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Crocodile Philosophy

Lacoste hat seinen ehemaligen Kultstatus zurück. Ein neues Image und frische Designideen geben der Marke wieder Glamour und Begehrlichkeit. Die denkmalgeschützte Alte Saline in Bad Reichenhall ist neuer Standort von P. B. Footwear. 01/07 Ilona Sauerbier

Lacoste hat seinen ehemaligen Kultstatus zurück. Ein neues Image und frische Designideen geben der Marke wieder Glamour und Begehrlichkeit. Die denkmalgeschützte Alte Saline in Bad Reichenhall ist neuer Standort von P. B. Footwear.

Unzählige kleine Lichter begleiten die Besucher über den breiten Kiesweg bis zur Alten Saline. Das historische Gebäude im Herzen von Bad Reichenhall, ehemals zur Verarbeitung von Salz aus den Berchtesgadener Bergen errichtet, ist am Abend wunderschön beleuchtet. Im Innern der charmanten Location: entspannte Loftatmosphäre, reduziertes Design und viele nette Leute. „Wir mussten unseren Standort wechseln, weil wir platzmäßig aus allen Nähten gekracht sind“, sagt Generalmanager Robert Stöckl zum Umzug von Freilassing nach Bad Reichenhall.

Und das dies eine gute Entscheidung war, lässt sich an seinem zufriedenen Gesicht ablesen. Seit November hat die P.B. Footwear, Zweigniederlassung Deutschland der Pentland Chaussures Ltd., ihren Standort in dem denkmalgeschützen Industriegebäude, das von dem niederländischen Archtitekten Frans de Haye gestylt wurde, bezogen: 250 Quadratmeter Bürofläche und ein 100 Quadratmeter großer Showroom. Ende Dezember wurde die Einweihung mit Kunden, Freunden und Presse gefeiert. Die P.B Footwear ist derzeit auf Erfolgskurs und plant, den zweistelligen Umsatzzuwachs auch im kommenden Jahr fortzusetzen.

Näher an die Mode und mehr Präsenz im hochwertigen Schuhhandel ist die Zielsetzung für die Zukunft. „Da wir im Sporthandel inzwischen sehr präsent sind, möchten wir stärker in den Premiumbereich einsteigen“, sagt Robert Stöckl. Speziell bei Modern Casual und im textilen Sportswear-Handel sehen wir uns gut aufgehoben“, so Stöckl, der seit letztem Jahr neben Deutschland auch den Vertrieb für Österreich und die Schweiz übernommen hat. Lacoste-Schuhe gehen im Moment an 375 Händler mit 700 Geschäften. 70 Prozent davon entfallen auf den Schuhhandel, 10 Prozent auf den Sporthandel, und den Rest teilen sich Textiliten auf. Bekannte Adressen wie Prange und Juppen in Düsseldorf, Zumnorde in Münster, Görtz in Hamburg, Sigrun Wöhr, Stuttgart, sowie Humanic und Stiefelkönig aus Österreich zählen zu den Kunden.

Robert Stöckl: „Durch die verschiedenen Produktlinien können wir gut selektieren, so dass wir offen sind für neue Vertriebsbereiche.“ Deutschlandweit gibt es 34 Lacoste-Franchise-Boutiquen und 13 eigene der Yello Sports GmbH, Köln, die für die textilen Lacoste-Produkte der französichen Mutter zuständig sind. Taschen kommen von Lizenzpartner Samsonite. Lacoste Footwear präsentiert zwei Kollektionen im Jahr, die ab Auslieferungslager im englischen Blackburn verschickt werden. Jedes Programm wird im Vorfeld von englischen Designbüros entwickelt und in der Pariser Zentrale abgesegnet. Hier sind, bereits in der dritten Generation, die Enkel des Firmengründers René Lacoste beschäftigt. Großbritannien, Frankreich, Deutschland und die USA sind die wichtigsten Exportländer. Deutschland hält dabei einen Umsatzanteil von fünf Prozent. Lacoste international verfügt aktuell über 908 Boutiquen in 100 Ländern. 77 davon sind reine Accessoireboutiquen. 01/07 Ilona Sauerbier

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