Schuhmarkt

Die Umsätze in den Regionen 6.3. bis 20.3.08: Sprunghafter Wechsel

„Das Geschäft läuft wie eine Gartenwirtschaft“, sagte kürzlich der Kölner Schuhhändler Peter Herkenrath. Scheint die Sonne, kommen die Kunden, schneit es, bleiben sie weg.“ Die Achterbahn der Umsätze setzt sich fort. Der gute Abverkauf bei Kinderschuhen rettet vielfach die Umsätze. 07/08

„Das Geschäft läuft wie eine Gartenwirtschaft“, sagte kürzlich der Kölner Schuhhändler Peter Herkenrath. Scheint die Sonne, kommen die Kunden, schneit es, bleiben sie weg.“ Die Achterbahn der Umsätze setzt sich fort. Der gute Abverkauf bei Kinderschuhen rettet vielfach die Umsätze.

 

Bremen

Das Ostergeschäft läuft schleppender an, als es den Bremer Schuheinzelhändlern lieb ist. Sie bilanzieren die letzten zwei Wochen mit einem dicken Minus. „Morgens ist es bei uns ruhig, und nachmittags lässt es heftig nach“, witzelt ein Händler passend dazu. Weniger nachlassend ist derzeit glücklicherweise das Interesse an Sandaletten sowie an Ballerinas.Hier läuft es gut, und schlichte Farbtöne sind gefragt. Bei den Damenschuhen laufen derzeit neben Ballerinas vor allem gelenkoffene Pumps in den Farben Schwarz und Gold, manchmal auch Rot. Generell seien jetzt schillernd-metallige Farben angesagt, meint ein Einzelhändler. Bei Herren gehen nach wie vor sportive Schuhe mit Komfort und Funktion über die Ladentheke.

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07/08

Schlichte Dekors dürfen dabei nicht auffallen und sollen sich dezent dem Schuh anpassen.Auch Slipper zum einfachen Hineinschlupfen sind gefragt. Bei Kindern läuft die Grundversorgung für die Saison an: Hausschuhe sowie bunte Schuhe für den Freizeitbereich, am liebsten zum Schlupfen oder zum Kletten. ib Niedersachsen Die leicht verbesserte Umsatzsituation der ersten Märztage wandelte sich sehr schnell ins Gegenteil. Besonders in der zweiten Monatswoche stürzten die Umsätze regelrecht ab. Auch in der Osterwoche kam man nicht an die Vorjahreszahlen heran, die allerdings bei wesentlich freundlichen Temperaturen zustande gekommen waren. Im Moment schlägt ein klar zweistelliges Minus zu Buche. Für Damen werden zwar weiterhin Ballerinas, Pumps, Flamencos sowie die gesamte sportliche Übergangsware verlangt. Die Paarzahlen bleiben allerdings deutlich hinter den Erwartungen. Ein verstärkter Trend zu hellen Tönen, bis hin zu Weiß wird immer stärker. Die Herrenabteilungen lassen ebenfalls zu wünschen übrig, zeigen sich jedoch etwas konstanter. Mit sportlich- jungen Typen in Braunkombinationen werden die besten Zahlen erreicht. Das gilt mit leichten Abstrichen auch für Kinderschuhe. Slipper und Ballerinas für Mädchen sind ebenso gefragt wie sportliche Schnürer, Chucks und Turnschuhe.Trotz winterlicher Temperaturen wurden auch schon Sandaletten verkauft. gi Berlin Die Situation in Berlin war diesmal eine ganz besondere: Der Streik der öffentlichen Verkehrsbetriebe wirkte sich nachhaltig auf die Kundenfrequenz in den Geschäften aus. Umsatzeinbußen im Fachhandel bis zu 20 Prozent waren keine Seltenheit. In der 12.Woche lief es dann besser. Der Streik war beendet und auch das bevorstehende Osterfest brachte Kaufimpulse. Ein Minus für den März dürfte aber kaum mehr zu verhindern sein. Die Damen suchten nach frühlingshaften Ballerinas in Lack oder Glattleder, gern mit kleinem Absatz. Mokassins und Collegetypen, oft mit Zierschnalle, gehörten ebenso zu den bevorzugten Modellen. Pumps gingen zunehmend in leicht verrundeter Optik, wobei mittlere Absatzhöhen präferiert wurden. Leichte Kurzstiefel in soften Materialien und mit flachem Absatz kamen ebenfalls an. Die modischen Highlights sind allerdings unverändert Leinenschuhe, egal ob als Halbschuh oder als knöchelhoher Basketballstiefel im Retrolook – Hauptsache, weiß gummierte Sohle. Als Sprunghafter Wechsel Sommerlich bunt darf es vor allem für die Jüngeren sein. Leinenschuhe fließen gut ab.Elegante Pumps kommen an die Paarzahlen der ersten Februarwochen nicht heran. Ersatzkäufe sind bei Trotteurs und Sneakers angesagt. Durchweg „zu ruhig“, hieß es in den Männerabteilungen. Kaufmuffel sind unterwegs und konnten kaum von ihren weiblichen Begleitpersonen zu Anproben motiviert werden. Noch schwerer fielen Kaufentscheidungen, so dass hier ein bisschen Business läuft und dort ein bisschen was an Sneakern. Dabei wurden schlankere Leisten bevorzugt. Modelle für Kleinkinder ziehen an.Am liebsten farbenfroh, als Schnürer oder mit Klettverschluss. Beim sonstigen Angebot wurde es leider kurz nach Beginn der Osterferien wieder ruhiger. Stoffballerinas gefallen den Mädchen. Bei Knaben waren und sind Chucks mehr angesagt als Sneaker. hl Sachsen/Thüringen „Was soll der Kunde bei dem Wetter auch kaufen?!“ Das fragten sich die Händler querbeet in der Woche vor Ostern, als Schneefälle bis in die Niederungen für Verkehrschaos sorgten. Getrübte Laune über die letzten beiden Wochen macht sich breit. Selbst Geschäfte in Center-Lage klagten über mangelnde Kundenfrequenz. Nach den anspruchsvollen Vorgaben ist ein sattes zweistelliges Minus programmiert: „Der März ist einfach nur schlecht!“ Deutlich bessere Umsätze am Ostersonnabend vermochten da nichts mehr zu reißen. Vom wetterbedingten Kunden-Mangel und flauem Geschäft waren alle Bereiche betroffen. Dass ab und an noch ungefütterte modische Langschaftstiefel oder Ankleboots gingen und darüber hinaus geschlossene Übergangsware wenigstens die Umsatzanteile hielt, ließ Damenschuhe in der mageren Bilanz noch am besten abschneiden. Das sind trotteurige Halbschuhmodelle und sportive Typen, flach in Weiß, Beige, Rot oder Brauntönen. Hinzu kommen trendige Sneaker mit Null-Böden oder weiße Sommerstiefel. Für ältere Damen gab es Bedarfskäufe für Urlaub oder Festlichkeiten wie für Jugendweihe und Konfirmation – von allem aber zu wenig. Noch weniger drehte sich bei Herrenschuhen; kaum Kunden und einzig nennenswert sportive Halbschuhe. Preiswert sollten sie sein, im Sneaker-Look in Brauntönen oder im Farbmix Braun/Weiß. Bei modischeren Modellen auch Used-Looks in Grün-oliv, Grau und Naturfarben. Etwas edler in verwaschenem Schwarz. Leicht angezogen hat es bei Kinderschuhen im konsumigen Segment. Hier heben sich Lauflerner, Leinenschuhe,Hausschuhe und Regenstiefel ab. Alles in geringen Paarzahlen. pl Schuhmarkt 7-2008 15 besonders trendy erweisen sich dabei gekrempelte Schäfte. Auch die jungen Berliner orientierten sich mehr und mehr an Unisex-Leinenschuhen im Stil der 70er. Skatermodelle in Weiß kamen bei der Jugend annähernd gut an. Sportive, aber etwas gediegenere Ledersneaker für die City, gern mit Kreuz- und Querbandagen, sowie Lederschuhe mit markanten Nähten und Lochungen ergänzten das sehr bescheidene Verkaufsgeschehen. Bei den Mädchen stehen Ballerinas hoch im Kurs, passen aber häufig nicht, weil viele Modelle zu weit geschnitten sind. Lack, Leder oder Leinen überzeugten gleichermaßen. Funktionshalbschuhe mit auffälligen Klettvariationen sowie Sportschuhe in technologischem Design waren bei den Jungs beliebt. Leinensneaker sind der Renner in unisex. sk Ruhrgebiet In der Karwoche machte das Wetter dem Schuhhandel einen dicken Strich durch das Ostergeschäft. Sinkende Temperaturen, sogar Nachtfrost, kühlten das Interesse an Frühjahrsware spürbar ab. Es gab auch krasse Unterschiede bei den Umsatzzahlen zwischen Städten und Standorten. Dortmund und Essen hatten Mitte März verkaufsoffene Sonntage mit vollen Cities. Am 18. März wurden dann große Handelsunternehmen bestreikt. Das dürfte einige Verbraucher ebenso vom Einkaufsbummel abgehalten haben wie in Essen eine Demo durch die Fußgängerzone bis zum neuen Center. Bei Damen überwiegt Neugier die Kauflust. „Die Kundinnen kommen mit dicken Daunenjacken und Stiefeln ins Geschäft“, schilderte eine Filialleiterin den Zustand. Die Lust auf Sommer hält sich da sehr in Grenzen. Die Frequenz ist einfach schwach.„Viele sind kritisch und leider oft auch unentschlossen“, heißt es weiter. Trotzdem blieben Ballerinas, vor allem flache, Favoriten. Lackleder in kräftigen Farben und Metallics lagen vorn. „Morgens ist es bei uns ruhig, und nachmittags lässt es heftig nach.“ Großer Run auf Turnschuhe, hier Camper Lässiger Auftritt für die Herren H A N D E L 16 Schuhmarkt 7-2008 Rhein-Main Das war ein tiefer Absturz! Bis 20 % Minus wurde gemeldet und so ist die Stimmung einmal mehr auf dem Tiefpunkt angelangt.Auch die Osterwoche konnte die schlechten Umsätze nicht verhindern. Das Interesse an der neuen Schuhmode ließ merklich nach, nur der junge Bereich konnte noch – sofern die richtigen Labels und Mengen bei Leinenschuhmarken vorhanden waren – positive Umsätze erzielen. Insgesamt aber gab es keine neuen Highlights. Im modischen Bereich liefen Trotteurs, Pumps und Ballerinas gleichermaßen. Bei den Farben hat sich neben Metallictönen, Schwarz und Natur die Farbe Rot wohl endgültig sicher etabliert. Bei den Materialien ist Lack in allen Warenbereichen ein starkes Verkaufsthema. Die Männer blieben an neuer Mode weitgehend uninteressiert. Sneaker und sportive Schnürer mit leichten, weichen, flexiblen Gummisohlen waren abermals die Favoriten. In der City verkauften sich schlanke Businessschnürer in hellen Brauntönen und Schwarz deutlich besser. Karreeformen mit markanten Mokassinnähten wurden eher zögerlich angefasst. Auch in den Kinderabteilungen waren neben Chucks neue Sneaker die Umsatzgaranten. Klettverschlüsse und attraktive neue Sohlen sind Bedingung für einen erfolgreichen Ver- München In der 11.Woche war der Umsatz nicht so prickelnd. In der 12.Woche zog es dann durch die Osterferien an. „Wir haben sehr viele Mamas und Teenies im Laden“, so eine Verkäuferin in der Innenstadt. Ballerinas in ganz bunt sind bei den jüngeren Frauen angesagt: Rosa,Türkis, Lack, Glitzer mit Pailletten und Reptil-Look. Clogs mit Riemchen, ganz verspielt mit Schleifen, waren gut nachgefragt. Groß im Trend sind leichte, flache Sommerstiefeletten mit durchbrochenem Schaft in Beige. Leinen-Basketschuhe oder Ballerinas sind die Umsatzbringer im Niedrigpreissegment. Bei den Damen bleibt es klassisch Schwarz, Weiß, Lack oder Creme.Auch hier mit kleinen Schleifen, Raffungen, Lochungen.Auch als Peep Toe oder mit Steg sowie mit leichtem Plateau. Ballerinas mit flexiblem Rand, Gummizug und leichter Sohle in Metallic- Tönen sind zudem gefragt.Auch Mokassins und Bootsschuhe in Blau,Weiß oder Schwarz waren bei den Kundinnen gefragt. Leichte Sneaker mit Lederfutter und Klettverschluss mit Gummisohle in Cremeweiß, Blau oder Brauntönen kamen gut an. Taschen im mittleren und niedrigen Preissegment bleiben der Frühlings-Hit. Herren verhalten sich nach wie vor zurückhaltend. Der sportive Bereich ist hier der Umsatzbringer: Sneaker laufen gut in Braun, auch in Farb-Kombination Grün mit Beige. Slipper sind auf dem Vormarsch, gern mit Mokassin-Naht.Wichtig sind weiches Leder und Gummisohle. „Docksider-Typen“ mit hochgezogener Ferse und vorstehenden Nähten bringen zudem Umsatz.Young Fashion steht auf Leinenschuhen. Durch die Osterferien hat das Kindergeschäft angezogen. Ballerinas bleiben im Trend, auch mit Riemchen oder Fesselriemchen. Leder ist gefragt, Lack bleibt dabei. Glitzer, Pailletten und bunte Farben sind gute Umsatzbringer. Jungs wollten Sneaker in Braun, Blau oder Beige-Olive. Für die Kleinsten suchen die Muttis Mini-Sneaker und Sandalen. afs „Leinenschuhe, Chucks, Vans und alles, was dazu gehört, sind die absoluten Toprenner. Egal ob es regnet oder schneit.“ kauf. Die Farben für Mädchen sind Rosa, Weiß, Beige und Gold. Braun läuft im trendigen Segment. Khaki, Braun, Grün und Orange sind die Farben der Jungs . Stuttgart Das Ostergeschäft verlief bis dato recht unterschiedlich. Die Umsatzzahlen dürften mit denen des Vorjahres gleichgezogen haben. „Es war nicht mehr drin“, so ein Händler, auch wegen mehrerer Warmstreiks. Besser lief es in den großen Kreisstädten, wo auch Pluszahlen erreicht wurden. Bei den Damen kamen Ballerinas sehr gut an, Metallics standen bei den Farben an erster Stelle. Aber auch Schwarz, Rot und Weiß waren gefragt, oftmals mit kleinen Absätzen und dünnen Gummisohlen, Raffungen waren sehr beliebt. Bei den Pumps konnte Lack weiterhin Erfolge verbuchen, bei einer Absatzhöhe bis 60 Millimeter und einem Limit bis 120 Euro. Jüngere Kundinnen nahmen Peep Toes mit leichtem Plateau und kleiner Schnalle in vielfach knalligen Farben wie Lila, Türkis und Rot. Sportive Slipper mit Gummisohlen und breiten Absätzen liefen sehr gut in Brauntönen und Schwarz.Auch Sandaletten in Glattleder mit modischen Riemchenarten wurden bereits verlangt, hier waren Absätze bis 60 Millimeter interessant. Leinenschuhe mit dünnen Gummisohlen sind ein weiteres Thema, das sich prächtig entwickelt Lack stand auch bei Accessoires wie Taschen und Gürteln an erster Stelle. Die Preise spielten dabei kaum eine Rolle. Nach wie vor hatten die Männer noch keine Oster-Kauflaune. Sneaker kamen dabei noch am besten weg, Brauntöne über Schwarz bis Weiß und helles Natur waren dabei die Farben. Sportive Schnürer, meist in Braun, wurden recht gut verkauft, auch Veloursschnürer fanden Gefallen. Elegante Schnürer in Schwarz in mit leichtem Karree hatten in diesem Bereich noch die besten Chancen. In den Kinderabteilungen lief es endlich etwas besser. Größere Jungs stehen auf Halbschuhen mit Klettverschluss, Sneaker meist in Kombinationen und in Glattleder. Mädchen suchen Ballerinas mit Schleifchen und Dekor.Am liebsten mit elastischem Ristband, damit sie besser sitzen.Viele Ballerinas sind zu breit geschnitten. Basket- und Stoffschuhe laufen prächtig. tz Accessoires verhelfen zum perfekten Auftritt „Bei Damen läuft von allem ein bisschen. Die richtigen Verkaufstrends sind derzeit nicht auszumachen.“

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