Schuhmarkt

Flip Flops im Schnee

Anne-Katrin Hummel ist Chefin der Flip Flops. Die studierte Architektin möchte das junge Label vom Badelatschen-Image befreien und gestaltet gerade eine ausgewachsene Kollektion daraus. Auch Kreppsohlen für den Winter sind dabei. 25/07 Ilona Sauerbier

Anne-Katrin Hummel ist Chefin der Flip Flops. Die studierte Architektin möchte das junge Label vom Badelatschen-Image befreien und gestaltet gerade eine ausgewachsene Kollektion daraus. Auch Kreppsohlen für den Winter sind dabei.

 

Im brütendheißen Sommer 2003 erwarb Bernd D. Hummel die Marke Flip Flop. Eine geniale Idee, denn die sommerlichen Patschen katapultierten sich binnen weniger Wochen zu Stückzahlen-Weltmeistern. Das Magazin Vogue kürte Flip Flops in dieser Zeit zum Must-have-Item und absoluten Kultschuh. Noch heute steht das Label als Synonym für alle Zehengreifer aus weichem Gummi. Und es gibt sogar einen Eintrag im Duden.

Bei Frauen verfügen Flip Flops über einen Bekanntheitsgrad von 90 Prozent. Inzwischen gehören zur Marke nicht nur Schuhe (50 %), auch Accessoires wie Taschen, Hüte, Modeschmuck (35 %) sowie Textilien (15%) ergänzen das Sortiment. Hinzu kommen Yoga-Taschen und -Matten und eine kleine Serie mit Yoga-Bekleidung. Die künftige Ausrichtung sieht ein Ganzjahresprogramm vor. Zum Winter 2008 werden daher auch Lackstiefel mit Kreppsohle im Programm sein. Für Männer gibt es die Originale mit Ledersohle.

Hinter der frischen, jungen Marke steht Anne- Katrin Hummel, 30, die seit der Gründung gemeinsam mit ihrem Vater das Berliner Unternehmen führt. Die studierte Architektin ist im Oktober in die Geschäftsführung der Hummel Holding berufen worden. Bedenken wegen des neuen Jobs hat sie keine, vielleicht ein paar Zweifel, wie sich die Vater-Tochter-Rolle im Unternehmen darstellt. Aber ihr Vater lässt sie machen und nimmt sie absolut ernst.

Anne-Katrin kümmert sich um Shop- und Produktentwicklung sowie den Messeauftritt der Flip Flop GmbH und genießt den Standort Berlin. Sicher kommt sie gerne ins heimatliche Pirmasens, zumal sie das gesamte Unternehmenskonzept verstehen will. Doch sei Berlin „als Input für das junge Label doch ein bisschen günstiger.“ Inzwischen ist Flip Flop auf dem Weg „weg vom Badelatschen-Image“ und steht für eine ausgewachsene Kollektion mit Schuhen, leichten Stiefeln, Bekleidung und Taschen.

Als neue Präsentationsform wurde die „Flip Flop Original Station“ entwickelt. Ein Rack-System, das im Handel in kleineren bis größeren Einheiten präsentiert werden kann. Derzeit liefert Flip Flop an 240 Kunden, darunter Modeläden und Schuhgeschäfte bis hin zum Versender Conleys. „Flip Flop ist klein, entwickelt sich aber prächtig, wir sind haarscharf am Break even und mehr als zufrieden“, sagt Bernd Hummel. Neben Stores in Berlin, Korea und Zypern wird es bald einen zweiten deutschen Standort in München geben. Während die Online-Aktivitäten bei Kangaroos eher bescheiden sind, entwickelt sich das Netzbusiness bei Flip Flop bestens. 25/07 Ilona Sauerbier

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