Schuhmarkt

WHO’S NEXT/PREMIÈRE CLASSE, PARIS: Schuhe für glückliche Planeten

Paris erlebte eine erfrischende Auflage der Modemessen Who’s next und Première Classe. 21/07 Stephan Kühmayer

Paris erlebte eine erfrischende Auflage der Modemessen Who’s next und Première Classe.

Auf der Who’s next zeigten 650 Modemarken ihre Kollektionen für nächsten Sommer. Im Mittelpunkt standen Trendlabels der Urban-, Street- und Jeanswear, die in der jungen Modeszene ihre Zielgruppen finden. Das Angebot von über 100 Kollektionen wurde daher auch dominiert von Sneakers und Sportlabels wie Gola, Fred Perry, Converse oder Superga. Auch Birkenstock und Crocs wollen mehr Terrain in diesen Märkten gewinnen.

Weitere 450 Aussteller kamen zur Première Classe am selben Ort am Pariser Porte de Versailles. Für beide Veranstaltungen wurden 45 000 Besucher gezählt. Die Première Classe legt ihren Focus zudem auf Schmuck und Accessoires sowie Lederwaren und Schuhe. Etwa 100 junge, modische Linien geben dieser Messe ihr Profil. Darunter Robert Clergerie, Salvador Sapena oder Beverly Feldmann. Darüber hinaus Trendmarken wie Chie Mihara oder Harlot.

Auch Newcomer waren dabei. Dazu gehörte beispielsweise die italienische Marke „The flying cow“. „Wir verwenden aus Überzeugung kein Leder, sondern nur pflanzliche Rohstoffe“, sagt Designerin Fiorini Carlotta. Canvas oder Leinen würden durch moderne Technologien so weit veredelt, bis die Oberfläche edler und wertiger wirkt. Eine weitere Spezialität der jungen Schuhdesignerin sind Holzpantoletten, Sandaletten oder Pumps, die durch Umwickeln mit bunten Stoffen eine besondere Optik erhalten.

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt gewinnt auf den jungen Messen mehr und mehr Bedeutung. Nachhaltigkeit ist gefragt und wird bei vielen Anbietern zu einem wichtigen Kollektionsthema. Viele der progressiveren Hersteller haben sich daher diesen Leitgedanken auf ihre Fahnen geschrieben. „Schuhe für einen glücklichen Planeten“ lautete so auch ein Werbeslogan. Heiterkeit und geballte Lebensfreude vermittelte die tägliche Modenschau. Bunt, laut und schrill ging es hier zu.

Die Show stand ganz im Zeichen des aktuellen Techtonic-Trends, einem Musikmix, der die Jugend auf den Straßen zum Tanzen animiert. Passend dazu präsentierte sich die Mode in einer neu interpretierten Mischung aus 60er-Flower-Power, 70er-Disco, 80er- Funk und 90er-Techno. Die Flut an Farben und Stilrichtungen,mutig kombiniert, stellte das visuelle Wahrnehmungsvermögen vor große Aufgaben, hinterließ aber bleibende Eindrücke. Die schrägen Outfits, ganz nach dem Motto „Der Mix macht’s!“, kamen allerdings bei den Besuchern gut an. 21/07 Stephan Kühmayer

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