Schuhmarkt

Senkrechtstarter

Seit der Eröffnung des ersten Tamaris-Stores in Berlin sind gerade einmal acht Monate vergangen. Nach vier weiteren Standorten folgte nun Ende Mai der neue Flagship-Store in Berlins neuen Hauptbahnhof Lehrter Bahnhof. 12/06 Peter Skop

Tamaris hat erst Ende September 2005 den ersten Monomarkenstore in Berlin eröffnet. Einschließlich des Ende Mai eröffneten Flagship- Stores in Berlins Lehrter Bahnhof (Bericht folgt) haben fünf weitere Läden aufgemacht.

Dazu kamen vier Shop-in-Shop-Lösungen. Für den Rest des Jahres sind derzeit für weitere sechs Tamaris-Systemflächen die Eröffnungstermine festgelegt. Alle bestehenden Flächen liefen deutlich über Plan, sagt Jens Beining, Marketingleiter beiWortmann und für die Marke Tamaris verantwortlich. Als Indiz für den Erfolg des Konzepts führt er die Tatsache an, dass einige Systempartner bereits ihren zweiten Tamaris-Store planen. „Tamaris-Stores sind mehr als nur ein Shop- System“, so Beining.

Es handele sich vielmehr um eine Systempartnerschaft, fast ein Franchisesystem. „Als Systemgeber müssen wir an alles denken“, erklärt er den hohen Anspruch an das eigene Haus. Die nach eigenen Worten optimale Symbiose von Handel und Hersteller bezeichnet er als „Wortmann-Vertikale“. „Eigene Geschäfte wird es nicht geben“, so Beining. Man setze auf den Fachhandel und schließe andere Vertriebskanäle aus, stellt er die unbedingte Fachhandelsgebundenheit der Tamaris-Systempartnerschaft klar.

Der Fachhandel profitiert von der hohen Markenbekanntheit von Tamaris. Einige Millionen Euro flossen bereits in die Werbung und vor wenigen Wochen wurde das Budget noch einmal um 40 Prozent erhöht. Es handele sich um das höchste Werbebudget eines deutschen Schuhherstellers, erklärt Beining. Der Fokus der Tamaris-Planung liegt auf den Stores, erst in zweiter Linie auf Shop-in-Shop. Bei ersteren muss mit Quadratmeterkosten von 485 und bei den SiS mit 375 Euro gerechnet werden. Das Store-Konzept stammt vom Büro Moysig in Herford, das auch für Puma arbeitet.Viel Wert wurde auf die Atmospäre gelegt. „Wir haben uns eher an den Textiliten orientiert“, erläutert Beining. Die Einrichtung sei „italienisch“ und wertig, die Preise „schottisch“, so Beining.

Tamaris sei breit positioniert, was Alter und Einkommensgruppen der Kundinnen angehe. Zum Tamaris-System gehören Verkaufsförderungsmaßnahmen, die für das ganze Jahr durchgeplant sind, ein einheitliches Tamaris-Outfit (nur in den Stores) mit Namensschildern für die Mitarbeiter, die Ladenausstattung – von der Bonuskarte bis zu den Pflegemitteln zum Ende des Jahres –, Endverbraucherprospekte und sogar ein eigenes Tamaris-Store-Radio. Dieses sendet live über Internet und wird in der Musikauswahl an die Tageszeit angepasst. Schulungen und Seminare finden sowohl für das Verkaufspersonal als auch als saisonale Workshops mit den Systempartnern statt. Das Sortiment besteht aus der Systemkollektion (320 Artikel), aus der 60 bis 70 Artikel im Laden geführt werden sollten (Shops: 30 aus 200), mit einem Kern an Werbeartikeln.

Mit den Partnern wird eine genaue Einkaufsplanung verabredet. Bevorzugte Behandlung erfahren die Systempartner durch ein Systempartnerlager. Wortmann bezuschusst die Möblierung mit 50 Prozent und bietet besondere Valutierungen in den ersten drei Saisons. Der Systemprozess ist auf elektronischen Datenaustausch angelegt und hat sein Vorbild bei den Textiliten.12/06 Peter Skop

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