Schuhmarkt

Lustvolles Ordern

Die Münchner Ordermesse Moda made in Italy im M,O,C wird immer mehr zum Must-have der Einkäufer. Interessante Kollektionen, bereinigte Sortimente und viele Infos aus vorangegangenen Messen machen das Ordern leichter. 23/06 Ilona Sauerbier

Die Münchner Ordermesse Moda made in Italy im M,O,C wird immer mehr zum Must-have der Einkäufer. Interessante Kollektionen, bereinigte Sortimente und viele Infos aus vorangegangenen Messen machen das Ordern leichter.

 

München ist für uns die „ich weiß was ich will- Messe“, witzelt Suzanne Poschmann von Joy Harper und fühlt sich im Umfeld der kleinen, konzentrierten Arbeits- und Ordermesse sichtlich wohl. Wie Poschmann geht es vielen der 347 Aussteller, die in München ihre endgültigen Sommerkollektionen zeigten und auf ein entscheidungslustiges Publikum trafen. 3322 Besucher kamen diesmal ins M,O,C-Veranstaltungscenter im Münchner Norden.

Während um die Messen GDS und Micam immer noch lebhaft diskutiert wird, gibt es rund um die Moda made in Italy nahezu keinen Diskussionsbedarf. Die Messe wird von der Branche voll angenommen, es sind viele wichtige Kolletionen da, und man trifft sich auf einer überschaubaren Fläche in angenehmer Arbeitsatmosphäre. „Die M,O,C hat die Wertigkeit übernommen, die Düsseldorf abgegeben hat“, sagt Elmo Kramer, der Marken wie Michael Kors, Zac Posen und Kate Spade in seiner Agenturo führt. Högl verspricht sich von der Teilnahme an der MOC einen besseren Zugang zu hochgenrigen Kunden. Verkaufsleiter Walter Breuer: „Wir haben den Boutiquenbereich breiter augebaut und bedienen diese modischen Kunden mehr in München.“

Das Schöne an dieser Messe sind die bereinigten Sortimente, sagt ein Einkäufer. „Und wir wissen, dass die Ware auch geliefert wird.“ Wie oft habe man Modelle ausgesucht und dann kam der Bescheid, dass die Artikel raus gefallen seien. Zum Zeitpunkt der M,O,C, haben die Einkäufer viele Informationen von der GDS und aus Italien gesammelt und wissen in der Regel was sie wollen. Zu den Orderfavoriten gehörten zwar auch die Keytrends, die sich bereits auf GDS und Micam herausgeschält haben, doch vertiefen sich diese Trends, Veränderungen werden deutlicher.

Ballerinas avancieren zum absoluten Liebling des Handels. Sie werden in allen möglichen Spielarten angeboten: Verrundet, spitz und mit unterschiedlichen Oberflächen und Materialien. Teils sind sie superflach und sexy, teils mit weichen gemütlichen Sohlen ausgestattet. Auch Vintage-Optiken, in Kombination mit vielen Creme-, Natur- und Brauntönen, ziehen sich durch nahezu alle jungen Kollektionen. Bei Cafe Noir oder Vic Matie sind Used-Optiken besonders bei Männerschuhen sehr kreativ umgesetzt. Bei Michael Kors, der in der jungen Linie Kors by Michael eine sehr schöne Kollektion zeigt, zeichnet sich ab, dass Gold- und Bronzetöne von einem warmen,weichen Silberton getoppt werden. Dieser teils rose-stichige Silberton war auch in anderen Kollektionen sehr beliebt.

Neben den neuen Metallics sind warme Rottöne und das satte Ozeanblau zu erwähnen. Rot und Creme kommen häufig in Kombination mit Lack. Was sich während der GDS kaum abzeichnete, in München aber stärker bewertet wurde, sind butterweiche Sommerstiefel. Bei aller Sexyness liegt Bequemlichkeit mit vorn. Um Sneakers und Mokassins wird es zwar ruhiger, doch gibt es neue Modellierungen in Richtung Car Shoe, „die mit weichen, elastischen Sohlen und schlankeren Formen das Thema gut besetzen“, so Mario Battista von Samsonite. Auch Trekkingsandalen für Damen, die bei Geox zu den Orderfavoriten zählen, können sich stückzahlenmäßig sehen lassen. 23/06 Ilona Sauerbier

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