Schuhmarkt

Winter beflügelt das Geschäft

Die Furniturenhersteller zeigen sich mit dem Geschäft dieser Saison weitgehend zufrieden. Auch stellen sie eine zunehmende Offenheit für das Thema Furnituren beim Handel fest. 25/07 Peter Skop

 

Die Furniturenhersteller zeigen sich mit dem Geschäft dieser Saison weitgehend zufrieden. Auch stellen sie eine zunehmende Offenheit für das Thema Furnituren beim Handel fest.

Die Stimmung in der Branche ist positiv: Es wird investiert“, meint Pedag-Geschäftsführer Thomas Timm,der beispielhaft für die meisten der von SchuhMarkt befragten Furniturenanbieter steht. Die kalte Witterung und das herbstliche Wetter kommen der Branche entgegen. Der Handel macht ordentliche Umsätze mit den Zusatzartikeln, was folgerichtig die Anbieter nur freuen kann. Die am besten laufenden Produkte sind wärmende Sohlen, Nanoprodukte und Stiefelformer.

Immer wieder betont wird die Bedeutung von Neuheiten. Eine recht geringe Rolle spielen bei den Pflegecremes die Farben. „90 Prozent sind schwarz oder neutral“, meint Pietsch von Tacco. Vielfach wird die positive Einstellung des Handels für diese Warengruppe, die „so hohe Flächenrentabilität und einen Lagerumschlag von 6 bis 8 bietet“, so Timm, betont. Doch, so die gleiche Quelle, „an hundertprozentig angemessener Wertschätzung fehlt es vielen Händlern noch.

“ Immerhin wird der Furniturenverkauf stärker in die Ergebnisplanung mit festen Zielsetzungen aufgenommen. Ein Anteil von vier Prozent wird von vielen Unternehmen als Ziel genannt, geprüft und „belohnt“, weiß man bei BNS. Als nützlich erweisen sich immer wieder Schulungen. Über gute Resonanz auf das Konzept Quickschulungen berichtet Bama. Allerdings ist der Effekt von Schulungen häufig von relativ kurzer Dauer, wie Schuhhändler Norbert Berting aus Gelnhausen berichtet. Etwa sechs Wochen läuft das Geschäft hinterher sehr gut, danach flacht der Einsatz ab, hat er festgestellt.

Marketing mit dem Handel

Die Anbieter setzen in erster Linie auf Aktionen mit dem Handel und verkaufsfördernde Maßnahmen. Neue Displays, die die Produktpräsentation verbessern, führen beispielsweise Collonil oder Melvo ins Feld. Aber auch Aktionen, die sich direkt an den Endverbraucher richten, sind im Angebot. So berichtet Pedag von den erfolgreichen Fußmesstagen, die mit dem Handel durchgeführt werden. Collonil hat von August bis November eine Promotionserie für die neue Kinderschuhpflege zusammen mit Schuhgeschäften und einem Berliner Kinderradio durchgeführt. Dies Collonil im nächsten Jahr fortführen und ausbauen.

Ebenfalls stärker an den Endverbraucher geht BNS. Mit PR-Aktivitäten und Gewinnspielen will BNS stärker die Publikumspresse ansteuern. Auch der Internetpräsenz soll größeres Gewicht beigemessen werden. Das Ganze, ohne den POS zu vernachlässigen. Bei aller Anerkennung für die Bemühungen und die Innovationskraft der Branche gibt es aber auch zarte Kritik seitens des Handels. So könnte sich so mancher Händler vorstellen, dass mehr für die Endverbraucherwerbung getan wird.

Klaus Schütte aus Oldenburg sieht die Branche als etwas verschlafen an. „Für die Verbraucher sieht alles gleich aus“, moniert er, „wie vor 30 Jahren.“ Und Norbert Berting findet, dass mehr für das Design der Verpackungen getan werden könnte. Beide beziehen übrigens von unterschiedlichen Herstellern, mit deren Qualität sie durchaus zufrieden sind. Aber, so Schütte, „man muss den Kunden animieren.“ Er hat festgestellt, dass die Leute das Schuheputzen zunehmend verlernen. Manche Reklamation habe ihre Ursache darin, dass der Schuh wohl noch nie geputzt worden ist. 25/07 Peter Skop

 

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