Schuhmarkt

Karstadt plant Off-Price-Modell

Warenhausfilialist Karstadt plant ein neues Off-Price-Konzept und will das Unternehmen zu einem Marktplatz ausbauen. Gestartet wird mit einer Kooperation mit El Corte Ingelès.

Der CEO der Karstadt Warenhaus GmbH, Stephan Fanderl, stellte im Rahmen einer Lieferantenkonferenz mit 500 Gästen aus Europa und Fernost die Weiterentwicklung des Warenhauses Karstadt zu einem Marktplatz vor. Zudem soll schon in diesem Jahr ein Off-Price-Konzept pilotiert werden.

Dabei wird Karstadt mit Online-Partnern auf speziellen Flächen in Filialen stark preisreduzierte bekannte Bekleidungsmarken anbieten. Damit würden zusätzliche Kundengruppen zu Karstadt kommen. „Der Kunde wird in unserem neuen Off-Price-Konzept on- und offline bestellen, kaufen und auch zurückgeben können. Alles soll in jedem Kanal gehen“, erklärt Fanderl.

Eine erste Partnerschaft in Sachen Marktplatz ist mit dem spanischen El-Corte-Inglès-Konzern und dessen Tochterunternehmen Sfera geplant. Das Warenhaus sei der einzige physische Marktplatz in der Stadt, so Fanderl. „Das bietet die Möglichkeit, sowohl für stationäre als auch für reine Online-Konzepte, mit uns auf die Flächen zu gehen“, erklärte der Karstadt-Chef. Als Marktplatz könne man genau dem Wunsch des Kunden entsprechen und – entsprechend den lokalen Bedürfnissen – ein umfassendes Sortiment bieten. Und man wolle in der Vermarktung der Ware kanalunabhängig werden und die Vorteile der 79 Häuser in Deutschland mit der virtuellen Welt verknüpfen. „Partnerschaften bedeuten grundsätzlich mehr Umsatzchancen für Karstadt, unsere Partner und Marken“, ist Fanderl überzeugt.

Ab August werden in zunächst 50 Filialen die Sortiment Kinder- und Babykleidung von Sfera eingeführt. Die übrigen Karstadt-Filialen starten damit Anfang 2018.

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