Schuhmarkt

Die Textiliten kommen

Schuhe gehören zum Outfit. Das dachten sich in den letzten zehn Jahren viele Fashionanbieter und rundeten ihre Modeprogramme mit Schuhen und Accessoires ab. Inzwischen sind die Modemacher eine feste Größe im Schuhhandel. Wir stellen Ihnen hier erfolgreiche Labels vor, die für Profil und Profit stehen. GDS-Special 05/06

Schuhe gehören zum Outfit. Das dachten sich in den letzten zehn Jahren viele Fashionanbieter und rundeten ihre Modeprogramme mit Schuhen und Accessoires ab. Inzwischen sind die Modemacher eine feste Größe im Schuhhandel. Wir stellen Ihnen hier erfolgreiche Labels vor, die für Profil und Profit stehen. Emporium schlägt zu Giorgio Armani ist der König der Mailänder Modeszene. Eine erfolgreiche Saison folgt auf die andere. Im Jahre 2005 betrug der Umsatz 1,8 Mrd. Euro. Jetzt steigt der Modegigant auch bei Schuhen und Taschen ein. Giorgio Armani ist der Mailänder Erfolgsunternehmer, der Re Midas, schlechthin. Alles, was er, anfasst wird zu Gold, kommentierte kürzlich die Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera. Er zählt zu den wenigen Mailänder Modehäusern, die in den letzten Jahren die Krise ohne Wimpernzucken überstanden haben und weiterhin kräftige Umsatzzuwächse schreiben.Luxus kommt zurück Bei Hugo Boss wächst das Segment Schuhe stärker als Textil. 22 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet der Konzern inzwischen mit Schuhen,Tendenz steigend. Bis 2008 plant Hugo Boss 50 Shoes & Accessoire-Shops europaweit. Schuhe von Hugo Boss schreiben seit drei Jahren eine Erfolgsgeschichte.Während der Schuhumsatz in Deutschland vor zwei Jahren noch bei 13 Mio. Euro lag, „hat sich der Umsatz inzwischen um mehr als 30 Prozent auf 22 Mio. Euro erhöht“, sagt Bernd Hake, Brandmanager der Hugo Boss Shoes & Accessories S.A. in Novazzano. Download PDF Armani/BossDer Vertikale Esprit punktet mit der Fläche. Bis Ende 2006 sollen europaweit 2500 Flächenkonzepte realisiert sein, davon in Deutschland. Sechs Vororderund sechs Flash-Kollektionen bringen Schnelligkeit in die Schuhregale. Esprit Schuhe wachsen im Moment zweistellig. „Wir haben eine Systemkonjunktur“, freut sich Martin Krist, Global Business Manager Shoes bei Esprit Shoes & Accessories in Ratingen. „Wir tun das im Schuhhandel, was bei erfolgreichen Textilhändlern inzwischen ganz normal ist. Wir installieren kontrollierte Flächen, die für unsere Handelspartner hochprofitabel sind.“ Durch die systematische Flächenbestückung werde die Lagerdrehzahl erhöht und die Umsätze deutlich gesteigert.Profil im Design Eine internationale Kreativagentur entwickelt neue Styles für Marc O´Polo. Casual orientiert, natürlich, selbstverständlich tritt die Marke jetzt auf. Mode und Schuh sind aufeinander abgestimmt. Nach erfolgter Umstrukturierung bekommt Marc O’Polo Shoes ein neues Profil: „Wir wollen Schuhe entwickeln, die man sofort als ein Marc O’Polo erkennt“, so Geschäftsführer Uwe Janzen. Zum Winter 2006/07 werden die Schuh-Looks mehr Eigenständigkeit zeigen. Marc O’Polo gehört zu den Protagonisten im Schuh-Business. Die Lizenz war über ein Jahrzehnt vergeben. Seit Sommer 2005 nimmt die zur Marc O’Polo AG in Stephanskirchen gehörende Tochter FP Fashion Products GmbH das Schuh-Business selbst in der Hand.Download PDF Esprit/Marc O'PoloNeuer Auftritt S.Oliver-Schuhe werden von der Wortmann-Tochter shoe.com auf den Markt gebracht. Geschäftsführer Dr.Thomas Nassua sieht die Schuhmarke am Anfang ihrer Erfolgsstory. Eine erfolgreiche erste Saison konstatiert die shoe.com für ihre neu erworbene Marke s.Oliver. Bereits nach der Übernahme zur Saison Frühjahr/ Sommer 2006 habe man ein zweistelliges Paarzahlplus erreicht, berichtet shoe.com- Geschäftsführer Dr. Thomas Nassua. Dabei sei der Anteil der Herren- und Kinderschuhe von früher 15 auf rund 30 Prozent verdoppelt worden. Die Kraft der Marke Tommy Hilfiger-Schuhe sind seit Herbst/Winter 2002 auf dem Markt. Jedes Jahr wachsen die Umsätze zweistellig. Die Kraft der Marke und gutes Schuhdesign ergänzen sich. Jetzt und in Zukunft werde ich mich ausschließlich auf Marken konzentrieren, die paneuropäisch tätig sind“, meint Dr. Hans-Peter Hamm. Sein Unternehmen, die Hamm Shoe & Accessories Company GmbH, Osnabrück, erhielt 2002 den Zuschlag, als Tommy Hilfiger einen Lizenznehmer für Europa suchte.Download PDF S.Oliver/Tommy HilfigerFamilien-Lifestyle Tom Tailor setzt auf den Schuhfachhandel. 95 Prozent der Schuhkollektion wird dort verkauft. Das Textillabel setzt auf die Kraft der Marke, auch bei Schuhen. „Starke Marken werden schwache verdrängen“, ist Reinhold Pötzl überzeugt. Tom Tailor ist eine Lifestyle-Marke, tragbar für die ganze Familie“, umschreibt Reinhold Pötzl, Geschäftsführer Tom Tailor shoes in München, die Markenphilosophie.Was die Mode so erfolgreich gemacht hat, wird auch bei Schuhen umgesetzt: Frische Mode, schneller Kollektionsrhythmus und konsumfreundliche Preise.Die Design-Teams sind auf Amsterdam, Verona und München verteilt, so dass immer frische Impulse in die Kollektionen einfließen.Gelassenheit im Stil René Lezard holte sich vor drei Jahren die Schuhlizenz zurück ins Haus und entwickelt seitdem die Kollektion selbst. Die Preise wurden konsumfreundlicher. Das Unternehmen stellt erstmals direkt auf der GDS aus. Entspannte Eleganz, Frische im Design und immer tragbar. Kurz: Gelassenheit im Stil. Diese Botschaft verhilft Schuhen und Taschen von René Lezard zu erfreulichen Verkaufserfolgen.Vor drei Jahren holte sich die René-Lezard-Gruppe in Schwarzach die vergebene Shoes-&-Accessoires-Lizenz zurück und entwickelt seitdem die Linien unter eigener Designleitung selbst.Download PDF Tom Tailor/René LezardGDS-Special 05/06 IIona Sauerbier

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