifornien mit seinen Dauerbrennern Barbie und Big Jim gab Grandini die Lizenz für die neue, pinkfarbene Schuhkollektion, die komplett nach den Barbie-Marketing-Leitlinien entworfen wurde. „Zwar waren die Investitionen anfänglich so hoch, dass wir uns um die Rentabilität sorgten. Von den insgesamt 5 Mio. in Italien lebenden Mädchen (bis zu 14 Jahren) zählen 1,5 Mio. zu unseren Kunden.“ Abgesehen von den Barbie-Schuhen fertigt Siport auch Kinderschuhe mit dem Markenzeichen United Colors of Benetton, Fisher Price, Hot Wheels, Technokid und Kid Land. Der Umsatz machte 2006 rund 40 Mio. Euro aus. Von den 5 Mio. ausschließlich im Fernen Osten produzierten Kinderschuhen entfallen rund die Hälfte auf Barbie-Schuhe und 1 Mio. auf Benetton.

Rosa für Prinzessinnen

Verdienst des Kinderschuhunternehmens Siport sind massive Investitionen in Forschung und Entwicklung. Nicht zufällig befindet sich daher das Hauptquartier von Siport in Mailand, wo Produktentwicklung und Forschung koordiniert werden. In Zusammenarbeit mit der Mailänder Universität San Raffaele und der Universität von Kalifornien wird Materialforschung betrieben. „Rund 5% unseres Umsatzes werden für FuE-Investitionen, 10% für Kommunikation ausgegeben“, bestätigt der Firmenchef. Analysiert werde nicht nur die Bewegungstechnik der Kinder, sondern auch das Material.

„Qualität und Sicherheitsgehalt der Schuhe haben für uns Priorität“, meint Grandini. „Einige wichtige Kunden, wie etwa Görtz aus Hamburg, haben unseren Stellenwert bereits erkannt.“ Grandini plant in nächster Zeit verstärkt im deutschen Kinderschuhmarkt einzusteigen und will dies mit Aktionen, einem Informationstreffen für Händler und viel Kommunikation unterstreichen. Insgesamt exportiert Siport in vierzig Länder. Im deutschsprachigen Raum, in der Schweiz und in Österreich haben die Barbie-Schuhe bereits fest Fuß gefasst.

12/07 Thesy Kness-Bastaroli

Verwandte Themen
Görtz eröffnet neue Filiale in München weiter
Ákos Gál (li.) wurde von Ricosta-Chef Ralph Rieker in den Ruhestand verabschiedet.
Ricosta verabschiedet Ákos Gál in den Ruhestand weiter
Eccos neues Flagship mit eigens kozipiertem Warensortiment. Bild: Ecco
Ecco-Flagship in Berlin weiter
V.l.: Martin Kobler, deutscher Botschafter in Pakistan, Omar Saeed, CEO des Caprice-Partnerunternehmens Service Industries, und Jürgen Cölsch, Geschäftsführender Gesellschafter von Caprice in Pirmasens.
Caprice setzt auf Sonnenenergie weiter
Der Start habe sie in ihrer Entscheidung für das Boys & Girls Geschäft in Plauen bestätigt, sagt die Jungunternehmerin Daniela Schenk.
Boys & Girls jetzt auch in Plauen weiter
Betriebszahlen kennen, vor allem aber auch verstehen: Einzelhändler die Überraschungen am Ende des Geschäftsjahres vermeiden möchten, können kostenlos an den zwei Workshops von IHK und LDT teilnehmen. Die beiden Seminare bauen nicht auf einander auf. Bild
Workshop „Betriebswirtschaftliche Kennzahlen“ weiter