Schuhmarkt

Collonil kämpft um Standort Berlin

Beim Unternehmerforum „Innovation zwischen Globalisierung und Standortverbundenheit“ bekräftigt der Furniturenhersteller Standorttreue. 10/07 Stephan Kühmayer

Beim Unternehmerforum „Innovation zwischen Globalisierung und Standortverbundenheit“ bekräftigt der Furniturenhersteller Standorttreue.

Der Schuh- und Lederpflegemittelspezialist Collonil lud am 7. Mai zu einem Unternehmerforum. Schauplatz war ein Heizkraftwerk im Berliner Stadtteil Tiergarten. Rund 150 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft folgten der Einladung. Zu den Gästen gehörten namhafte Persönlichkeiten, wie der Berliner Parlamentspräsident Walter Momper, ehemaliger Regierender Bürgermeister, sowie der Vorsitzende des Berlin-Brandenburgischen Schuheinzelhandelsverbandes, Horst Wittstock. Das Thema des Abends lautete „Innovation zwischen Globalisierung und Standortverbundenheit“.

Innovation war ein zentrales Thema der hochkarätig besetzten Diskussionsrunde. Mehrere Teilnehmer der Veranstaltung lobten das innovative Potenzial Deutschlands. Sowohl die Bundesrepublik im Allgemeinen als auch Berlin im Speziellen seien Standorte, von denen viele wissenschaftliche und wirtschaftliche Initialzündungen ausgehen würden. Allerdings gebe es auch reichlich Wettbewerbsnachteile. Zu viel Bürokratie und komplizierte Genehmigungsverfahren in Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte wären kontraproduktiv, so hieß es.

 

„Innovation ist für uns eine Überlebensfrage“, lautete die zentrale Aussage von Frank Becker, dem geschäftsführenden Gesellschafter bei Collonil. „Nur wenn wir neue Produkte entwickeln, die uns Wettbewerbsvorteile bringen, können wir am Markt bestehen“, führte Becker weiter aus. Er nannte in diesem Zusammenhang als Beispiel die Nano-Technologie, die das Unternehmen gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut weiterentwickelte. Eine effizientere Schmutz- und Wasserabweisung bei den Collonil-Pflegemitteln sei die Folge. Ungeachtet bürokratischer Hemmnisse in Deutschland und in der EU plädierte der Mann an der Spitze des Pflegemittelherstellers mit Hauptsitz in der Spreemetropole für Standortverbundenheit.

Trotz einer Exportrate von 60 Prozent und einer fast weltweiten Verbreitung der Erzeugnisse sei die Produktionsstätte in Berlin-Reinickendorf die globale Schaltzentrale des Unternehmens. Sie soll es auch langfristig bleiben, ließ Becker die Anwesenden wissen. Man wolle dem Produktionsstandort Berlin treu bleiben. „Es ist uns gelungen, zwischen Globalisierung und Standortverbundenheit eine Brücke zu schlagen“, lautete Beckers Resümee, das Schule machen könnte. 10/07 Stephan Kühmayer

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