Schuhmarkt

Bank beteiligt sich an Prada

Die Banca Intesa finanziert neue Schuhe für Prada. Der Konzern braucht Mittel für die Church’s-Übernahme. 18/06 Thesy Kness-Bastaroli

Italiens zweitgrößte Bank, die Banca Intesa, will für rund 300 Mio. Euro fünf Prozent des Mailänder Modehauses Prada erwerben. Dies wurde aus Bankkreisen bestätigt.

Banca Intesa hat als Modeunternehmen-Sanierer Tradition und vor zwei Jahren dem Mailänder Modehaus Versace eine Unternehmensanleihe vorfinanziert. Prada konnte in dem am 31. Januar 2006 abgeschlossenen Geschäftsjahr 2005/06 den Umsatz um zehn Prozent auf 1,33 Mrd. Euro erhöhen. Der Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 30 Prozent auf 201 Mill. Euro zu. Laut Informationen aus Unternehmenskreisen wird Prada im Jahr 2007 den Börsengang wagen.

Das Unternehmen beziffert seinen Wert mit 2,75 Mrd. Euro. Die Modefirma hatte bereits 2001 den Weg zur Börse eingeschlagen, nach finanziellen Schwierigkeiten war daraus aber dann doch nichts geworden. Banca Intesa hatte Prada bereits im Vorjahr mit der Umstrukturierung der 700 Mio. Euro Schulden unter die Arme gegriffen. Prada braucht frische Mittel, um die britische Schuhfirma Church’s ganz zu übernehmen. Derzeit hält Prada 45 Prozent der Anteile, die restlichen 55 Prozent werden von der Private-Equity-Gesellschaft Equinox kontrolliert. Prada hat bis 2007 ein Vorkaufsrecht für die Anteile.

Obwohl Prada in den vergangenen Monaten die ertragsschwachen Tochtergesellschaften Jil Sander (an die britische Private-Equity-Gesellschaft Change Capital) und Helmut Lang (an die japanische Link Theory) abgestoßen hat, bleiben die Schulden der Dachholding, Prada Holding BV, und der Holding Ltd mit 800 beziehungsweise 700 Mio. Euro noch relativ hoch. 18/06 Thesy Kness-Bastaroli

Verwandte Themen
Auslaufmodell Stiefelkönig weiter
Puma Shopfläche Showroom Frauen Breuninger Stuttgart
Puma eröffnet Shopfläche und Showroom für Frauen weiter
Tiggers Dresden Werksverkauf
Tiggers startet Werksverkauf in Dresden weiter
Lloyd Store-Konzept China Peking
Lloyd mit neuem Store-Konzept in China weiter
Schuhplus Kundenzufriedenheit Kay Zimmer
Zufriedene Kunden bei Schuhplus weiter
Der Zalando-Vorstand (v.l.): Rubin Ritter, Robert Gentz und David Schneider
Zalando-Gewinn leicht gesunken weiter