Schuhmarkt

Gute Noten für Orderfinale der Shoe Time

Für das Gros der ostdeutschen Schuhhändler stellte die Leipziger Shoe Time die letzte Instanz für den Einkauf für die Herbst/Winterware 2006/07 dar. 08/06 Peter Ludwig

Die dreitägige Hauptorderveranstaltung der Mitteldeutschen Schuhmesse am letzten März-Wochenende war mit 829 Einkäufern stark frequentiert. Gegenüber der gleichen Veranstaltung des Vorjahres bedeutete dies einen Zuwachs von vier Prozent und damit zugleich eine neue Höchstmarke. Der Handel vergab hier zu einem Zeitpunkt, da von den Anbietern schon ziemlich verlässliche Angaben hinsichtlich der Kollektions-Highlights gemacht werden konnten, noch beträchtliche Teile seines Budgets. Höchststand auch bei der Zahl der Aussteller: 168 Firmen und 341 Kollektionen. In dem Zusammenhang sind nahezu 30 neue Firmen zu nennen. Sie bereicherten zwar die Expositionen in den Messe-Areas Shoe-Lifestyle, Shoe-Comfort, Shoe-Fashion und Shoe-Specials oder Bags & Accessoires, verspürten jedoch wie auch die in Leipzig noch als Exoten apostrophierten Anbieter extrem modischer Offerten, nicht ad hoc zufriedenstellende Akzeptanz und Resonanz. Zu Recht verweist aber das Mitteldeutsche Mode Center (MMC) als Veranstalter auf die gestiegene Angebotskompetenz und das „äußerst stabile Niveau“ der Leipziger Shoe Time, die diesmal mit einem erneut erweiterten Rahmenprogramm aufwartete. Erstmals fand eine Veranstaltungsreihe statt, die sich mit branchenrelevanten Themen aus dem Schuhfacheinzelhandel beschäftigte. Neben Trendvorträgen zur Mode und Produktschulungen der Firma Collonil bildete ein Podiumsgespräch den vorläufigen Höhepunkt: Namhafte Vertreter aus Handel und Industrie diskutierten den Stellenwert des Qualitätsproduktes Schuh in der Öffentlichkeit. Gesprächsteilnehmer waren unter anderem Bojan Rezonja aus der Geschäftsleitung der Firma Berkemann sowie Thomas Schulte-Huermann, Geschäftsführer und Gründer der Einkaufsvereinigung G-Lord. Das Mitteldeutsche Mode Center plant die Fortführung der Vortragsreihe, Informationen sind unter www.mmc-shoetime.de abrufbar. Weil von Frühlingserwachen zum Messezeitpunkt am POS noch wenig zu spüren war, blieb Sofortware als Messethema weitgehend ausgespart. Vordergründig behandelt wurde dagegen echte Winterware mit Stiefeln an der Spitze, sofern diese mit Funktion ausgestattet waren: Warmfutter, wasserdicht, Klettverschlüsse, griffige Böden. Am besten geordert wurden Modelle in Glattleder und vieles in Brauntönen. Einkäufer aus Mittelgebirgsgegenden jedenfalls setzten so ganz eindeutig die Prioritäten. Elegante Langschaftstiefel taten sich wesentlich schwerer. In Messegesprächen war zwar zu hören gewesen, dass die Läger – Winterware betreffend – gar nicht so leergeräumt seien wie in der Öffentlichkeit zuletzt öfter dargestellt. Dennoch zeigten sich im Leipziger Schuhmesse-Geschäft etablierte wie profilierte Anbieter mit den Umsätzen „recht zufrieden“. Ein Prädikat vergaben Aussteller und als deren Gäste zahlreiche Fachhändler auch für den gelungenen Ausstellerabend.08/06 Peter Ludwig

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