Schuhmarkt

Garant zieht positive GDS-Bilanz

Düsseldorfer Verbundgruppe sieht sich bei Dienstleistungen und Warenangebot auf dem richtigen Weg. 2006 werden 780 Mio. Euro Zentralregulierungsumsatz erwartet. 07/06 Peter Skop

Über regen Besuch auf der GDS freute sich die Führung der Garant Schuh + Mode AG. Als stärkster Tag erwies sich der Sonntag. Wie Vorstandssprecher Robert Natter erklärte, wurden die täglichen Garant-Partnertreffs genutzt, um sich über die aktuelle Situation von Garant und deren Leistungen zu informieren und Neu-Vorstand Frank Schuffelen kennenzulernen. Am Montag erläuterte Insolvenzverwalter Friedrich W. Metzeler persönlich den Stand der Dinge. Laut Natter erklärte Metzeler den Händlern, dass die Finanzierung gesichert sei – durch klare Wohlwollenserklärungen auch bis zum 31. Dezember 2006. Des Weiteren lägen nun Angebote von Investoren vor. Der Gläubigerausschuss habe am 2. März 2006 zugestimmt, dass diese ein „due dilligence“-Verfahren durchführten, das heißt eine genaue Prüfung der Garant. Die Insolvenz verlaufe planmäßig, alles sei bisher entsprechend dem Zeitplan eingetroffen, wehrte Natter Vorwürfe in der Branche ab, das Insolvenzverfahren werde unnötig in die Länge gezogen. Für das Kalenderjahr 2005 – nicht identisch mit dem Geschäftsjahr – habe man einen Zentralregulierungsumsatz von 700 Mio. Euro prognostiziert und 691 Mio. erreicht. Für 2006 seien 780 Mio. Euro ZR geplant. Insgesamt habe die Garant heute rund 3 700 Mitglieder (Abnahme um etwa 7 Prozent) mit rund 5 500 Points of Sale. „Wir wollen durch Leistung überzeugen“, sagt Natter. Eine der Leistungen der Garant ist das Warenprogramm mit den Eigenmarken Firetti und Franco Buzzato. Die Programme würden von den Händlern sehr gut angenommen. Bereits vor der Messe sei man pari zum Vorjahr gewesen, erklärte Noch-Vorstandsmitglied Erika Reinhard. Glänzend verkauft wurden auch Taschen, die man den Garant-Händlern für sofort angeboten hatte. Ein Schwerpunktthema der Garant-Präsentation waren Kinderschuhe unter dem Motto „Hits für Kids“. Neben der Garant-Marke Topolino hatten zahlreiche Kinderschuhlieferanten Gelegenheit, sich ausführlich darzustellen. „Stiefel sind wichtig, Stiefeletten und Trotteurs jedoch auf keinen Fall zu vernachlässigen“, betont Reinhard, die sich künftig ganz auf den Bereich Ware konzentrieren wird. Bei den Farben sollten die Händler nicht allein auf Schwarz und Braun setzen, sondern mit Anthrazit, Viola und Oliv farbliche Akzente setzen. Auch Accessoires seien im modisch orientierten Schuhfachhandel sehr wichtig. Neue Vertriebskonzepte sind, von Holland ausgehend, in der Erprobung und Vorbereitung. So soll es künftig spezialisierte Sportgeschäfte, beispielsweise Running-Center wie in Holland bald auch in der Schweiz geben. Ein zweites Geschäft unter dem Titel „Line Footwear“ wurde am 17. März in ’s-Hertogenbosch eröffnet. Das Konzept geht von rund 20 Händlern aus. Darin soll ein gemeinsames Warenprogramm mit Kernkollektion und Aktuellware verwirklicht werden. Gemeinsame Werbung mit Prospekten und Anzeigen sowie ein gemeinsames Ladenbaukonzept sind weitere Stichpunkte der neuen Linie. Hinzu kommt ein abgestimmter Internetauftritt. Unterstützt werden die Aktivitäten durch den Geschäftsführer der Garant Niederlande und künftigen Geschäftsführer Marketing Europa, Richard Brekelmanns. Wie die Garant im Nachgang zur GDS mitteilte, sei bei den Fachhändlern wieder Optimismus festzustellen, was unter anderem die Bereitschaft zu Investitionen in Ladenbau oder Warenwirtschaft zeige.07/06 Peter Skop

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