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Der Hit: Mobiles Marketing

Noch nie hatten Jugendliche eine so große Auswahl an Kommunikationsmitteln wie heute. Handys, Internet, Zeitschriften sowie Jugendsender im Radio und Fernsehen überfluten sie täglich mit neuen Informationen. Der Einfluss der Massenmedien auf ihren modischen Geschmack ist erheblich. Eine Herausforderung für alle Marketing-Strategen, denn für sie wird es immer schwieriger, die Jugendlichen mit ihren Werbebotschaften zu erreichen. 08/05

Noch nie hatten Jugendliche eine so große Auswahl an Kommunikationsmitteln wie heute. Handys, Internet, Zeitschriften sowie Jugendsender im Radio und Fernsehen überfluten sie täglich mit neuen Informationen. Der Einfluss der Massenmedien auf ihren modischen Geschmack ist erheblich. Eine Herausforderung für alle Marketing-Strategen, denn für sie wird es immer schwieriger, die Jugendlichen mit ihren Werbebotschaften zu erreichen. Wenn Stephanie und Jacqueline nach Mainz zum Shoppen fahren, würden viele Werbestrategen ihnen bestimmt gerne in die Köpfe schauen. Nichts dürfte sie brennender interessieren als zu erfahren, welche Vorbilder sie haben, welche Werte ihnen wichtig sind und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Da die Bedeutung von materiellen Dingen bei Jugendlichen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist, kommt es bei der Vermarktung neuer Produkte auf eine ausgeklügelte Methode an. Denn der Name allein entscheidet längst nicht mehr über den Verkaufserfolg einer Ware.„Wie aus mehreren Untersuchungen hervorgeht, begegnen die 13- bis 20-Jährigen den Marken zunehmend mit Misstrauen“, sagt Trend-Forscher Eike Wenzel vom Zukunftsinstitut in Kelkheim. Trotz technischer Überrüstung seien Freunde, die Familie und Mundpropaganda immer wichtiger geworden. „Sie können den Jugendlichen kein Komplett-Paket an Marken und Aussagen mehr verkaufen“, sagt Wenzel, „das Vertrauen in die Marken ist in den letzten Jahren brüchig geworden.“ Was zähle, sei Authentizität. „Jugendliche bekommen sehr schnell mit, wenn ein Produkt nur verscherbelt werden soll.“ Wenn Claudia Schiffer beispielsweise für Puma werben würde, würde das nicht funktionieren. Deshalb reiche ein Testimonial, also ein bekannter Werbeträger, allein nicht aus, um die Botschaft eines Produktes zu transportieren. „Man muss die Welt aus den Augen der Jugendlichen sehen.“ Doch das werde immer schwieriger. Die Flut an Bildern, die täglich auch über die 13-jährige Jacqueline und ihre drei Jahre ältere Schwester Stephanie hereinbrechen, ist gewaltig. 08/05 Anuschka Kazarian

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