Schuhmarkt

Die Umsätze in den Regionen 25.1. bis 7.2.08: Mit der Sonne kam die Lust

Die letzten beiden Wochen brachten keine Verkaufs-Highlights für den Handel. Winterware liegt immer noch, und an neuen Frühjahrs-Schuhen wurde bei dem milden, regnerischem Wetter eher geschnuppert. Nur die Jungen sind kauffreudiger. Mit der Sonne kamen die Umsätze. 04/08

Die letzten beiden Wochen brachten keine Verkaufs-Highlights für den Handel. Winterware liegt immer noch, und an neuen Frühjahrs-Schuhen wurde bei dem milden, regnerischem Wetter eher geschnuppert. Nur die Jungen sind kauffreudiger. Mit der Sonne kamen die Umsätze.

Bremen

Im Bremen waren in den letztenWochen Wind und Wetter angesagt.Trends weniger. Was die Medien zu Trends gemacht haben, stößt beim Handel oft auf Kritik. Zu wenig Neues, heißt es.Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – setzt sich der leichte Abwärtstrend der vergangenen Wochen bei einigen- Händlern fort. Bei Damen verkaufen sich immer noch braune und schwarze Lederstiefel. Gerne mit leichten Absätzen. Eine feste und nicht zu dünne Sohle sowie feine Dekors beflügelten den Verkauf. Bei den sich eher zurückhaltenden Herren waren vor allem schwarze Sportschuhe oder Lederwaren in Sportoptik gefragt.

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04/08

H A N D E L 14 Schuhmarkt 4-2008 Mit der Sonne kam die Lust Die letzten beiden Wochen brachten keine Verkaufs-Highlights für den Handel. Winterware liegt immer noch, und an neuen Frühjahrs-Schuhen wurde bei dem milden, regnerischem Wetter eher geschnuppert. Nur die Jungen sind kauffreudiger. Mit der Sonne kamen die Umsätze. Bremen Im Bremen waren in den letztenWochen Wind und Wetter angesagt.Trends weniger. Was die Medien zu Trends gemacht haben, stößt beim Handel oft auf Kritik. Zu wenig Neues, heißt es.Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – setzt sich der leichte Abwärtstrend der vergangenen Wochen bei einigen- Händlern fort. Bei Damen verkaufen sich immer noch braune und schwarze Lederstiefel. Gerne mit leichten Absätzen. Eine feste und nicht zu dünne Sohle sowie feine Dekors beflügelten den Verkauf. Bei den sich eher zurückhaltenden Herren waren vor allem schwarze Sportschuhe oder Lederwaren in Sportoptik gefragt.Außerdem gingen Hausschuhe, also einfache Slipper, über die Ladentheke. Bunte Hausschuhe sind auch immer noch für die Kleinen wichtig. ib Niedersachsen Die Umsätze verbesserten sich auch zum Monatsende hin nur unwesentlich.Von einer Schlussverkaufsstimmung war nichts zu spüren. Die Monatsergebnisse lagen meistens auf der Höhe der Vorjahreswerte, wenn man von kleinen Ausreißern nach oben und unten einmal absieht. Der Februar begann nicht wesentlich besser. Nach der ersten Woche liegt man unter den Vorjahreszahlen. Die Umsätze in den Damenabteilungen konnten noch am ehesten überzeugen. Es wurden weiterhin Stiefel und Stiefeletten zu reduzierten Preisen verkauft. Gefütterte Ware liegt. Auch über den Preis war hier kaum Bedarf zu wecken. Die Überhänge sind schon erheblich. Mit neuer Frühlingsware – Ballerinas, Pumps und Sportslippern – wurden allerdings schon schöne Zahlen erreicht. Der leichte Hoffnungsschimmer bei Männerschuhen hat sich leider sehr schnell wieder normalisiert. Die Zahlen sprechen dagegen. Das DI E UMSÄTZE IN DEN REGIONEN 25.1 B I S 7.2.08 Shoppinglust und-frust. Die einen sind glücklich, den anderen fehlt Mode. Cinque Geschäft wurde nur von Bedarfskäufen aktiviert: reduzierte Stiefel, sportliche Schnürer. Das galt im Grunde auch für Kinderschuhe. Neben reduzierten Stiefel wurden bereits neue Ballerinas in hellen Tönen sowie Schnürer und Chucks-Typen für Jungs verlangt. Hausschuhe brachten gute Ergebnisse. Die Zahlen bei Taschen und Pflegemitteln enttäuschten ebenfalls. gi Berlin Man ist mit den Ergebnissen der letzten zwei Wochen sicher nicht zufrieden. Der Ausverkauf lief sehr schleppend, die Publikumsfrequenz mau. Milde Temperaturen dürften eine Ursache gewesen sein. Einziger Lichtblick war der Samstag, wo in den Damenschuhabteilungen hin und wieder noch Stiefeletten und Langschaftstiefel über drastisch reduzierte Preise an die Frau gingen. Allerdings waren gängige Größen stark vergriffen. An neuer Ware wurde geschnuppert. Mary Janes und vor allem Ballerinas standen hoch im Kurs. Letztere interessierten mit kurzem Blatt und oft mit Spangen oder Schnallen. Lack kristallisierte sich dabei als wichtiges Thema heraus. Gut entwickelten sich auch feminine, sehr schlanke Pumps sowie leicht verrundete Modelle. Peep Toes und 50 mm- Absätze liefen gut. Bei den Herren fiel die Nachfrage noch dürftiger aus.Winterliche Typen waren nicht mehr, Frühjahrsmodelle noch nicht angesagt.Wie immer in der jüngsten Vergangenheit kamen sportive Lederhalbschuhe mit leichter Sneakeroptik noch am besten an. Die modebewusste Avantgarde orientierte sich an klassischen Modellen wie Derby oder Oxford, die mit Crash- oder Vintage-Effekten ironisiert waren. Funktionale Halbschuhe in sportlicher Optik für Jungs und Ballerinas für die Mädchen sorgten für Nachfrage bei Kinderschuhen. Mit Taschen ließen sich Zusatzgeschäfte erzielen. Im eleganten Bereich gab es einen Trend zu Clutch Bags. sk Ruhrgebiet Von echter WSV-Stimmung bekam der Schuhhandel nichts zu spüren.Ausgerechnet am Schluss-Samstag war die Region zentimeterdick von Schnee bedeckt. Bei Verkehrschaos und Schneegestöber blieben die Kunden lieber zu Hause. Es folgten Karnevalstage und regnerisches Wetter. Also kein Anreiz für Frühjahrsmode. In der Damenabteilung suchten die nicht sehr zahlreichen Kundinnen zunächst Informationen. Man schaute. „Bei dem Mistwetter kannsse doch keine neue Schuhe anziehn,“ so junge Kundinnen im Ruhrgebiets-Slang. Waren die Preise o.k., so wurden ab und an elegante Stiefel in allen Schafthöhen verkauft. Ähnlich war es bei sportiven Schnürern. Enttäuschend war der Absatz mit reduzierter Galanterieware und Komfortschuhen. So gut wie keinen Umsatz erzielten die Herrenabteilungen, nachdem hier die Rosinen längst herausgepickt waren. Winterstiefel mit Warmfutter sind, trotz WSV-Preisen, die Verlierer der Saison. Deutlich nachgelassen hatte in der WSVSchlussphase auch das Interesse an Kinderschuhen. Ausnahme waren absolute Preisknüller quer durchs Sortiment. hl Sachsen/Thüringen „Das Winterschuhgeschäft ist passé“, heißt es überall. Doch es war zweigeteilt.Wurde die erste Berichtswoche noch mit ungenügend bis schlecht benotet, so endete die zweite wenigstens mit ausreichend: Tendenz steigend. Dafür sorgten in erster Linie konsumige Preislagen und drastische Preisabschläge, die noch das Ladenbild vieler Geschäfte prägten und für viele Kunden das überzeugendste Verkaufsargument waren.Wer vom Handel über die Berichtswochen nach Paarzahlen nennenswert verkaufen konnte – wie Filialisten in guten City- und Centerlagen –, zeigte sich nicht unzufrieden. Auch inhabergeführte Geschäfte wollten so ihr Soll mit reduzierter Ware erfüllt haben. Den Umsatzzielen lagen niedrigste Vorjahresvorgaben zugrunde. Das Verhältnis WSV-Ware zu neuer Frühlingsware liegt bei 40:60. Nach wie vor ist allerdings wenig Frequenz in den Geschäften. Ausnahme sind jüngere Kunden, die Neues sehen Schuhmarkt 4-2008 15 „An Frühjahrsware wird im damenhaften Bereich zunächst nur geschnuppert. Gut laufen Lack, Peep Toes, Rot und Creme.“ wollen. Neue Übergangsware im Allgemeinen und neue Modelle im Sneakerlook sind die Favoriten. Bei Damenschuhen gingen noch leicht gefütterte Langschaftstiefel – freilich reduziert, genauso wie Halbschuhe in Form von Übergangsware. Trends setzte aber Ware aus neuen Lieferungen: Vans, Sneaker- und Skatermodelle sind angesagt.Vor allem in Weiß. Hinzu kommen Ballerinas in der Farbe Kitt sowie elegante Pumps in Schwarz. Sommerstiefel und Ankleboots in hellen Farben sowie komfortable Laufschuhe sind ebenso gut besprochen. Es wurde zu Farbe gegriffen:Weiß, Rot, Grau, Blau. „Nicht nur ein ganz schlechtes Winterschuhgeschäft“, hieß es in den Herrenschuhabteilungen. Man erhielt sich gerade so am Leben mit sparsamem Abverkauf bei reduzierten Halbschuhen.Ware aus neuen Lieferungen spielte noch kaum eine Rolle. Kinderschuhe bringen derzeit wenig Umsatz. Es gibt Bedarfskäufe reduzierter Kinderstiefel in Tex-Ausstattung.Turnschuhe laufen gut. pl Rhein-Main Was auch immer für Gründe angeführt wurden, der Umsatz war abermals schlecht. Das Interesse an neuer Ware – vor allem in den größeren Städten – nahm zwar spürbar zu, schlug sich aber auch dort noch nicht in nenneswerten Umsätzen nieder. So verkaufte man weiterhin viel alte Ware, wenn sie denn kräftig genug reduziert war. Aus den neuen Angeboten wurden am stärksten Ballerinas ver- „Junge Kundinnen suchen schon eifrig nach den neuen Looks. Chucks, Vans & Co sind trotz Regen begehrt.“ Chucks, Turnschuh-Typen und knöchelhohe Turner sind Liebling der Kids aller Altersklassen. H A N D E L 16 Schuhmarkt 4-2008 langt. In Lack und Metallic, mit Spangen, Applikationen und vor allem mit kleinem Absatz. Favoriten im Verkauf waren jetzt gedeckte Farben und Grautöne sowie Beige. In der gleichen Farbgruppe verkauften sich auch leicht verrundete Pumps mit flacher Sprengung und Peep Toes mit schmaler Plateausohle und Keilabsatz. Die kräftigen Farben blieben bisher meist den neuen Sneaker vorbehalten. Die Herren kauften alles, was stark reduziert war, nur eben wieder zu wenig Es ging wie in den Vorwochen durch das gesamte Sortiment, wobei kräftige Halbschuhe mit Gummisohlen sowie Sneakertypen die Favoriten blieben. Für neue Ware wurde wenig Interesse gezeigt. Auch bei den Mädchen sind in der neuen Saison Ballerinas wieder Trumpf.Verkauft wurden sie jetzt in Rosé, Silber und Gold, mit Blümchen oder mit Schmucksteinchen. Sneakers mit Klettverschluss wurden in den gleichen Farben verlangt, während die Jungen Naturtöne oder Kombinationen in Khaki, Braun und Weinrot bevorzugten. Insgesamt aber war der Umsatz auch in den Kinderabteilungen nicht zufriedenstellend. Stuttgart Die Händler waren mit den Umsätzen der vergangenen Wochen nicht zufrieden. Für die Restwinterware fehlte das entsprechende Wetter. Dann kam die Streikaktion im Einzelhandel in der Innenstadt dazu, was letztlich die Kauflaune der Kunden gänzlich trübte. In den großen Kreisstädten war von der Verdi- Aktion nichts zu verspüren, die Umsätze insgesamt glichen denen des Vorjahres. Schnäppchenjäger waren immer noch unterwegs, um nach den stark reduzierten Artikeln Ausse Kundinnen suchten auch nach Ballerinas in Stoff oder in bunten Farben wie Türkis und Lila sowie mit Glitzer-Pailletten in Silber und Gold. Durch das eher warme Wetter wurden sportive Mokassintypen in Weiß und Blau schon gut verkauft. Herren kauften hauptsächlich reduzierte Halbschuhe – Warmfutter-Stiefel bleiben liegen. Elegante Schnürer mit Karree und leichter Gummisohle kamen gut an. Auch Sneaker mit abgesetzten Nähten in Beige und Cognac waren bei jüngeren Kunden gefragt. Leder- Mokassins brachten Umsatz – in Blau, Braun, Beige oder Schwarz. Eltern kauften Übergangsschuhe: sportive Halbschuhe mit Klettverschluss. Für Jungen in Braun, Blau oder Grün. Mädchen freuten sich über Dunkellila oder Rot.Auch als Sneaker oder Turnschuh. Bei größeren Mädchen gingen viele Ballerinas mit Riemchen über die Ladentheke. Lack ist hier ein großes Thema. Bei Kleinkindern blieben festere Übergangsschuhe gefragt, obwohl auch hier die Looks der größeren angesagt sind. afs Ambiente „Ballerinas für Frauen und Mädchen, Sneaker- und Sportschuh- Typen für Jungs und Männer sind die Favoriten.“ Helle sanfte Farben liegen im Moment deutlich über knallbunten Tönen, die zum Sommer angesagt sind. Ferragamo schau zu halten. Dabei war die kritische Einstellung der Damen besonders zu spüren, heißt es. Es gibt immer noch viel reduzierte Angebote in allen Bereichen. Modisch orientierte Kundinnen kauften bereits die neuen Frühjahrs-Modelle. Gefragt waren Ballerinas in Silber, Rot und Metallic- Tönen, sowohl in schlanken als auch in verrundeten Formen, dabei war Lack sehr interessant, hier stand Schwarz noch im Mittelpunkt. Sportive Slipper in Rot bis hin zu den Brauntönen kamen gut mit Schnallen oder Riemchen an.Verstärkt wurden Taschen angeboten und auch verkauft, wobei Silber am beliebtesten war. Die Männer beschränkten sich bei reduzierter Ware auf Halbschuhe und Slipper mit leichten Gummisohlen,Winterware hatte keine Chance. Bei neuer Ware gefielen Sneaker mit Klettverschluss und in hellen Farben. Auch leichte Slipper, hauptsächlich in Schwarz und in runderen Formen, wurden verlangt. Businesskunden suchten Schnürer in leichter Karreeform und Budapester-Ausführung. Ein Wermutstropfen war das Kindergeschäft. Abgesehen von einigen Bedarfskäufen blieb es insgesamt sehr ruhig. Das Angebot an neuer Ware ist dabei schon beachtlich.Verkauft wurden für die Jungs Halbschuhe mit flexiblen Böden, für größere Mädchen Slipper mit Spangen und Riemchen in Silber und Rot. Kleinere Kids wurden mit turnschuhähnlichen Modellen mit Klettverschluss versorgt. Bunt musste es sein. tz München Der Umsatz war gegenüber dem Vorjahr eher mau, leider blieb der Schnee aus – und der Saison-Endverkauf verlief mehr schleppend. Warmgefüttertes und Moonboots blieben liegen. Reduzierte Winterware wurde noch gekauft – darunter ungefütterte Stiefel und Stiefeletten. Doch viele Kundinnen suchen eher nach neuen Frühjahrs-Modellen. Besonders Pumps in ombrierendem Farbverlauf kamen gut an – Türkis-Blau oder Rosa- Lila. Lack blieb ein starkes Thema, hier meist als klassischer Pumps.Trotteurs mit kleinem Absatz in Braun oder Schwarz in weichem Leder waren gut nachgefragt. Ballerinas blieben beliebt – auch mit kleinem Absatz. Jüngere Frauen favorisierten Peep-Toes mit kleinem Keilabsatz und leichtem Plateau. Die- Cinque

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