Schuhmarkt
Hoffmann Group aus München errant den 1. Platz beim Deichmann-Förderpreis in Kategorie I – Berufliche Förderung durch Unternehmen. 2. v.l. Nazan Eckes, ganz rechts Heinrich Deichmann. Foto: Deichmann
Hoffmann Group aus München errant den 1. Platz beim Deichmann-Förderpreis in Kategorie I – Berufliche Förderung durch Unternehmen. 2. v.l. Nazan Eckes, ganz rechts Heinrich Deichmann. Foto: Deichmann

Deichmann-Förderpreise vergeben

Der Deichmann-Förderpreis zeichnet seit 2005 Projekte aus, die sich bei der Integration von benachteiligten Jugendlichen in Ausbildung und Beruf besonders engagieren.

Am 21. November überreichte der Essener Unternehmer und Vorsitzende des Verwaltungsrates von Europas größtem Schuheinzelhändler Deichmann, Heinrich Deichmann, zehn Projekten Preisgelder in Höhe von insgesamt 100.000 Euro. Die diesjährigen Preisträger kommen aus Hamburg, Berlin, München, Würzburg, Rostock, Bad Lippspringe, Zella-Mehlis und Sohren. Die momentane Entwicklung mache den Deichmann-Förderpreis so aktuell wie noch nie zuvor: Das beherrschende Thema in der öffentlichen Diskussion ist die große Anzahl an Geflüchteten, die es zu integrieren gilt. Viele der Preisträger widmen sich aktuell der Integration von jungen Geflüchteten.

Auf den ersten Platz in der Kategorie „Berufliche Förderung durch Unternehmen“ kam die „Hoffmann Group“. Das Münchener Unternehmen unterstützt mit seiner Unternehmensstiftung, der „Hoffmann Group Foundation“, seit 2006 Einrichtungen, die die Entwicklung benachteiligter und traumatisierter Kinder und Jugendlicher fördern.

In der Kategorie „Berufliche Förderung durch Vereine, öffentliche Initiativen und kirchliche Organisationen“ geht der Berliner Verein „Morus 14 e.V.“ als Sieger hervor. Jährlich kann der Verein mit über 150 Ehrenamtlichen bis zu 200 Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 20 Jahren aus dem Berliner Rollbergviertel mit ihren Mentoringprogrammen unterstützen.

In der Kategorie „Schulische Präventivmaßnahmen“ gewinnt die „Grundschule Schmarl“ aus Rostock. In der Grundschule lernen 290 Kinder aus über 20 Nationen mit 17 Lehrern in 16 Klassen, von denen sechs Diagnose-Förderklassen sind.

Mit dem Sonderpreis wurde die „Personal- und Arbeitsvermittlung Sabine Schnau“ ausgezeichnet. In den letzten zwölf Monaten konnten mehr als zehn Jugendliche mit Einschränkungen oder Behinderungen unterstützt werden. Durch ihr Engagement schafft es die zertifizierte Personal- und Arbeitsvermittlerin Sabine Schnau, Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen bzw. Behinderungen in versicherungspflichtige Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsverhältnisse unterzubringen.

Deichmann betont notwendiges Engagement jedes Einzelnen

Die Schirmherrschaft übernahm erneut die Moderatorin Nazan Eckes, die auch als Jury-Mitglied bei der Auswahl der Sieger des Förderpreises beteiligt gewesen ist. „Integration ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und mich wahrscheinlich ein Leben lang begleiten wird“, so die 41-Jährige, die im Alter von sechs Jahren mit ihren Eltern von der Türkei nach Deutschland kam.

Der Initiator des Förderpreises, Heinrich Deichmann, war bei der Preisverleihung vom Engagement in Schulen, Vereinen und Wirtschaft beeindruckt: „Die aktuelle Situation stellt Deutschland vor eine große Herausforderung. Hierbei ist es nicht nur Aufgabe von Politik und Behörden, Hilfsbedürftige zu unterstützen – auch das Engagement Einzelner ist gefragt. Unsere Preisträger zeigen vorbildlich, wie jungen Asylsuchenden und anderen benachteiligten Jugendlichen der Weg in Arbeit und Ausbildung geebnet werden kann. Fehlende Deutschkenntnisse, Behinderungen und andere Hemmnisse dürfen Jugendlichen nicht den Zugang zum Arbeits- und Gesellschaftsleben verwehren.“

Die Preisträger des Deichmann-Förderpreises für Integration 2017:

Kategorie I: Berufliche Förderung durch Unternehmen

  1. Preis: Hoffmann Group (München)
  2. Preis: Medizinisches Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe GmbH (Bad Lippspringe)
  3. Preis: Fink Gebäudetechnik GmbH & Co. KG (München)

 

Kategorie II: Berufliche Förderung durch Vereine, öffentliche Initiativen und kirchliche Organisationen

  1. Preis: Morus 14 e.V. (Berlin)
  2. Preis: Gefangene helfen Jugendlichen e.V. (Hamburg)
  3. Preis: torrivo e.V. Der Ausbildungspartner (Zella-Mehlis) Kategorie

 

III: Schulische Präventivmaßnahmen

  1. Preis: Grundschule Schmarl (Rostock)
  2. Preis: Paul-Schneider-Realschule plus und Fachoberschule Sohren-Büchenbeuren (Sohren)
  3. Preis: Don Bosco Berufsschule 
(Würzburg)

 

Sonderpreis:

Personal- und Arbeitsvermittlung Sabine Schnau (Hamburg)

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