Schuhmarkt

Höchste Zeit für Online-Shops

Die Warenwirtschaftssystemanbieter Ariston Informatik und MZ Consulting arbeiten eng zusammen. Zwei neue Kundenbetreuer wurden eingestellt. 10/06 Peter Skop

Die Anbieter von Warenwirtschaftssystemen Ariston Informatik und MZ Consulting wollen die Installation von Online-Shops forcieren. Andreas Luthardt, Geschäftsführer der Ariston Informatik GmbH, Neuss, und Michael Zeuschner, Geschäftsführer der MZ Consulting GmbH, Dortmund, glauben, dass es nun höchste Zeit wird für Händler, die in das Online-Geschäft einsteigen wollen.

„Es ist schon spät, da es bereits einige Unternehmen gibt, die den Markt gut bedienen“, meint Zeuschner im Gespräch mit SchuhMarkt. Derzeit ist man dabei, den vorhandenen Internetshop auszubauen und radikal zu vereinfachen. Großen Wert legen die Entwickler auf die hohe Qualität der zu verwendenden Schuhfotos. Ziel ist eine einfache Bedienung für den Endverbraucher und ein einfaches Handling durch den Shop-Betreiber.

 

„Vier Klicks bis zur Bestellung“ müssen genügen, so Zeuschner. Wichtig für den Schuhhandel wird dabei die Anbindung an die Warenwirtschaft sein. Dort wird einfach mit einem Kästchen markiert, welcher Schuh ins Netz gestellt werden soll. Dass von der Neuentwicklung künftig nicht nur die Kunden von MZ profitieren, sondern ebenfalls die des Neusser His-Anbieters Ariston Informatik, liegt an einem Anfang des Jahres geschlossenen langjährigen Partnerschaftsvertrag.

In dessen Rahmen hat Ariston Informatik die Rechte an der Warenwirtschaftssoftware von MZ übernommen. Beide Unternehmen arbeiten jedoch weiterhin eigenständig. Die enge Kooperation führt dazu, dass His-Anwender nun Module von MZ aufnehmen können und umgekehrt. So können MZ-Anwender künftig vom Kartenbezahlsystem His Cash, das rund 1000 Mal installiert ist, profitieren. Neueste Entwicklung hier ist ein virtuelles Zahlungs-Terminal. Dieses System wurde im September vorgestellt und läuft bereits auf rund 80 Kassen, so Luthardt. Beide Warenwirtschaftssysteme könnten auch weiterhin parallel laufen, erklären die beiden Spezialisten, denn MZ bediene in erster Linie die Macintosh-Welt, während Ariston Informatik die PC-Welt abdecke.

Rund 770 Installationen zählen die Neusser. His-Anwender gehören zu 44 Prozent den Verbundgruppen ANWR und Sport 2000 an und 26 Prozent sind ungebunden. Der Rest verteilt sich auf Garant-, Sabu-, Rexor-, Zusa- , Esge-Garant-, SwissShoe-, Assima-, GEB und Intersportmitglieder. Der größte Anwender verwaltet 110 Filialen. Mit 52 Installationen sieht sich Ariston Informatik in der Schweiz als Marktführer. Zu den Anwendern gehören nicht nur Händler aus der Schuh- und Modebranche, sondern auch Lieferanten, die für Fabrikverkauf oder ihre Shops Warenwirtschaftslösungen suchten.

Aktuell wurden zwei neue Mitarbeiter für die Kundenbetreuung eingestellt, um den steigenden Anwenderzahlen gerecht zu werden. Insgesamt beschäftigen beide Unternehmen zusammen 21 Mitarbeiter. Wachstumsmotor bei Ariston Informatik ist derzeit die ASP-Lösung des Warenwirtschaftsystems His ASP (Application Service Providing: Software-Zugriff über Internet). Bei diesem System braucht der Anwender keine Warenwirtschaftssoftware auf der eigenen Hardware zu installieren, Aktualisierung und Datenverwaltung geschieht über die Ariston- Informatik-Server.

 

„Der Kunde hat so immer die modernste Lösung“, erklärt Luthardt. In zwei getrennten Rechenzentren werden die Daten gesichert und derzeit sei man dabei, die Hardware ebenfalls zu „spiegeln“. Die maximale Ausfallzeit – „nur im Katastrophenfall, bei einer kompletten Zerstörung eines Rechenzentrums“ – soll dann 24 Stunden betragen. 10/06 Peter Skop

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