Schuhmarkt

Breite Produktpalette

Seit den Anfängen als Billigsandalen-Hersteller hat sich die italienische Herrenschuh-Fabrik Girza zu einem europäischen Unternehmen mit vier eigenen Markenkollektionen entwickelt. 13/06 Swantje Balg/Peter Skop

Seit den Anfängen als Billigsandalen-Hersteller hat sich die italienische Herrenschuh-Fabrik Girza zu einem europäischen Unternehmen mit vier eigenen Markenkollektionen entwickelt.

Die Heimat von Girza Spa liegt im Herzen der um Verona angesiedelten Schuhindustrie Norditaliens, genauer gesagt in Bussolengo. Seit der Gründung 1970 hat sich die Herrenschuhfabrik vom reinen Billigsandalen-Produzent mit einer Tagesproduktion von 1000 Paar zu einem weltweit verkaufenden Unternehmen mit einer heutigen Produktion von 15 000 Paar Herrenschuhe im mittleren bis gehobenen Preissegment entwickelt.

Es gibt vier Aktieninhaber: Luigi Girelli, Angelo Girelli, Franco Zamboni und Dr. Franz Greif, der 1980 maßgeblich zur erfolgbringenden Produktdiversifizierung beitrug. Die heutige Produktpalette reicht von handgenähten Casual Schuhen bis zum klassischen Business Schuh mit einer speziellen Ausrichtung auf extraweit und eigener technologischen Entwicklung.

Girza ist Spezialist im Produzieren von Lederschuhen für Herren, vom Business-Schuh bis zum sportlichen Freizeitschuh. Hauptabnehmer der Ware aus dem gehobenen Qualitätsbereich sind der europäische sowie der nordamerikanische Markt. Derzeit erfreut sich der italienische Schuhhersteller einer ausgezeichneten Durchdringung und Marktpräsenz in Deutschland, sowohl in Kettenbetrieben, Kaufhäusern als auch im Einzelhandel.Verbraucherzielgruppe ist der modisch ausgerichtete Mann mit starkem Preis-Leistungsbezug, der sich für europäische Qualität und italienisches Design entscheidet, lautet es aus dem Konzern.

Die derzeitige Produktion des Italieners besteht zu 70 Prozent aus Private-Labels, die Eigenmarke Franco Grifone macht 30 Prozent aus,Tendenz steigend.Vier Verkaufsschlager-Marken charakterisieren die verschiedenen Schuhkollektionen: Franco Grifone steht für den klassisch-maskulinen Gesellschaftsschuh, Air Light heißt die Komfort-Marke für Herren, Defense steht für die Sparte Jugendschuh und sportliche Sandalen laufen unter dem Label Output.

Die Produktpalette von Girza hat sich in den letzten Jahren in erheblichem Maße den Marktanforderungen in Qualität, Ausstattung und Tragekomfort angepasst und konnte trotzdem das Preisniveau halten. Dank eigener Vertriebsgesellschaft und internationalen Handelsvertretern ist es gelungen, stets unter eigenem Namen und ohne Einbettung in eine andere Markenwelt zu agieren.

Für die Kontaktaufnahme mit den Händlern nutzt der Schuhhersteller die zahlreichen Messen und lädt zu Fabrikbesuchen. Durch die Jahre hat man sich zu einem Unternehmen mit zeitgemäßen Ideen und einer straffen Organisation entwikkelt, um nicht nur auf lokaler sondern auch auf regionaler Ebene zu einem der wichtigsten Werke zu avancieren. Davon zeugt die kürzliche Vergrößerung.

Ebenso optimistisch sieht die Firma ihre Chancen europäischer Produktion „made in Europe.“ Neben dem Hauptproduktionsort in Italien sind Teile der Produktion in das EUAnwärterland Rumänien ausgelagert. Man glaubt an die europäische Leistungsfähigkeit und stellt sich dem Wettbewerb. Mittelfristig will Girza mit Konzepten den europäischen Markt treffen und eine entsprechend rasche Umsetzbarkeit der kreativen Leistungsfähigkeit inklusive europäischer Zulieferindustrie erreichen.

Auf längere Sicht ist das Ziel, als Garant für Leistung eine unabhängige Struktur anzubieten, um den Markt solide und rasch beliefern zu können. Um auf einem zunehmend selektiven und anspruchsvollen Weltmarkt bestehen zu können, ist Girzas Hauptziel, die Kunden- und Marktanforderungen an Qualität und Produktpalette durch ständige Erweiterung und Erneuerung zu erfüllen.Der Erfolg des italienischen Schuhfabrikanten außerhalb der EU zeichnet ganz deutlich ab: Während frustrierte Hersteller aus Europa die Erhebung von Schutzzöllen auf asiatische Wettbewerbsprodukte propagieren, ist Girza in eben diesen Märkten selbst aktiv, so zu Beispiel in Japan und Taiwan. 13/06 Swantje Balg/Peter Skop

13/06 Swantje Balg/Peter Skop

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