Schuhmarkt
Der Launch der Gallery Shoes fand vor den Pressevertretern statt. Viele Fragen blieben noch offen. Foto: GDS
Der Launch der Gallery Shoes fand vor den Pressevertretern statt. Viele Fragen blieben noch offen. Foto: GDS

Komfort sucht neue Heimat

Die letzte GDS verläuft in ruhigen Bahnen. Ein wenig Wehmut ist spürbar und vor allem die Komfortschuhanbieter bewegt die Frage, wo ihre Messe künftig sein wird.

Die 123. und letzte GDS verzeichnet gefühlt einen normalen Besucherzustrom. Es sind die üblichen Aufs und Abs im Tagesverlauf, Sonderkonjunkturen bei einzelnen Herstellern, die die Stände füllen. Häufig ist ein wenig Wehmut zu spüren über das Ende der Veranstaltung, stellenweise auch blankes Unverständnis, dass sich Industrie und Handel diese internationale Veranstaltung haben nehmen lassen.

Alle bewegt die Frage, wie die Nachfolgeveranstaltung auf dem Areal Böhler sein wird. Auch die Informationen, die dort am ersten Messetag der Presse vermittelt wurden und die diese auch über ihre Medien an die Öffentlichkeit weiter gegeben haben, sind letztlich nicht für alle befriedigend. So stellen sich viele die Frage, in welcher Größe, Aufmachung und ob überhaupt sie auf auf der Nachfolgeveranstaltung, der Gallery Shoes, vertreten sein werden. Das Platzangebot auf dem Fabrikgelände ist von vornherein geringer als auf dem Messegelände, die Stände werden für viele verkleinert werden müssen. Werden die internationalen Kunden auf das neue Gelände kommen? Die Igedo selbst hatte Kern- sowie Nord- und Osteuropa in den Fokus der gewünschten Besucher gerückt. Von Übersee beispielsweise war keine Rede gewesen.

Insbesondere für die Lieferanten des Komfortschuhsegments und auch aus der Kinderschuhabteilung ist Sorge zu hören. Der Komfort-Sektor ist auf eine große internationale Messe angewiesen. Auf die bisherige GDS kamen zum Beispiel ausländische Kunden, die mit eigenen Vertretungen der Lieferanten im Ausland nicht betreut werden können. Die Gallery Shoes wiederum scheint sich stark modisch ausrichten zu wollen, um Synergien mit der Bekleidungsveranstaltung Gallery und dem Bekleidungshandel zu heben.

Die Berliner Messen, die neue Kölner Veranstaltung und auch die Micam, die viele durchaus schon ausprobiert haben, scheinen keine Alternativen darzustellen. In Italien fürchten viele, nicht genügend Beachtung zu finden. Auch wird Veranstalter Assocalzaturifici nachgesagt, nicht unbedingt die attraktivsten Plätze für deutsche Aussteller zu bieten.

Die von dem SchuhMarkt befragten Komfort-Anbieter wollen zumeist abwarten, was ihnen die Igedo zu bieten hat. Bisher sei noch niemand auf sie zugekommen, bemängeln sie, und auch, dass die Informationspolitik offener sein könnte. So hätten sich viele eine Info-Veranstaltung vergleichbar mit der Pressekonferenz gewünscht.

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