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Das sagt der Handel zu den Messen. 12/08

Das sagt der Handel zu den Messen.

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12/08

26 Schuhmarkt 11-2008 SPECIAL MESSEN DAS SAGT DER HANDEL ZU DEN MESSEN Es fehlt die Zeit Ich bin immer auf der GDS. Alles andere ist so weit weg und für uns auch zu teuer. Natürlich fände ich es toll, auf die Pitti Bimbo nach Florenz zu fahren, um tolle Eindrücke zu sammeln, Messen sind ja dazu da, dass man seinen Horizoint erweitert, Eindrücke sammelt – aber es muss ja auch organisiert werden. Die Moda made in Italy werde ich aber jetzt mal besuchen. Auch auf der Ambiente in Frankfurt finden wir schöne Accessoires. sb Ilona Bartholomee, Nordendglück, Frankfurt Düsseldorf reicht Wir halten uns nur an die GDS und den internatinalen Modetag bei Sabu. Damit sind wir glücklich. Christine Faupel, Faupel, Korbach München ist ein Must Wir fangen mit Riva an. Das ist eine absolute Pflichtmesse. Auch die Bread & Butter muss einen Tag sein, allein schon um zu gucken, ob und wie es mit Leinenschuhen weitergeht. Paris und die spanischen Messen lassen wir aus. Die Fashion Week in Skandinavien soll schön sein, das überlegen wir uns noch. Die Micam ist ebenso wichtig wie die GDS, auch für Kontakte und Shake-Hands usw. White Cubes hat sich innerhalb der GDS gut entwickelt, wegen der Standardmarken müssen wir nicht hin, diese Firmen kommen eh zur Vorlage nach Wuppertal. Wichtiger Schlusspunkt ist München, das liefert uns noch einen finalen Überblick. sb Peter Köster, Klauser, Wuppertal GDS ist Pflicht, Mailand rundet ab Es gibt inzwischen so viele Messen, dass ich es generell besser fände, wenn sich mehr Veranstaltungen konzentrieren würden. Es gibt eigentlich viel zu viel. Wir fangen in der Regel bei der Düsseldorfer CPD an, um den ersten modischen Überblick zu bekommen. Dort ordern wir auch schon. Es gibt Firmen wie Puma, die sind nach der CPD bereits fertig. Die Premium in Berlin haben wir uns jetzt geschenkt, und die Bread & Butter ist mir auch zu aufwendig geworden. Die GDS ist Pflicht. Hier schreiben wir viel und in Mailand auf der Micam sichten wir noch einmal und schreiben dann die restlichen High- End-Marken. Die Moda Made in Italy ist für uns inzwischen zu spät geworden, obwohl es eine schöne Messe ist. Irgendwann muss Schluss sein, sonst verzettelt man sich nur noch. sb Stefan Krursel, Krursel, Münster Riva: Spannend und schön Ich schau mir eigentlich alles an. Je mehr man weiß, desto besser ist es. Riva ist sehr spannend, sehr schön. Wir mögen diese Messe, und es macht Spaß, dort zu arbeiten. Man redet viel, kann gut nachordern, und die ersten Kontakte werden gemacht. Natürlich gehen wir auch zur GDS, aber eigentlich ist sie schon ein bisschen spät, aber als Info für die Nachorder wichtig. Die Münchner Messe im M,O,C nutzen wir kaum, weil sie zu spät ist. Was die generellen Infos betrifft, so schaue ich mir alles an. Wir waren auch auf der WSA in Las Vegas: schön anzuschauen, aber gebracht hat es uns nichts. Dasselbe gilt für die Messen in Paris oder Madrid. sb Dagmar Steinauer, Complimenti Due, Berlin White Cubes hat sich gemacht Riva ist für uns weniger interessant. Die GDS ist wichtig, aber nicht megawichtig. Ausnahme ist die White-Cubes-Area, die wir sehr nutzen und die uns im Moment den Besuch auf der Micam erspart. Dennoch ist auch die GDS für einige Marken schon zu spät, weil die Lieferzeiten zu knapp werden. Daher ordern wir bereits während der CPD in den Showrooms typische Textilmarken wie beispielweis Ash, Bikkembergs, Boss oder Ed Hardy. Intensiv nutzen wir auch die Münchner Messe. Hier sind die Kollektionen bereinigt und man sieht noch einmal die modischen Highlights. Auch die Ordertage bei der anwr nutzen wir gerne. sb Stefanie Uhlmann, Darré, Gießen Schuhmarkt 11-2008 27 Mit 465 Ausstellern im Frühjahr weist die Mipel im Rahmen der italienischen Fachmessen einen hohen Internationalitätsgrad auf: 146 Firmen kamen aus dem Ausland. Im Gegensatz zu anderen italienischen Messen wie Micam oder internationale Möbelmesse in Mailand lassen die Veranstalter auch chinesische und arabische Aussteller zu. Spanien und Indien stellten die höchste ausländische Beteiligung. Die Bedeutung Deutschlands ist für die italienische Lederwarenindustrie in den letzten fünfzehn Jahren deutlich gesunken. Anfang der Neunzigerjahre war Deutschland wichtigster ausländische Absatzmarkt: inzwischen rangiert die BRD auf Rang fünf. Zum wichtigsten ausländischen Lieferanten avancierte China. Die Mipel hat sich in den letzten Jahren mehr noch zu einer Accessoiresmesse entwickelt. Neben Lederwaren flankieren Geschenkartikel, Bijouterie und modische Uhren das Angebot. Messepräsident Giorgio Cannara strebt künftig auch eine engere Zusammenarbeit mit der Pelzwarenmesse Mifur an. Mit zahlreichen neuen Initiativen, etwa der abendlichen Öffnung an einem der Messetage, bemühen sich die Veranstalter, der sinkenden Besucherzahl entgegenzuwirken. Bei der letzten Mipel kamen 18 000 Besucher gegenüber 19 097 im letzten Herbst. Während US-Besucher infolge des hohen Euro-Kurses weitgehend ausblieben, war ein Comeback der Japaner und ein Boom russischer Einkäufer zu beobachten. Die nächste Mipel 18. bis 21. September. tkb Mipel: Die alte Dame verteidigt Platz eins Neben Lederwaren bietet die Mipel nun auch Geschenkartikel, Schmuck und Pelze an. Mit viel Spannung erwarten Branchenkenner die kommende Expo Riva Schuh. Mit 1150 Ausstellern avanciert die „Messe am Gardasee“ inzwischen zur zweitwichtigsten Schuhmesse des Landes. Im Gegensatz zu den anderen Modemessen gelang es der Expo Riva im letzten Januar, die Besucherzahl zu erhöhen: Mit 11 238 Interessenten waren es 10% mehr als im Jahr zuvor. Offensichtlich sind nicht nur deutsche, skandinavische und holländische Besucher für die positive Entwicklung ausschlaggebend. Generell zieht die Expo Riva zunehmend viele Ausländer an. Nur 42% der Besucher kamen bei der vergangenen Schuhmesse aus Italien, 70% aus dem Ausland. Indien, Brasilien und China sind hier mit Ausstellungshallen präsent. Zu den Erfolgsrezepten zählt sicher der frühe Messetermin und der Fokus auf mittlere und untere Preissegmente. Inzwischen organisiert die Expo Riva Schuh bereits eine Branchenmesse in Dubai. Zur Diskussion steht, diese Messe künftig zweimal jährlich zu veranstalten. Auch soll mittelfristig eine entsprechende Veranstaltung in Indien, möglicherweise auch in Brasilien und China stattfinden. Die Expo Riva Schuh entstand im Jahr 1973 auf Wunsch einiger deutscher Einkäufer, die hier jährlich mit den italienischen Firmen zusammentrafen. Ab 1996 wurde das einstige „lockere” Treffen in den Hotelräumen zu einer richtigen Messe umorganisiert, die inzwischen auch vom italienischen Schuhfachverband Anci flankiert wird. Sämtliche in den letzten Jahren parallel zur Micam entstandenen Schuhmessen (etwa in Bologna, Modena) wurden inzwischen geschlossen. Nur der Expo Riva gelang es zu überleben und kräftig zu expandieren. Messepräsident Roberto Pellegrin bestätigte, dass bis 2010 die neue Messe-Kongresshalle fertiggestellt werde. Anlässlich der 70. Veranstaltung der Expo Riva wird eine von der Mailänder Elite-Universität Bocconi erarbeitete aktuelle Studie über die Entwicklung am italienischen Schuhmarkt veröffentlicht werden. tkb EXPO RIVA Expo Riva Schuh: Die frühe Messe platzt aus allen Nähten Die Expo Riva hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für kommerzielle Anbieter entwickelt. Die Internationalisierung nimmt dabei deutlich zu. Viele hochgenrige Taschenfirmen haben die Mipel verlassen und präsentieren ihre Kollektionen in eigenen Showrooms, darunter auch Coccinelle (Foto)

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