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„Gebrauchte“ Software ist billiger

Im Gegensatz zu fast allen anderen Produkten nutzt sich Software nicht ab. „Das Konzept ‚Gebraucht-Software hat uns gleich neugierig gemacht“, berichtet Hans Werner Stang, IT-Leiter bei Woolworth. 24/07 Peter Skop

Im Gegensatz zu fast allen anderen Produkten nutzt sich Software nicht ab. „Das Konzept ‚Gebraucht-Software hat uns gleich neugierig gemacht“, berichtet Hans Werner Stang, IT-Leiter bei Woolworth.

„Und als wir uns bei unserem nächsten Software-Einkauf an Used- Soft wandten, konnten wir tatsächlich mehr als 40 Prozent sparen.“ Neben Woolworth profitieren viele andere deutsche und internationale Unternehmen und Organisationen von den Preisvorteilen „gebrauchter“ Software, heißt es in einer Mitteilung der HHS UsedSoft GmbH, München. Sowohl aktuellste Versionen als auch ältere Programme stehen auf dem Gebrauchtmarkt umfangreich zur Verfügung. Verbindungen zu Anwendern im internationalen Bereich sowie zu Insolvenzverwaltern machen es möglich.

Durch Überlizenzierungen bei Unternehmen stehen oft auch aktuelle Versionen in großem Umfang zum Kauf bereit. Nicht nur der Preis ist ein Argument für Käufer „gebrauchter“ Software: So muss ein Nachfolgeprodukt nicht unbedingt besser sein, eine neue Software verlangt Einarbeitungszeit und eventuell höheren Hardwareanforderungen oder auch die übrige Software ist nicht kompatibel mit dem neuen Produkt.

Rechtssicherheit.

UsedSoft bietet nach eigenen Angaben seinen Kunden beim Kauf „gebrauchter“ Software-Lizenzen Rechtssicherheit. Bereits vor sieben Jahren entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass der so genannte urheberrechtliche Erschöpfungsgrundsatz auch für Software gilt. Das bedeutet, dass sich das Verbreitungsrecht eines Herstellers in dem Moment erschöpft, in dem er die Software zum ersten Mal verkauft. Der Handel und Weiterverkauf von Software- Lizenzrechten ist somit grundsätzlich zulässig.

Dies hat auch das Landgericht Hamburg unlängst bestätigt. In ihrem Urteilsspruch betonten die Richter darüber hinaus ausdrücklich, dass auch die Aufsplittung von Microsoft-Volumenlizenzen geltendem Recht entspricht. Das Urteil wurde jüngst vom OLG Hamburg bestätigt.Gebraucht-Softwarehändler raten an, beim Softwarekauf stets auf die Aushändigung eines Datenträgers zu bestehen, um sich das Eigentum an der bezahlten Ware zu sichern. UsedSoft bietet seinen Kunden darüber hinaus ein notarielles Testat. Neben den Käufern „gebrauchter“ Software können natürlich auch die Verkäufer von dem UsedSoft-Geschäftsmodell profitieren.

24/07 Peter Skop

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