Schuhmarkt

Wellness statt Pappdisplay

Wellnessabteilung statt Pappdisplays? Fußpflege statt Preisaktionen? Es gibt viele Möglichkeiten, interessante Verkaufsförderung zu betreiben und Kunden zu binden. Moderne Lösungen mit Wellnesscharakter bieten sich hier an. 10/07 san

Wellnessabteilung statt Pappdisplays? Fußpflege statt Preisaktionen? Es gibt viele Möglichkeiten, interessante Verkaufsförderung zu betreiben und Kunden zu binden. Moderne Lösungen mit Wellnesscharakter bieten sich hier an.

Ein Verkaufsständer an der Wand oder ein Pappkarton neben der Kasse – die klassische Furnitureninszenierung ist sicherlich funktional. Das Zusatzgeschäft lässt sich aber durchaus auch spannend inszenieren, und das nicht nur an Feiertagen oder bei Sonderaktionen. Um den Verkauf anzukurbeln und das eigene Markenimage zu stärken, lohnt es sich, über neue Wege der Verkaufsförderung und Kundenbindung nachzudenken.

Wie könnte ein attraktiver Schuh- und Pflegebereich der Zukunft aussehen? Vielleicht so: Entspannte Atmosphäre; im Hintergrund erklingt sanfte Musik und ätherische Öle verströmen unaufdringlichen Wohlgeruch. Im Pflegebereich liegen Kunden auf bequemen Liegen und genießen entspannende Fußmassagen.Vor dem Schuhkauf lässt sich eine elegante Frau ihre Zehennägel im French-Nails-Stil pediküren. Eine Gruppe junger Mädchen bewundert den neuesten Zehenschmuck in der Vitrine und ein Ehepaar wählt aus dem hauseigenen Sortiment von Deos, Cremes und Regenerationsprodukten die passende Serie für ihre zu Trockenheit neigenden Füße aus.

Einige Kunden probieren Schuhe an. Wer schon sein neues Lieblingspaar gefunden hat, lässt sich über Fertig-Pflegemittel beraten oder im Tiegel eine Mischung mit individueller Duftnote herstellen. Mixturen aus hochwertigen, natürlichen Inhaltsstoffen sind schon länger der Renner und zudem sehr beliebt als Mitbringsel oder Geschenk. In Berlin gibt es bereits einen wunderschön eingerichteten Laden, der sich nur auf Schuhpflege spezialisiert hat. Für viele Kunden ist es selbstverständlich geworden, nicht nur Schuhsprays oder -cremes auf den Schuh abzustimmen, sondern farbenfrohe oder diskrete Einlegesohlen mitzukaufen, die den Fuß stützen oder den Körper positiv stimulieren.

Damit das Einkaufen noch mehr Spaß macht, gibt es in unserem Ladenszenario an der Tee- und Kaffeebar kleine Erfrischungen, die den Kunden gereicht werden. Vielleicht dauert es noch drei Jahre, vielleicht fünf oder zehn, bis solche Konzepte greifen, aber so ähnlich könnte ein visionäres Schuh- und Furniturengeschäft aussehen. Innerhalb des Wellness-Konzepts „Caramia“ hatte die Verbundgruppe Sabu ehemals versucht, Wellness-Kooperationen anzubieten. „Aber wir waren noch etwas zu früh“, sagt Ralph Hanus. Vielleicht muss sich dieser Trend erst stärker entwickeln. Viele Anbieter von Schuh- und Fußpflege schauen sich derzeit nach modernen Angeboten mit Wellnesscharakter um. Es muss ja nicht gleich ein Wellness-Tempel sein.Vielleicht erst einmal eine Kooperation mit einem Fußpflegestudio oder ein regelmäßiges Massageangebot am Samstag Nachmittag. Hauptsache, es passiert etwas. 10/07 san

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