Schuhmarkt

Praktisches WMS-Messgerät

Das Deutsche Schuhinstitut in Offenbach hat ein neues und einfach zu bedienendes WMS-Messgerät für Kinder auf den Markt gebracht. 24/06 Kirsten Rein

„98 Prozent der Menschen kommen mit gesunden Füßen auf die Welt“, sagt Annette von Czarnowski. Sie führt die WMS-Seminare des Deutschen Schuhinstitutes durch und hat täglich mit dem Thema Kinderfüße und Kinderschuhe zu tun. Obwohl fast alle Menschen ihr Leben mit gesunden Füßen starten, leiden 60 Prozent der Erwachsenen an „kranken“ Füßen. „Das ist zu einem Drittel Veranlagung, zu zwei Dritteln aber selbst verschuldet“, weiß Czarnowski.

Zu kleine, zu weite oder sonstwie unpassende Schuhe schaden vor allem Kinderfüßen. Es ist für eine gesunde Fußentwicklung wichtig, dass die Schuhe nicht nur von der Länge, sondern auch von der Weite her passen. Sitzt der Schuh nämlich zu locker, schadet das dem Fuß grundsätzlich, weil er ständig nach vorne rutscht. Bei Kindern versagt die „Daumenprobe“ auf die Spitze, weil sie reflektorisch die Zehen einziehen. Deswegen misst man mit dem WMS-Messgerät den bestrumpften Kinderfuß.

Um die Größe und Weite noch schneller und verständlicher ermitteln zu können, wurde das mechanische Messgerät gründlich überarbeitet. Zur technischen Verbesserung kommt die leichtere Handhabung. Las man beim „alten“ Gerät die Schuhgröße neben dem Fuß ab, so bewegt sich der Längenmesser jetzt vor dem Fuß. Die Zugabe für Schub und Wachstum ist über dem Fuß in Form eines roten Balkens sichtbar. Wird bei einem Kind die Größe 33 gemessen, so heißt das, dass WMS-Schuhe in dieser Größe dem Kind vorne genügend Platz für Schub und Wachstum lassen. Je nach Schuhgröße sind das zwischen 0,9 und 1,5 cm. „Die Länge des Fußes plus eine Zugabe im Schuh ergibt die empfohlene WMS-Schuhlänge“, sagt Konrad Weißler vom DSI.

Zudem reicht die Mess-Skala des neuen Gerätes bis Größe 44. Es kann jetzt die Breite beider Füße gemessen werden, nicht nur die des rechten Fußes. Das ermöglicht, die Schuhe noch genauer anzupassen. Der Balken zwischen den Füßen ist breiter geworden, so dass die Kinder bequemer und somit ruhiger im Messgerät stehen können. Auch das präzisiert die Messung. Mittlerweile arbeiten bereits knapp 500 Geschäfte mit dem neuen WMS-Messgerät. 24/06 Kirsten Rein

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