Schuhmarkt

Für 1000 kleine Füße

Es ist ihre umgängliche Art und der Instinkt für Marken der Ilona Bartolomee von Tausenfüßler in Neu-Isenburg so erfolgreich macht. Anfang 2008 kommt ein neues Kinderschuhkonzept dazu. 14/07 Kirsten Rein

Es ist ihre umgängliche Art und der Instinkt für Marken der Ilona Bartolomee von Tausenfüßler in Neu-Isenburg so erfolgreich macht. Anfang 2008 kommt ein neues Kinderschuhkonzept dazu.

Drei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter wurde Ilona Bartolomee ungeduldig. Die ehemalige Kontakterin aus der Werbebranche wollte neben ihrer Rolle als Mutter wieder ins Arbeitsleben einsteigen und nahm schließlich „das Konzept für einen Kinderschuhladen ins Visier.“ Sie gab sich ein Jahr Zeit, um sich auf Messen, in anderen Geschäften und Städten über Kinderschuhe zu informieren. Zudem war ihr das gängige Angebot für ihre Tochter lange nicht mehr interessant und modisch genug.

 

„Heute ist die GDS für mich die wichtigste Messe“, sagt Bartolomee. Auf den Trendinseln oder auch auf eigene Faust entdeckt sie immer wieder neue Marken. Gestartet hat sie vor sieben Jahren mit den Italienern Naturino und Primigi. 2000 war sie die erste in der Rhein-Main-Region, die Geox- Schuhe führte. Es kamen kleine, feine Labels wie Galucci, Chérie, Mod8, Robeez und Pom D’Api dazu. Mittlerweile besuchen sie viele der Vertreter in ihrem Geschäft; nicht jeder ist mehr auf der Messe zu finden. Um passend zu den Tendenzen der Kindermode einkaufen zu können, besucht Ilona Bartolomee zusätzlich die Kindermesse in Wallau.

Bestseller: Chucks und Crocs

Trends spürt die gebürtige Frankfurterin zusätzlich in Zeitschriften, im Fernsehen und auf Reisen auf. Gefällt ihr ein Produkt, wie beispielsweise Crocs, dann macht sie sich im Internet auf die Suche. Crocs laufen im Moment so gut, dass häufig schon um 10:15 Uhr, eine Viertelstunde nach Geschäftsöffnung, zwei Paar verkauft sind - plus „Jibbitz“, den Stickern für 2,50 Euro. Echte Renner seien derzeit auch die Chucks von Converse: „Sie laufen in allen Größen.“

In hektischen Saisonzeiten stehen neben Ilona Bartolomee zwei weitere Mitarbeiterinnen im Geschäft. Zwei Mal im Jahr gibt es einen Saisonabverkauf, zu dem die rund 600 Karteikunden eine Woche vorher angeschrieben werden, damit sie vor der offiziellen Reduzierung noch einkaufen können. „Die Resonanz ist für mich jedes Mal wieder erfreulich.“ Außerdem gäbe es ein Rabatt-System, über das nach acht Stempeln zehn Euro gutgeschrieben werden.

Das Angebot in dem 75 Quadratmeter-Tausenfüßler-Laden ist im wahrsten Sinne überbordend. Alles strotzt von Ware. Vor allem in kleinen Größen bis 30. Die Schuhe stapeln sich meterhoch auf Türmen und Regalen. Lagerfläche gibt es leider wenig. Zur Abrundung können die Kunden außerdem Kappen und Hüte der Marke Döll, Strümpfe von Ewers und eine kleine Auswahl Kinderbekleidung von Paglie kaufen. Auch Bilder unterschiedlicher Künstler, die an den Wänden hängen, sind käuflich erwerbbar. Doch dabei soll es auch bleiben – zumindest im Geschäft in Neu-Isenburg. Denn derzeit ist bereits ein neues Projekt in der näheren Umgebung in Planung.

Neues Konzept für die Größeren

Anfang kommenden Jahres möchte Ilona Bartolomee ein weiteres Geschäft in Frankfurt eröffnen. Wieder mit Kinderschuhen, aber doppelt so groß und mit einem zeitgemäßen Konzept.Vor allem soll sich die Präsentation der Schuhe ändern, reduziert auf jeweils ein Musterpaar im Geschäft. Zudem soll es ein erweitertes Angebot für Jugendliche geben. Sie denkt an die Integration einer kleinen Café-Bar als Ruhezone für gestresste Väter und Mütter. „Ich liebe die Mode, ich liebe mein Geschäft und ich liebe es, die Kinder großwerden zu sehen“, sagt sie. Man merkt ihr die Begeisterung an. 14/07 Kirsten Rein

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