Schuhmarkt

Lounge-Charakter

Zwei IT-Spezialisten haben in Stuttgarts Königsbau-Passagen das Franchise-Konzept Evita Shoes entwickelt.Warenpräsentation, Kundenservice und Store-Design werden hier neu definiert. 50 Evita-Shops sollen binnen fünf Jahren entstehen. 24/06 Ilona Sauerbier

Die Konzepte von Zara und H&M haben Stephan Keck (39) und Matthias Schulte (33) die Blaupausen geliefert. Dann musste noch ein Name gefunden werden, „der etwas südländisch klingt, und bei dem die Leute das Gefühl haben, diesen Namen schon mal gehört zu haben.“ Seit wenigen Monaten gibt es die Evita Shoes GmbH in Stuttgarts Königsbau-Passagen. „Ein Lifestyle-Konzept mit viel Emotion“, wie es Geschäftsführer Matthias Schulte definiert.

„Mit unserem Know-how als Marketing-Dienstleister können wir uns in der etwas angestaubten Schuhbranche deutlich von den klassischen Anbietern absetzen“, nennt Schulte seine Zielsetzung. Gemeinsam mit Keck führt er zudem seit acht Jahren ein Unternehmen, das als Marketing- und Management-Dienstleister in der IT-Branche tätig ist. Evita Shoes zeigt auf 150 qm Verkaufsfläche das sportlich-elegant ausgerichtete Sortiment. Drei Vollzeit-Mitarbeiterinnen sind um die Kunden bemüht.

Optisch reihen sich die Schuhe in einer bequemen Betrachtungslinie in Bauchhöhe vor dem Kunden auf. Darunter befinden sich edel gestylte Schubläden, die mit der jeweiligen Größe beschriftet sind. Das erspart den üblichen Gang des Personals ins Lager. Das Sortimentskonzept teilt sich zu 80 Prozent auf Damenund zu 20 Prozent auf Herrenschuhe auf. Damenschuhe tragen das Label Evita Shoes und werden in Italien und Spanien produziert. Preislagen pendeln von 90 bis 120 Euro VK. Herrenschuhe laufen noch nicht über die Eigenmarke. Hier beliefert ausschließlich die Marke Belmondo das Sortiment.

Evita ist modern und reduziert gestylt. Warme Holztöne sorgen für einen gepflegten Lounge-Charakter. Über Projektoren werden mit Bildern tapezierte Wandstreifen zu Multimedia-Spots. Im Relax-Corner gibt es Espresso. Mit regelmäßigen Afterwork- Events klingen „relaxte Shopping-Erlebnisse“ aus. „Zum letzten Afterwork-Event kamen 120 geladene Kunden“, freut sich Schulte. Um die Kunden bei der Stange zu halten, haben Matthias Schulte und Stefan Keck den Evita Shoes Club gegründet, bei dem Mitglieder von einem Rabattsystem profitieren. Zehn Prozent gibt es bereits auf das zweite gekaufte Paar Schuhe und 20 Prozent auf das dritte Paar.

Da viele Modelle einen Grundleisten haben, der mit unterschiedlichen Absatzhöhen und Farben kombiniert wird, sei es nicht selten, dass gängige Schuhe zweimal gekauft werden. „Da kann man das zweite Paar gleich günstiger mitnehmen.“ Inzwischen zählt der Club 700 Mitglieder, die zudem von der Möglichkeit von Online- Reservierungen Gebrauch machen können. Nach der Eröffnung des Pilotstores haben die beiden Schuh-Newcomer noch große Pläne. Matthias Schulte: „In den kommenden fünf Jahren sollen 50 Evita Stores im Rahmen eines überregionalen Franchise- und Filialsystems entstehen.“ Für diese Expansion sucht man allerdings noch stille Kapitalgeber und potenzielle Investoren, die – wenn möglich – Branchen- Insiderwissen mitbringen sollten. 24/06 Ilona Sauerbier

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