Schuhmarkt

Positive Grundstimmung

Schleppender als erwartet ging auf der Mitteldeutschen Schuhmesse in Leipzig die letzte Orderrunde für Herbst/Winter 07 zu Ende. Zur nächsten Veranstaltung könnten sich daher Sofortprogramme gut entwickeln. 07/07 Peter Ludwig

Schleppender als erwartet ging auf der Mitteldeutschen Schuhmesse in Leipzig die letzte Orderrunde für Herbst/Winter 07 zu Ende. Zur nächsten Veranstaltung könnten sich daher Sofortprogramme gut entwickeln.

Gut sortiert hatte sich die Mitteldeutsche Schuhmesse MDS für ihren Hauptordertermin Shoe Time vom 23. bis 25. März. 170 Aussteller repräsentierten auf über 7300 qm Ausstellungsfläche mehr als 350 Kollektionen. Mit rund 800 Einkäufern aus dem Fachhandel bewegt sich die Veranstaltung auf stabilem Niveau. Das Ergebnis bestätigt die Akzeptanz des Messestandortes Leipzig-Schkeuditz beim Fachpublikum sowie die Bedeutung der Mitteldeutschen Schuhmesse Shoe Time als stärkste regionale Schuhordermesse in Deutschland.

Das Kerneinzugsgebiet neue Bundesländer ist eindeutig, aber auch auf Besucher aus Hessen, Niedersachsen und Nordbayern übt diese Regionalmesse Anziehungskraft aus. Ebenso wurden neue Aussteller gewonnen wie Aces of London, Belmondo, Ca’ d’Oro, Crocs, Jan Jansen, Mexx Shoes, Sixmar, Sylvia Rebatto, Pantofola d’Oro und Jochie. Unterschiedliche Veranstaltungen begleiteten die Messe: Marga Indra-Heide stellte die Trends der kommenden Saison vor. „Begeisterung verkaufen“ hieß der Vortrag von Susanne Koglin vom Institut für Imageberatung.

Zu aktivem Standortmarketing und daraus erwachsenden Chancen und Nutzen für Schuhfachhändler referierte Kirstin Krämer von markt intern.Modenschauen informierten über Neuheiten aus den Angeboten. Atmosphärisch setzte sich zur Shoe Time de facto fort, was schon die GDS geprägt hatte: Bei durchaus positiver Grundstimmung wurde letztlich manche Erwartung nicht oder nur teilweise erfüllt. Einer für den Messe-Freitag passablen Besucherfrequenz mit ebensolchem Messegeschäft folgte ein sehr guter Samstag und ein schwächelnder Sonntag. Das allgemeine Stimmungsbarometer schwankte zwischen „zufrieden“ und „sehr zufrieden“. Entsprechendes äußerten die beim ostdeutschen Schuhhandel gut eingeführten Marken und die in Leipzig etablierten Aussteller, die von diesem Bonus partizipierten.

Anbieter von frischer Mode und solche in höheren Mittelpreislagen hatten noch recht akzeptable Aufträge geschrieben. Oftmals wurde auch Sofortware für Sommer nachgezogen. Was die Messeumsätze anbelangt, wurden vielfach hinsichtlich typischer Winterware „kleinere Brötchen gebacken.“ Die Orders fielen vor allem bei Warmgefüttertem und Tex-Ausstattung mehrheitlich kleiner aus als vor Jahresfrist. Der Winter war einfach zu warm. Neue Stiefel wurden daher temperiert eingekauft, Stiefeletten dabei mit bemerkenswerten Anteilen. Vielfach ist die Orderzurückhaltung auch auf die „Kapitalschwäche des ostdeutschen Facheinzelhandels“ zurückzuführen, so einige Stimmen aus der Branche. Gerade kleinere Händler haben „mit den Abverkäufen der aktuellen Frühjahrsware noch die letzte Winterware bezahlt“, sagt ein Aussteller. Gut beraten sind damit Hersteller, die zur nächsten Shoe Time im August/September ein stimmiges Angebot an Sofortware bereithalten, heißt es bei einigen Anbietern. 07/07 Peter Ludwig

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