Schuhmarkt

Expo Riva expandiert

Der Ausbau des Messegeländes in Riva del Garda ist beschlossene Sache. Die Expo Riva Schuh erfreut sich bei Ausstellern und Besuchern steigender Beliebtheit. Anbieter sind überwiegend mit dem Messeverlauf zufrieden. 02/07 Peter Skop

Der Ausbau des Messegeländes in Riva del Garda ist beschlossene Sache. Die Expo Riva Schuh erfreut sich bei Ausstellern und Besuchern steigender Beliebtheit. Anbieter sind überwiegend mit dem Messeverlauf zufrieden.

Rund 11 000 Besucher haben sich für die 67. Ausgabe der Expo Riva Schuh in Riva del Garda interessiert, die vom 13. bis 16. Januar stattfand. Dies entspricht einem Zuwachs von 0,1 Prozent gegenüber der vorherigen Veranstaltung. 52,2 Prozent von ihnen kamen aus dem Ausland. Sie trafen auf 1100 Aussteller, darunter 731 aus 35 Ländern außerhalb Italiens, die Sofortware für Sommer 2007 und bereits neue Kollektionen für Herbst/Winter 2007/08 anboten. „Die Firmen haben einen steigenden Bedarf an mehr Ausstellungsfläche angemeldet“, erklärte der Präsident der Riva-Messegesellschaft, Mauro Malfer.

Zunächst half sich die Messe, indem sie neben dem Pavillion B Aussteller in Zeltpavillions unterbrachte. In Zukunft soll dies anders werden, die Messe wird mehr Raum erhalten. Mit Unterstützung der Stadt Riva und der Provinz Trient wird die Messe erheblich ausgebaut werden. Stehen derzeit rund 32 000 Quadratmeter zur Verfügung, soll die Fläche auf 64 000 Quadratmeter verdoppelt werden. Baubeginn wird Ende Oktober 2007 sein und das Bauende im Jahr 2009. Geplant wurde der Entwurf übrigens von dem Wiener Architekturbüro Coop-Himmelb( l)au, das auch die Ausschreibung des Neubaus der Europäischen Zentralbank in Frankfurt gewonnen hat. Die bisherigen Gebäude werden in den Ausbau integriert werden. Zudem soll es Parkraum für 2500 Autos geben.

In der Tat ist die derzeitige Situation wachstumshemmend. 99,5 Prozent der Aussteller melden sich immer wieder für die nächste Messe an. Neuaussteller haben daher kaum eine Chance. Auch so manchem vorhandenen Anbieter ist der Raum eigentlich zu eng. Um das gesamte Angebot vorstellen zu können, bräuchten wir mehr Platz, heißt es beispielsweise bei Supremo. 2008 wird die Expo Riva Schuh auch eine Messe in Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten oraganisieren. Der Präsident des Expo Centre Sharjah, Präsident der Handelskammer Sharjah und Vizepräsident des Verbandes für Leder und Schuhhersteller im mittleren Osten, Ahmed Mohamed Al Midfa, betonte, dass diese Messe nicht nur für den mittleren Osten von Bedeutung sein wird, sondern auch zum Beispiel auch auf ein Land wie Indien ausstrahlen wird.

Mit der Messe zeigten sich die Aussteller mehrheitlich zufrieden. Bei dieser Veranstaltung für den sogenannten Massenmarkt erwarten die Schuhproduzenten und -importeure hauptsächlich die großen Filialistenkunden. Die deutschen Aussteller waren zufrieden mit der Besucherfrequenz. Riva bietet die Möglichkeit, die ersten Kollektionen auf deren Akzeptanz beim Handel zu testen, so dass es weniger auf getätigte Order ankommt. Weniger zufrieden zeigten sich viele italienische Hersteller, die ihre Kunden in Deutschland verloren haben, weil der deutsche Handel den Preis sehr stark in den Vordergrund rücke. Einen gewissen Ausgleich fanden diese Anbieter, indem sie in anderen Märkten wie Spanien, Benelux oder Frankreich erfolgreich ihre Ware anbieten konnten.

Andere versuchen, durch Markenbildung die Wer tigkeit ihrer Produkte zu betonen. So will der Outdoorschuhanbieter Styl Grand seine Anstrengungen für die Marke Kefas in Deutschland verstärken. Mit dem Cross von Sport und Schuh verspricht man sich, in einen auch für den Handel interessanten Markt vorstoßen zu können.

Trend zu kürzeren Formen

Im Trend des kommenden Herbstes liegen weiterhin die Stiefel. Deren Zenit dürfte aber überschritten sein und kürzere Formen wie Stiefeletten und Ankleboots könnten an Terrain gewinnen. Robin-Hood-Typen werden ebenfalls gute Chancen gegeben. Bei den Leistenformen ist nach wie vor alles im Angebot und es wird auch alles vom Handel geordert werden. „Die Verbraucherin hat sich an die spitze Leistenform gewöhnt“, sagt Gabor-Vorstand Achim Gabor.

Eine Tendenz zu den runden Formen ist aber deutlich erkennbar. Als typische Dekors zeichnen sich Falten und Raffungen ab. Materialmix wird, vor allem im sportiveren Bereich, an Bedeutung gewinnen. Nicht zuletzt die Strafzölle auf chinesische und vietnamesische Lederschuhe spielen hierbei eine Rolle. Farblich dominieren – neben Schwarz natürlich – die Brauntöne. Aber auch den dunkleren Metallicnuancen werden gute Chancen eingeräumt. An die Stelle eines gleißenden Goldtons tritt dann eher ein Altgoldton oder dunkleres Kupferrot. 02/07 Peter Skop

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