Schuhmarkt

Coole Dog-Boots

Eher zufällig hat ein niedersächsischer Unternehmer eine Marktlücke für sich entdeckt: Die Herstellung von Hundeschuhen. Funktionalität mit kleinem modischem Akzent ist dabei Trumpf. 18/06 Ilka Bünting

 

Eher zufällig hat ein niedersächsischer Unternehmer eine Marktlücke für sich entdeckt: Die Herstellung von Hundeschuhen. Funktionalität mit kleinem modischem Akzent ist dabei Trumpf.

"Dog-Boots“ dienen allerdings weniger modischen Aspekten, sondern sind vorrangig funktionell ausgerichtet. Der Stiefel für Hunde besteht aus elastischem Weich-PVC, der sich sehr gut an die Form der Hundepfoten anpasst. Schon vor Jahren hat Wilhelm Fennen aus der Not eine Tugend gemacht: „Ein Hundebesitzer fragte, ob ich einen Schutzschuh für die verletzte Pfote seines Tieres herstellen könnte. Im Laufe der Jahre haben wir die Methode immer weiter verfeinert“, erzählt der Inhaber einer Kunststoffverarbeitungs-GmbH, die Schutzelemente aus Weich-PVC herstellt.

Die speziellen Vorrichtungen zur Umsetzung hat er selbst entwickelt. Herausgekommen ist ein Produkt, das selbst in Diensthundekreisen gefragt ist. Dog-Boots schützen bei der Trümmersuche die empfindlichen Pfotenballen vor Schnittverletzungen oder ähnlichen Gefahrenquellen. Allgemein erleichtern sie die Behandlung von Verletzungen, bewahren die Wohnung vor Kratzspuren und schützen im Winter vor Nässe und vor allem vor Streusalz. Diese Hundeschuhe werden deshalb auch nur gezielt eingesetzt und nicht etwa 24 Stunden getragen. Zur Funktionalität gehört auch eine Profillaufsohle, die durch Einstanzung von Rillen entsteht. „Wir können sieben verschiedene Ausführungen anbieten“, erläutert Fennen. „Es gibt die Schuhgrößen 8 bis 14, die beispielsweise die Maße 4,5 x 6,5 Zentimeter oder sogar 8,0 x 9,5 Zentimeter beschreiben.“

Der Tragekomfort ist offensichtlich sehr hoch, wie Model Idefix eindrucksvoll demonstrierte. Nach anfänglichen Koordinationsproblemen waren die Fremdkörper an den Pfoten schnell vergessen. Wie bei den Zweibeinern, so müssen auch bei den Vierbeinern neue Schuhe erst eingelaufen werden. Die Schnürer schränken die Bewegungsfreiheit nicht ein. Auch Idefix konnte schnell zum Tagesprogramm übergehen. Das heißt bei einem Hund der Rasse Jack Russell Terrier: volle Kraft voraus. Aber ganz unbeachtet bleibt der modische Aspekt nicht, denn den Pfotenschutz gibt es neben schlicht Schwarz auch in peppigem Knallrot.

Die coolen Treter kosten zwischen 20 und 25 Euro.Vertriebstechnisch kann der Unternehmer neben dem Hausverkauf bereits einige Großhändler vorweisen. Es gibt sogar Anfragen aus dem Ausland. Eine Marktnische in der Schuhproduktion, die sich in dieser Form eventuell etablieren könnte? „Sogar ein chinesischer Geschäftsmann hat großes Interesse an den Dog-Boots bekundet“, sagt Wilhelm Fennen nicht ohne Stolz. Bisher kommt jährlich eine noch überschaubare Anzahl von 400 Paaren auf den Markt. Ob aus den kleinen Boots eine ganz große Sache erwächst, wird die Zukunft zeigen. Auf alle Fälle ist eines klar: Auch diese Schuhe made in Germany stehen für Qualität, Funktionalität und großen Tragekomfort. Weitere Infos sind auf der Info-Website www.hundeschuh.de einsehbar. 18/06 Ilka Bünting

 

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