Schuhmarkt
Foto: Anika Schuh
Foto: Anika Schuh

Insolvenzverfahren über Anika Schuh eröffnet

Das Amtsgericht Neubrandenburg hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über das Vermögen der Anika-Schuhhandels GmbH & Co. KG eröffnet.

Am 1. Dezember hat das Amtsgericht Neubrandenburg der Anika-Schuhhandels GmbH & Co. KG den Beschluss über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zugestellt. Es wurde Eigenverwaltung angeordnet und Rechtsanwalt Christian Plail, Augsburg, zum Sachwalter bestellt. Gleichzeitig wurde der Berichtstermin zur Beschlussfassung der Gläubigerversammlung über die eventuelle Wahl eines anderen Sachwalters, über die Beibehaltung eines Gläubigerausschusses sowie über weitere rechtliche Angelegenheiten und auch der Prüfungstermin auf den 26. Februar 2018 festgesetzt.

Der Insolvenzantrag war am 6. Oktober des Jahres beim Insolvenzgericht in Neubrandenburg eingegangen. Dabei wurde die Anordnung der Eigenverwaltung von Anika beantragt. Das Amtsgericht sieht keinen Anlass zur Befürchtung, dass die Anordnung zu einer Verzögerung des Verfahrens oder zu sonstigen Nachteilen für die Gläubiger führen könnte.

In einem Schreiben an die Geschäftspartner hatte Anika am 29. November auf die störungsfreie Arbeit unter dem Schutzschirmverfahren, das am 6. Oktober eröffnet wurde, hingewiesen. Alle Prozesse, inklusve der Warenversorgung, liefen valide, alle Order-Aufträge für Frühjahr/Sommer 2018 seien bestätigt und deren finanzielle Abwicklung geklärt worden. Mit der Vorbereitung aller Sanierungsmaßnahmen und der Insolvenz in Eigenverwaltung ist das Ziel dieses Schutzschirmverfahrens erreicht.

Die geplanten Sanierungsmaßnahmen sind: Umfangreiche Entscheidungen im Filialnetz (Konditionenanpassungen, Mietvertragsbeendigungen), die Prüfung und Individualentscheidungen zu allen Dienst- und Leistungsverträgen sowie die Reorganisation der Verwaltungsprozesse.

Jörg Ullbrich gründete Anika Schuh

Anika Schuh wurde Anfang der 90-er Jahre von Jörg Ullbrich gegründet und verfügt derzeit über rund 60 Standorte. Das Unternehmen arbeitet eng mit der Leiser-/Schuhhof zusammen, dessen geschäftsführender Gesellschafter Steffen Liebich im Oktober dieses Jahres zusätzlich in die Geschäftsführung der Anika-Schuhhandels GmbH, Neustrelitz, eingetreten ist. Die Leiser-Gruppe hat Liebich, der dort Geschäftsführer war, 2015 von der Seibel-Gruppe übernommen. Am 26. Mai waren die Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über die Unternehmen der Leiser- und Schuhhof-Gruppe eröffnet worden.

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