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Kopenhagen Fashion Week: Hoch im Norden

Die Fashion Week in Kopenhagen gilt als neuer Trendbarometer der Modebranche. Hier tummeln sich nicht nur kleine, sehr kreative Firmen, auch immer mehr etablierte Labels suchen den Weg nach Norden und die Anbindung an die nordischen Märkten. 06/08 Karin Grabner

Die Fashion Week in Kopenhagen gilt als neuer Trendbarometer der Modebranche. Hier tummeln sich nicht nur kleine, sehr kreative Firmen, auch immer mehr etablierte Labels suchen den Weg nach Norden und die Anbindung an die nordischen Märkten.

Vor vor zwei Jahren war Kopenhagen ein Geheimtipp für Trendsetter. Heute ist die Messe ein fixer Bestandteil für Einkäufer aus ganz Europa, und es werden immer mehr. Inzwischen gibt es auf der Fashion Week vier große Anlaufpunkte: Die CIFF im Bellacenter, am Stadtrand Kopenhagens, bietet in ihren weitläufigen Hallen und der mittlerweile sehr beliebten Superiorhalle einen Mix an Mode, Accessoires, Lifestyleprodukten, Jeanswear und Wäsche an. Die CIFF Kids kümmert sich rund ums Kind- von der Zimmereinrichtung über Kleidung und Wäsche bis hin zu Schuhen.

Das im Bellacenter fest ansässige Shoecenter mit Marken wie Bronx, Adidas, Geox, Gabor, Legero, Superfit, Ara, Merrell, Patagonia, Blend oder Billi Bi ist auch außerhalb der Messezeiten für Fachbesucher ganzjährig geöffnet. Auf der CIFF zeigen insgesamt 1100 Aussteller über 2000 Marken. Schuhanbieter finden sich neben Textiliten und Schmuckherstellern. Dänische Marken wie Friis stehen neben internationalen Anbietern.

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06/08 Karin Grabner

Die Fashion Week in Kopenhagen gilt als neuer Trendbarometer der Modebranche. Hier tummeln sich nicht nur kleine, sehr kreative Firmen, auch immer mehr etablierte Labels suchen den Weg nach Norden und die Anbindung an die nordischen Märkten. och vor zwei Jahren war Kopenhagen ein Geheimtipp für Trendsetter. Heute ist die Messe ein fixer Bestandteil für Einkäufer aus ganz Europa, und es werden immer mehr. Inzwischen gibt es auf der Fashion Week vier große Anlaufpunkte: Die CIFF im Bellacenter, am Stadtrand Kopenhagens, bietet in ihren weitläufigen Hallen und der mittlerweile sehr beliebten Superiorhalle einen Mix an Mode, Accessoires, Lifestyleprodukten, Jeanswear und Wäsche an. Die CIFF Kids kümmert sich rund ums Kind- von der Zimmereinrichtung über Kleidung und Wäsche bis hin zu Schuhen. Das im Bellacenter fest ansässige Shoecenter mit Marken wie Bronx, Adidas, Geox, Gabor, Legero, Superfit, Ara, Merrell, Patagonia, Blend oder Billi Bi ist auch außerhalb der Messezeiten für Fachbesucher ganzjährig geöffnet. Auf der CIFF zeigen insgesamt 1100 Aussteller über 2000 Marken. Schuhanbieter finden sich neben Textiliten und Schmuckherstellern. Dänische Marken wie Friis stehen neben internationalen Anbietern. Die deutsche Designerin Petra Dieler verzeichnet zum Beispiel mit ihrem CleanChic große Erfolge im skandinavischen Raum. Seit N DAS HOCH IM NORDEN vielen Saisons geht sie mit Geschäftspartnerin Matti Martine nach Kopenhagen. Die Orientierung gen Norden habe bereits vor vielen Jahren begonnen, sagt die Frankfurterin. Von der GDS hat sich Petra Dieler vor langer Zeit verabschiedet. Flach wird geliebt, Pumps sind verpönt Auch das österreichische Unternehmen Think zeigt seine Kollektion schon seit mehreren Saisons und ist mit der Messe auf der CIFF sehr zufrieden, denn die Skandinavier seien vom Think-Design mit ökologischem Anspruch besonders angetan. Generell suchten die Einkäufer in Kopenhagen die Nachhaltigkeit eines Produkts, ist von vielen Branchenleuten zu hören. Ein Neuzugang aus dem Hause Fransi A/S, die die Marke Billi Bi vergangenes Jahr erfolgreich im deutschen KOPENHAGEN FASHION WEEK Auf der CIFF Fashionshow MO D E Schuhmarkt 6-2008 29 Markt positionieren konnte, ist CaShott. Eine Marke, bei der die puristisch moderne Handschrift der Billi-Bi-Designer sofort zu erkennen ist. Gallery und Unfair sind die jüngsten Neuzugänge der Messe. Unfair bietet jungen, unbekannten Designern ein kreatives Umfeld. Die zum zweiten Mal veranstaltete Messe Gallery im Forum ist der Edelshowroom Kopenhagens während der Fashion Week. Dort sind nationale Marken wie Filippa K., By Malene Birger, Bruuns Bazaar, Acne, Stine Goya, Designers Remix Collection, Baum und Pferdgarten neben CK Calvin Klein, Tara Jamon, George Gina & Lucy, P. Smith und Farah zu finden. Die Begeis– terung des Publikums von der Inszenierung der Gallery ist groß. Von vielen Seiten wird die Gallery als die neue Konkurrenz zur CPH Vision gehandelt. Dänen werden internationaler Die CPH Vision in den hinter dem Hauptbahnhof gelegenen Øksnehallen hat Kopenhagen den hohen internationalen Bekanntheitsgrad als Fashion Week eingebracht. Gut 29 000 Besucher konnte die CPH Vision bei ihrer Veranstaltung im Februar verzeichnen. Davon stammten 52 Prozent aus dem Ausland. Jan Busch Carlsen, Initiator der Vision, sagte, das Bestreben sei, bezahlbare Messestände auch kleinen kreativen Firmen auf einer intimeren Plattform zu bieten. Der Mix an internationalen Unternehmen wie Diesel, Miss Sixty, El Naturalista, Fly, Fornarina, Firetrap ergänzt sich mit nationalen Größen wie Munthe & Simonsen, Shoe Shi Bar, D.Co, Sophie Schnoor oder Mentor. Der Zustrom ist enorm. Jan Busch Carlsen hält an seiner Philosophie fest. Er entscheidet, wer auf der Vision präsentieren darf. Seine Kriterien sind in erster Linie am Design und an einer unverwechselbaren Identität eines Unternehmens orientiert. Die große Wandlung begann, als sich dänische Mode mehr und mehr am internationalen Markt positionierten. Investoren wurden auf kleine Marken wie Day Birger et Mikkelsen oder Munthe plus Simonsen aufmerksam. Viele Brands waren zu diesem Zeitpunkt zwar durchaus kreativ, jedoch fehlte es an finanzieller Stärke, um weitere Entwicklungen und Wachstum aus eigener Kraft vornehmen zu können. Von Investorengruppen finanziert, fahren viele dänische Marken inzwischen internationale Erfolge ein. Allerdings haben sich auch während dieser Entwicklung die Ausrichtungen der Kollektionen gewandelt und zielen auf eine internationalere Käuferschicht ab. Schlicht und hochwertig im Look So individuell wie der Mode- und Markenmix sind auch die dänischen Trends zum Herbst 2008. Gediegen ist der Look wirklich nur auf den ersten Blick. Es ist ein Spiel mit Proportionen und Stilen, der für die nächste Saison propagiert wird. Kleine, kurze Hängekleidchen sind in fast allen Kollektionen zu finden. Volumige Strickteile, die sich für den vielschichtigen Lagenlook eignen, werden mit schmalen Hosen, die sich faltig und leger zeigen, kombiniert. Bei Schuhen ist ein gepflegter Look angesagt. Hochwertige Verarbeitungen sind wichtig. Dazu gehören vor allem Naturleder in Senffarben, Naturbraun, Dunkelrot, Blau, Grau, Braun und Schwarz. Reduzierte Casualelemente peppen die gesamte Schlichtheit auf. Farbe ist für den jungen Markt wichtig. Je simpler die Outfits, desto bedeutsamer die Wahl der richtigen Schuhe. High Heels sind weitgehend verpönt. Die Absätze müssen bequem sein. Kurze, weite Schäfte sind wichtig. Lange Stiefel mit weiten Schäften sind schlicht und edel. Sneaker im Stil der 80er-Jahre dagegen sind beliebt bei der jungen Generation – ganz gleich, ob für Jungs oder Mädchen. Anspruchsvoll sind sie, die Skandinavier. Einerseits ist der Geschmack der meisten Konsumenten reduziert, jedoch überaus qualitätsbewusst. Auf der anderen Seite spielen Komfort und Passform eine übergeordnete Rolle. Technologien soll man nicht sehen, aber fühlen. Chic soll es sein, aber überladen darf es nicht wirken. Diesen Ansprüchen wird Ecco, der dänische Global Player unter den Schuhherstellern, seit vielen Jahren gerecht. Ecco bietet allein 800 Modell- und Farbvarianten zum kommenden Winter an. Die nächste Kopenhagen Fashion Week ist vom 7. bis10. August. Karin Grabner Frisch und frech präsentierten sich die Aussteller in Kopenhagen. Joonas Saari von der University of Art and Design, Helsinki, erhielt während der Messe von Kronprinzessin Mary von Dänemark einen mit 50.000 DKK dotierten Preis (Foto rechts oben). Rubberduck Acne 30 Schuhmarkt 6-2008 MO D E FLACH UND GUT Bequem muss es ein. Gerade in den nordischen Märkten spielt der Wellnessfaktor eine große Rolle. Scharfe Spitzen und High Heels sind nicht die Domäne der Skandinavier. Aber auch mit breiteren Schnitten und flachen Sprengungen lässt es sich gut aussehen. GEMUSTERTES Brit-Chic lässt grüßen. Karos, Tartanmuster und Florales sind überall zu finden. Ob auf Pump oder Sneaker. Die neuen wilden Schuhe zeigen viel Phantasie und Abwechslung. Das geht bis zu abnehmbaren Gamaschen bei Hi Bandit. Billi Bi Billi Bi Ecco Striipe Petra Dieler Rocket dog Vans Eley Kishimoto Hi Bandit Skechers Be young Blend Schuhmarkt 6-2008 31 MÄNNER-BOOTIES KID’S BEST Opulent gemusert, bestickt und gelackt geht es bei den Kindern zur Sache. Rot--, Fraise- und Beerentöne sind dabei beliebte Colorits. Die Oberflächen sind häufig angestoßen oder glitzern metallisch. Deftige Sohlen sind kompakt und interessant geformt. Es muss nicht immer betont klassisch oder betont sportiv sein. Zwischen beiden Bereichen spielen sich eine ganze Menge kreativer Ideen ab, die sich gut kombinieren lassen. Stiefel und Booties legten sich auf der Kopenhagen Fashion Week mächtig ins Zeug. Ben Sherman Fly Lacoste Pantofola d’Oro Clarks Via Noel Ecco Geox Garvalin

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