Schuhmarkt

Von Nude bis Bunt

Ein Hauch andalusischer Lebenslust sowie Inspirationen aus den 60er Jahren kennzeichnen die Pollini-Kollektion von Rifat Özbek für die Saison Frühjahr/Sommer 2006. Bei Schuhen reicht die Palette von Nude bis Bunt.

Ein Hauch andalusischer Lebenslust sowie Inspirationen aus den 60er Jahren kennzeichnen die Pollini-Kollektion von Rifat Özbek für die Saison Frühjahr/Sommer 2006. Bei Schuhen reicht die Palette von Nude bis Bunt. Pollinis neue Frühjahr-Sommer-Kollektion besticht durch eine feminine Linie mit italienischem Chic. Ein Bild von der neuen Kollektion konnten sich Einkäufer und Fachhandel jüngst in München machen, als Pollini sie vorstellte. Spanische Boleros und Matador-Hosen, dazu Punk-Metallic und Bleistift-Röcke sowie softe A-Linien in Minilängen sind die Highlights in der Damen-Bekleidung. „Die Farben sind sanft, aber klar: Sand, Aqua und dunkles Blau, dazu Klassiker wie Schwarz und Weiß sowie Koralle und Geranie“, sagt Pressesprecherin Ursula Giustina Crespi. Die passenden Schuhe entwarf Georgina Goodman: „Die neue Kollektion ist feminin und doch sexy“, meint Crespi. Designerin Georgina Goodman arbeitet viel mit gewebtem Leder. Niedrige Stiletto-Absätze dominieren bei den Peep Toes, sie sind tragbare sechs bis sieben Zentimeter hoch. Ein weiteres markantes Detail sind gemilderte Plateau-Sohlen. Technisch interessant sind geometrische Muster. „Die Lochmuster im Velours-Leder sind mit Lasern geschnitten“, erklärt Crespi. Außerdem charakteristisch sind schmale Fesselriemchen und dünne, gewebt wirkende Leder-Bänder: „So sehen die Füße aus, als seien sie nackt.“ Ein Glanzpunkt sind auch die Peep Toes in gewebtem Raffia-Leder und Punkador-Booties. Elegant und feminin wirken die zierlichen Mignon-Sandalen mit verspielten Details wie Seidenblumen und Glasperlen. Inspiriert von den 60er Jahren sind Applikationen wie Pailletten auf romantischen Pumps aufgenäht. Ein anderes Thema ist Schwarz-Weiß, am Abend dominiert Gold. SM 01/06 Astrid Filzek-Schwab SM 01/06 Pollini im Überblick Die Schuhmanufaktur Pollini hat eine lange Tradition: Schon um 1890 waren Romeo und Domenico Pollini als Schuhmacher in San Mauro Pascoli ansässig. 1953 wurde die Firma Pollini gegründet. In den 50er Jahren startete Pollini die industrielle Fertigung von Schuhen in der Emilia Romagna. 1963 produzierte Pollini auch Handtaschen und startete die Zusammenarbeit mit Gucci. Außerdem wurde die erste Boutique in Ravenna eröffnet. In den 70er Jahren begann die Zusammenarbeit mit Fashion-Designern wie Tivioli, Regina Schrecker oder Gattinoni. Pollini eroberte sich internationale Märkte. Das Unternehmen präsentierte seine Kollektion zwei Mal pro Jahr. 1979 wurden im Zuge der Zusammenarbeit mit Toyota-Yurya Boutiquen in Japan,1982 die ersten Franchise-Boutiquen in San Remo und Monte Carlo eröffnet. 1989 wechselte der Firmensitz nach Gatteo bei Forli, in der Nähe von Bologna. Pollini ist seit 2001 Teil der Fashion Group Aeffe. 2002 startete Pollini S.p.A die Produktion und den Vertrieb von Schuhen, designt vom Moschino Fashion House. Die „Ready-to-Wear“-Linie des türkischen Designers Rifat Özbek gibt es seit 2003. Heute beschäftigt Pollini 330 Mitarbeiter. Beide Kollektionen, „Ready to wear“ und Pollini S.p.A werden in Italien gefertigt. In der neuen Kollektion gibt es 200 verschiedene Damenschuhe und etwa 300 Modelle aus der Linie Studio Pollini. „Wir produzieren und vertreiben die Pollini- und die Studio-Pollini-Kollektion für Damen und Herren“, so Ursula Giustina Crespi. Studio Pollini ist die jüngere und trendigere Linie. Hier finden sich etwa Keilabsätze, Kork-Plateausohlen und Nietenschmuck. Insgesamt gibt es 29 Pollini-Mono-Brand-Shops. 13 davon werden direkt von Pollini betrieben, 16 sind in Franchise vergeben. Showrooms existieren in Mailand, New York und Paris. SM 01/06

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