Schuhmarkt

Sonne wärmt Dockers-Umsätze

Gerli Deutschland verzeichnet vier Prozent Plus gegenüber Jahresanfang 2006. Auslandsgeschäfte und Damenware befinden sich im Aufwärtstrend. 13/07 Fred G. Schütz

Gerli Deutschland verzeichnet vier Prozent Plus gegenüber Jahresanfang 2006. Auslandsgeschäfte und Damenware befinden sich im Aufwärtstrend.

Die wärmende Frühlingssonne und ein entsprechend „sehr, sehr gutes Nachordergeschäft” haben die Frühjahrsumsätze der Gerli GmbH (Dockers) erblühen lassen: Vier Prozent Plus gegenüber 2006 lassen Gerli-Geschäftsführer Ralf Grossmann auf ein ebenso gutes Sommergeschäft hoffen. „Das ist aber noch kein Grund, Salto zu schlagen” sagte Grossmann bei der Jahrespressekonferenz seines Unternehmens am Stammsitz im pfälzischen Merzalben. Die Erfahrung des Jahres 2006, das für Dockers sehr hoffnungsvoll begonnen hatte, dann aber zum Jahresende doch ein Umsatz-Minus gegenüber 2005 von acht Prozent beschert habe, wirke hier nach.

Ziel seien nun die Umsätze des Jahres 2005, bei Jahrespaarzahlen zwischen 3,7 und 3,8 Millionen. 2006 erreichte die Schuh-Import und Export Gerli GmbH, Merzalben, 35 Millionen Euro, 2005 33 Millionen Euro Umsatz (Quelle: Creditreform). Direktgeschäfte und Umsätze von Gerli Asia und Gerli Spanien hinzugerechnet, deren Anteil am Gesamtumsatz Grossmann mit circa 60 Prozent angibt, ergibt sich rechnerisch ein Gesamtumsatz von circa 82,5 Millionen Euro (2006).

Über die konkreten Umsatzzahlen machte Grossmann selbst keine Angaben. Störfaktoren für das Geschäft 2007 sieht Grossmann vor allem in den anziehenden Preisen bei Leder und Grundmaterialien, aber auch in steigenden Lohnkosten und den Anti-Dumping-Zöllen für Schuhimporte aus China und Vietnam. Gerli lässt vor allem in Asien, einen kleinen Teil aber auch in Portugal und Brasilien bei insgesamt 17 Lieferanten produzieren. Hauptproduktionsstandorte sind Thailand, Vietnam, China und Birma.

Wegen logistischer Unbequemlichkeiten hat man nun auch die Produktion wieder von Birma nach Vietnam zurückgeholt, wo 2006 rund 600 Mitarbeiter entlassen worden waren. Gleichwohl bleibt die Produktion in Birma erhalten Gerli mit seiner Marke „Dockers“ ist vor allem auf dem Inlandsmarkt erfolgreich, hat aber auch das Auslandsgeschäft auf nun 30 Prozent am Umsatz ausgeweitet. „Vor allem Frankreich hat sich gut entwickelt, Skandinavien läuft sehr gut”, sagte Grossmann. Ein nennenswerter Markt sei auch die Türkei, wo die Kooperation mit einem türkischen Partner für 150 000 Paar Schuhe im Jahr gut sei.

Erfolgreich sei Dockers auch im Damenbereich gewesen - „ein langsamer, aber stetiger Prozess“. Das Geschäft nach den Sparten Herren, Damen und Kinder teile sich zu 55, 40 und 5 Prozent. Gut gelaufen sei das Geschäft Herbst/Winter mit Langschaftstiefeln, Frühjahr/ Sommer mit offener Ware und Canvas-Modellen. In die kommende Frühjahr/Sommer-Saison geht Dockers mit 100 Prototypen in 25 Produktgruppen. Gute Chancen verspricht man sich bei Damen und Herren mit Modellen in Weiß, mal mit Metallic-Applikationen (Damen) oder kräftigen farblichen Akzenten optisch aufgewertet (Herren). Ballerinas und Trekking-Sandalen bleiben Thema. 13/07 Fred G. Schütz

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