Schuhmarkt

Glänzendes Börsenjahr

Portemonnaies haben immer mehr Funktionen: Sie sind Statussymbol und Wegbegleiter, Maskottchen und Geheimnishüter. Manchmal dürfen sie auch die Handtasche ersetzen. Glänzende Oberflächen kurbeln den Umsatz an. 10/08 mms

Portemonnaies haben immer mehr Funktionen: Sie sind Statussymbol und Wegbegleiter, Maskottchen und Geheimnishüter. Manchmal dürfen sie auch die Handtasche ersetzen. Glänzende Oberflächen kurbeln den Umsatz an.

Welches sind die drei wichtigsten Utensilien in Ihrer Handtasche?“, fragte Vogue das Hamburger Fotomodell Charlott Cordes. Die Antwort: Am liebsten gar keine Tasche, vielmehr „einfach schnell Handy und Portemonnaie in die Hand, und los geht's“! Es fehlt nur noch der Autoschlüssel, und das Bild von der ins Leben brausenden jungen Frau ist perfekt. Läuft das Portemonnaie demnächst der Handtasche den Rang ab? Wohl kaum. Aber es scheint zu kratzen am Podest des großen Umsatzbringers.

Dass ein Behältnis, mit dem man auch schon mal ohne Handtasche durch den Tag kommt, nicht nur Platz für Münzen und Scheine haben muss, versteht sich von selbst. Die Großformate der Zehn-mal-zwanzig-Zentimeter- Liga legen beredtes Zeugnis ab von all dem, was noch hineinpassen muss: Papiere, Abholzettel, Fotos – und jede Menge Plastikkärtchen. „Zehn Fächer für Kredit- und Kundenkarten müssen es schon sein“, gibt Laure Bertrando, PR-Frau von Picard, die Erfahrungen aus der Verkaufsabteilung weiter. Mini-Pochetten mit Reißverschluss („Sicherheit geht vor!“) haben Platz für 20 Karten, und für den Fall, dass einmal mehr als eine mit hinein muss, sind die Fächer neuerdings flexibel: Volumen auf Zuwachs.

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22 Schuhmarkt 10-2008 MO D E Zum Herbst bringt Picard unter dem Namen „Toy“,eine kleine modische Serie, die dem gesteigerten Bedarf entgegenkommt: Pochetten mit Handgelenksschlaufe, halb Portemonnaie, halb Kuvert- Tasche. Hier passt auch schon mal der Lippenstift mit hinein. Wenn die Hände frei bleiben sollen, wird ein mitgeliefertes langes Riemchen angeschnallt. Volumige Multitalente gesucht Auch bei Bree haben die volumigen Multitalente Konjunktur. „Wenn Farbe, Funktion, Beschläge und die Qualität stimmen, werden VK-Preise bis 149 Euro akzeptiert“, sagt Marketing-Chef Lars Maschmeyer. Seit drei bis vier Jahren seien Portemonnaies W Abro Betty Barclay Jette Abro Coccinelle Tom Tailor Tosca Blu Picard Portemonnaies haben immer mehr Funktionen: Sie sind Statussymbol und Wegbegleiter, Maskottchen und Geheimnishüter. Manchmal dürfen sie auch die Handtasche ersetzen. Glänzende Oberflächen kurbeln den Umsatz an. immer wichtiger geworden und der Umsatz beständig leicht gestiegen („nicht dramatisch, aber merklich“). Der einstige Mitnahme- Artikel hat sich gemausert zum Statusobjekt mit Kult-Potenzial. Im Grundsatz gelte: „Je individueller, desto besser“, sagt Maschmeyer, und: „Die Börse muss dem Typ entsprechen, viele Frauen betrachten sie als Accessoire, vergleichbar mit Modeschmuck.“ Deutlich gestiegen ist das Interesse an Portemonnaies, die zur Handtasche passen. Bei René Lezard werden sie gleich als Paar angeboten, in identischen Farben und Materialien, dazu die passenden Schuhe. Der Set-Look, lange als allzu perfekt und damenhaft empfunden, kommt wieder: eine Reverenz an die 60er-Jahre-Nostalgie. Dabei spielt Lack, so Produktmanagerin Miriam Furlan, „die allerwichtigste Rolle“, sowohl bei den Geldbörsen im Großformat acht mal zwanzig wie auch bei den quadratischen Modellen im Format zehn mal zehn Zentimeter. Portemonnaies liefen gut, „hervorragend“ aber vor allem Clutches. „Sie ersetzen die Geldbeutel“, heißt es ergänzend bei Medici. Aller Augen richten sich derzeit auf die neuen Farben: Weiss, Fuchsia, Karamell und neu gemixte Grautöne sind es bei Bree im modischen Bereich. Bei Picard kommen Rot, Pink und Marineblau dazu, auch Zweifarbiges mit kontrastierenden Paspelierungen sowie zum Herbst auch Tannengrün und Bordeaux. René Lezard setzt auf klare, kräftige Töne. Bei den Oberflächen spielt Lack in fast allen modischen Kollektionen eine dominierende Rolle, dicht gefolgt von Metallics in verschiedenen Farben. Clutches übernehmen alles Die Grenzen sind fließend geworden zwischen Handtasche und Portemonnaie, das zeigt nicht zuletzt auch die Erfolgswelle der Zwitterformate à la Clutch. Bei den Pochetten von Picard sind die zwei Bereiche kaum noch auseinanderzuhalten: Formate von 12x23 Zentimeter gelten als Portemonnaie, 17x30-Größen werden als Taschen vermarktet. mms Longchamp Medici Poodlebag Bree Coccinelle Tosca Blu Abro Schuhmarkt 10-2008 23

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