Schuhmarkt
Aus für die Primetime Shoes
Das Aus der neuen Schuhmesse Primetime Shoes kam, bevor sie zum ersten Mal stattfand. (Foto: Screenshot primetime.shoes)

Zu wenig Strahlkraft: Aus für die Primetime Shoes

Nun ist es offiziell: Die Schuhmesse Primetime Shoes ist abgesagt. Der SchuhMarkt sprach mit Veranstalter Thomas Schneider.

Bevor sie zum ersten Mal stattfindet, sagt der Veranstalter die Messe Primetime Shoes ab. Ihre Premierenausgabe war vom 27. bis 29. Januar in Frankfurt/Main geplant, der SchuhMarkt berichtete ausführlich. Man habe das neue Konzept nicht umsetzen können, erklärt Mitorganisator Thomas Schneider die Absage der Messe.

Initiator der Primetime Shoes ist Yan Belyaev, Mitorganisator der Moskauer Euroshoe. Die Primetime Shoes wollte Aussteller und Marken nach Herkunftsländern strukturieren, um die Stärken eines Landes gebündelt präsentieren zu können. 

Der SchuhMarkt sprach mit einem enttäuschten Mitorganisator Thomas Schneider. "Wenn man so viel Energie in ein Projekt steckt und das dann letztendlich doch scheitert, dann ist das natürlich sehr enttäuschend." Er erläutert den Grund: "Wir konnten zu wenig namhafte deutsche Aussteller gewinnen, die genug Strahlkraft gehabt hätten, um die Messe interessant genug zu machen. Es hätte eindeutig an Attraktivität gefehlt!" Schneider selbst und Yan Belyaev hätten im Vorfeld mehr als genug Händler organisiert, so wäre zum Beispiel eine 100 Mann starke Delegation aus der ganzen Welt nach Frankfurt gereist. Rund fünf Monate vor dem geplanten Termin habe man bereits die 300-Besuchergrenze erreicht.

Auch auf Ausstellerseite war ausreichend Zuspruch für das Konzept vorhanden – allerdings von ausländischen Herstellern. Schneider: "56 Firmen aus der Türkei hätten den gesamten türkischen Pavillon belegt, auch Polen war bereits komplett gebucht." Nur aus Deutschland fehlten wie gesagt weitere große Namen – obwohl Ara, Tamaris, Salamander und Caprice schon gebucht hätten.

Zu den Gründen der Ab- bzw. Nicht-Zusagen der deutschen Schuhindustrie kann Thomas Schneider nur spekulieren, ansonsten sei er aktuell ziemlich ratlos. "Wir sind ja nicht blind in dieses Projekt hinein gegangen", rätselt er. "Es waren sehr viele interessierte Firmen dabei, umso mehr haben mich die mitunter sehr plötzlichen Absagen getroffen. "Vielleicht haben wir aber auch einfach nur die deutschen Hersteller zu wenig hofiert", sagt Schneider.

Er und Yan Belyaev, der morgen übrigens die unangenehme Reise nach Istanbul antritt, um das Aus den türkischen Schuhherstellern persönlich zu erklären, müssten das Ganze erst einmal in Ruhe analysieren. Dann werde entschieden, ob es einen erneuten Anlauf im Sommer gebe. Eine Sache allerdings stellen die beiden gewiss nicht auf den Prüfstand: "Wir denken nach wie vor, dass wir hier in Deutschland eine Exportmesse brauchen, die vom Markt akzeptiert ist. Wir sehen den Bedarf, der hier vorhanden ist." 

 

 

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