Schuhmarkt

Wohltaten für die Füße

Körperpflege und Wellness sind die aktuellen Trendthemen schlechthin. Doch wie lässt sich diese große Bewegung für den Markt der Furnituren nutzen? 10/07

 

Körperpflege und Wellness sind die aktuellen Trendthemen schlechthin. Doch wie lässt sich diese große Bewegung für den Markt der Furnituren nutzen?

Furnituren und Wellness gehören zusammen: Genau genommen ist bereits jede Einlegesohle, die das Laufen angenehmer macht, ein Wellnessartikel. Sohlen mit Massageeffekt, Moos-, Frottee- und Sisallaufsohlen, Einleger, die Fußreflexzonen stimulieren, und die unterschiedlichsten Gelpolster dienen der Fußgesundheit und erleichtern das Gehen. Hinzu kommen Fußdeos oder Cremes, die zusätzlich verschönern und wohltun.

So liegt es für den Fachhändler geradezu auf der Hand, das Umfeld der Schuhe stärker ins Visier zu nehmen. Um den Wellness-Aspekt stärker zu berücksichtigen, müssen keine Verkaufsräume umgestaltet werden. Was sich dagegen anbietet, sind Kooperationen mit Spezialisten – probeweise an Aktionstagen oder bei großer Resonanz auch dauerhaft. Aus der Vielzahl von Pflege- und Wellnesseinrichtungen zum Thema Fuß- und Schuhpflege haben wir einige ausgewählt.

French Nails für Peeptoes

Was bei der Maniküre allseits beliebt und verbreitet ist – French Nails – wird nun auch bei Zehennägeln umgesetzt, betont der Fachverband Wellness, Beauty und Gesundheit e.V.(www.fachverband-wellness.de). Modische Sandalen, Dianetten, Peeptoes oder Riemchenschuhe sind ideal, um gepflegte Füße mit lackierten Zehennägeln optimal zur Geltung zu bringen. „French Nails für die Füße ist einer der wichtigen neuen Trends“, sagt Tanja Schnedler von der spa.Five Liefecare Company in Frankfurt. Auch Barbara Utzmann vom Nagelstudio Bamberg bestätigt die Mode. „Viele wollen die Nagelmodellage für den Fuß.

Zu kurze Zehennägel werden mit Tips verlängert und mit weißen Spitzen im Frenchdesign dauerhaft modelliert.“ In großen Kaufhäusern hat sich Maniküre „to go“ längst präsent. Entsprechend könnte sich der Verkauf modischer und bequemer Schuhe, verknüpft mit Furnituren und Pediküre, in Schuhhäusern an geeigneten Standorten etablieren. Kundinnen, die sich ein Paar Schuhe kaufen, könnten dann ihre Zehennägel gleich spontan mit dem passendem Nagellack verschönern lassen. Ausgebildete Fachkosmetikerinnen sind zu finden unter www.ki-online.de/kosmetikinstitute/suche.php.

Wonnige Fußreflexzonenmassage

Fußreflexzonenmassagen sind entspannend und heilsam. Die Behandlung wird von Krankenkassen nicht gezahlt, von diesen aber prinzipiell als positiv bewertet. Durch Druckpunktmassage an bestimmten Stellen des Fußes sollen sich über Reflexwege die inneren Organe und eventuelle körperliche Störungen positiv beeinflussen lassen. Die Fußsohlen sind diesem Verständnis nach eine Art Landkarte des Körpers, an deren Nervenenden sich die Organe widerspiegeln. Als grobe Einteilung gilt:An den Zehen befinden sich Verbindungen für Kopf und Hals, der Mittelfuß ist der Ansatzpunkt für den Brustraum, Knöchel und Fersen haben Bezüge zu Bauch und Becken. Durch den Druck soll sich die Durchblutung der Organe verbessern.

Druckpunktmassagen wurden bereits vor zweitausend Jahren in China praktiziert. Anfang des 20. Jahrhunderts begründete der amerikanische Arzt Dr. William Fitzgerald die heutige Fußreflexzonentherapie. Behandlung: Nach einer kurzen Befragung durch den Therapeuten beurteilt dieser die Beschaffenheit von Gewebe, Haut und Nägeln. Durch eine Tastuntersuchung der Fußsohle und die Reaktionen des Patienten ermittelt er dessen Schwachpunkte. Im Anschluß beginnt die Massage, bei der besonders die belasteten Reflexzonen behandelt werden. Die Erstbehandlung dauert in der Regel eine Stunde; die folgenden Behandlungen sind meistens kürzer. Weitere Informationen unter www.heilpraktikerverband.de, www.gesundheit.de, www.podologen.de, www.zfd.de, www.qualitätssiegel.org.

Ayurveda für gestresste Füße

Ayurveda bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „die Wissenschaft vom langen Leben“. Neben Reinigungsbehandlungen und Ernährungslehre gehören Massagen zu den Grundpfeilern der ganzheitlich angelegten Therapie. „Eine der häufigsten Anwendungen ist die Padabhyanga, die ayurvedische Fußmassage. Sie ist eine filigrane Ölmassage zur Entspannung, Regeneration und Vitalisierung und wird klassisch mit dem Ghee (Butterfett) oder erwärmtem Sesamöl ausgeführt“, erklärt Kerstin Rosenberg, geschäftsführende Gesellschafterin der Europäischen Akademie für Ayurveda. Ähnlich wie bei der klassischen Fußreflexzonenmassage werden über die Stimulierung von Reflexzonen, die sich an der Fußsohle befinden, lebenswichtige Organe und Sinnesorgane positiv beeinflusst.

Die ayurvedische Fußmassage kann als Synchronmassage von zwei Therapeuten gleichzeitig oder als Einzelbehandlung ausgeführt werden. Die Behandlungsdauer liegt zwischen 60 und 90 Minuten. Kerstin Rosenberg empfiehlt Padabhyanga unter anderem bei rauhen, steifen Füßen, Müdigkeit,Taubheitsgefühlen, Erkrankungen der Sehnen und Bänder im Fußbereich. Grundsätzlich seien die Fußmassagen besonders für Menschen mit hohem Stresslevel hilfreich, die nicht abschalten und nur schwer zu Ruhe kommen können. www.ayurveda-akademie.org. 10/07

 

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