Schuhmarkt

Ruckzuck umgebaut

Ein Jahr nach der Eröffnung einer neuen Filiale hat das Viersener Schuhhaus Kocken jetzt auch das Stammgeschäft neu gestaltet. Das wertigere Ambiente wie auch das erweiterte Angebot stießen auf positive Kundenresonanz. 21/06 Ulrike Lach

Ein Jahr nach der Eröffnung einer neuen Filiale hat das Viersener Schuhhaus Kocken jetzt auch das Stammgeschäft neu gestaltet. Das wertigere Ambiente wie auch das erweiterte Angebot stießen auf positive Kundenresonanz.

"Alles raus, alles neu“ – so lautete die Devise im Schuhhaus Kocken in Viersen-Dülken. In einem vierwöchigen Kraftakt wurde das Erdgeschoss einer kompletten Schönheitskur unterzogen.Vorbild für den Umbau des Best-Partner-Stores im Ariston-Nord-West-Ring war die eigene Filiale, die ein Jahr zuvor eröffnet worden war.

Realisiert wurden beide Projekte von Ladenbau Schmitt in Würzburg. Dabei waren die Vorgaben durch Inhaberin Inge Kamp klar: „Wir wollten ein wertiges Ambiente, das sich hinter den Großstadtgeschäften nicht zu verstecken braucht, aber trotzdem einladend und gemütlich ist. Die Kunden sollen sich trauen hereinzukommen und alles anzufassen.“

Dass dieses Ziel erreicht wurde, zeige ihr die Kundenresonanz. „Auch wenn einige zunächst skeptisch waren, sind jetzt alle rundherum begeistert.“ Neu hinzugekommen ist eine kleine Auswahl an Damenmode von Gerry Weber, aber dies ist nur ein Grund dafür, warum der Durchschnittsbon nach dem Umbau gestiegen ist. Ein anderer ist die ansprechende Präsentation der Schuhmode in Kombination mit hochwertigen Lederaccessoires wie Taschen, Geldbörsen und Gürteln.

Die neuen Deko-Podeste in Wenge-Optik bieten viel Platz für eine „appetitanregende“ Warenpräsentation. „Wir dekorieren im 14-Tage-Rhythmus um und zeigen schon früh einige Highlights der neuen Saison, um Begehrlichkeiten zu wecken“, so Inge Kamp.

Heller und freundlicher

Der größte Unterschied zum vorherigen Store Design fällt sofort ins Auge: Ein großflächiges Podest, auf dem früher die Sportmode gezeigt wurde, ist entfernt worden. Dadurch wirkt die Verkaufsfläche viel aufgeräumter und ruhiger. Außerdem ist alles viel heller und freundlicher – auch eine Zielsetzung, die der Geschäftsinhaberin sehr am Herzen lag. Das Tageslicht, das durch ein Oberlicht und die großen Schaufensterfronten hereinfällt, wird durch eine Lichtnische an der Decke sowie eine Vielzahl von schwenkbaren Einbaustrahlern ergänzt. Zudem wurde der dunkle Teppichboden durch einen helleren ersetzt. Ein anderer Bodenbelag kam für Inge Kamp nicht in Frage: „Wir haben mit Teppich sehr gute Erfahrungen gemacht. Mit der Pflege oder unschönen Abnutzungserscheinungen hatten wir nie Probleme, und für die Kundenfüße ist es einfach angenehmer.“

Der helle Teppichboden harmoniert hervorragend mit den Säulenverblendungen aus geschichteten Natursteinen – ein Gestaltungselement, das von den Ladenbau-Spezialisten aus Würzburg auch in der Filiale in Viersen eingesetzt wurde. Für die Rückwände der Warenträger wurde ebenfalls ein heller Ton ausgewählt, und die Mittelraumpräsenter sind wie die Dekopodeste in Wengeoptik.

Einen angenehmen Kontrast zu diesen Naturtönen bilden die Sitzmöbel in Dunkelrot.Um das einheitliche Erscheinungsbild des Geschäftes nicht zu gefährden, ist die visuelle Differenzierung der Abteilungen bewusst dezent gehalten. In der Herrenabteilung sorgt eine tapezierte Wand in Streifenoptik für eine andere Wahrnehmung und in der Kinderabteilung sind es Großfotos über den Wandabwicklungen, die der Zielgruppe den richtigen Weg weisen.

Hier finden sie Kinderschuhe für jeden Einsatzzweck bis hin zu Sportschuhen und auch eine kleine Auswahl an Kinder-Sportbekleidung. „Es hat sich als praktischer erwiesen, das ganze Kinderthema im Erdgeschoss zusammenzufassen“, begründet Inge Kamp die „neue Ordnung“, die auch beinhaltet, dass ansonsten alles Sportive jetzt im Untergeschoss platziert ist. Vorteil dieser neuen Lösung: Im Erdgeschoss kann der Platz für die schönere Präsentation der vergrößerten Taschenauswahl genutzt werden. Zu diesem Zweck wurden neue Vitrinen und Wandnischen geschaffen, die einzeln platzierten Modellen einen schönen Rahmen geben.

Schuhhaus Kocken

Projekt: Komplettumbau Erdgeschoss mit 270 qm

Gesamte Verkaufsfläche: 400 qm (auf zwei Ebenen)

Umbauzeit: vier Wochen (mit neun Schließungstagen)

Neueröffnung: August 2006

Planung und Realisation: Schmitt Ladenbau, Würzburg

Licht: CPA Lichtkonzept, Lüneburg

21/06 Ulrike Lach

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