Schuhmarkt

Die Umsätze in den Regionen 22.3. bis 3.4.08: Frühling mit Hindernissen

Der Umsatz mit Schuhen ist im Moment so launisch wie das Wetter. Die Stimmung der Kunden schwankt zwischen Cabrio-Feeling und Schneestiefel. Gäbe es nicht die Jungen und die sehr modisch ambitionierten Kunden, sähe es ziemlich trübe aus.

Der Umsatz mit Schuhen ist im Moment so launisch wie das Wetter. Die Stimmung der Kunden schwankt zwischen Cabrio-Feeling und Schneestiefel. Gäbe es nicht die Jungen und die sehr modisch ambitionierten Kunden, sähe es ziemlich trübe aus.

Bremen

Die vergangenen Wochen im März haben den Bremer Schuhhändlern nicht gut getan.Viele klagen über Verluste bis zu 25 Prozent. „2007 standen wir im März bei einem Umsatzplus von fast 20 Prozent“, so ein Händler. Zudem gebe es immer weniger junge Käufer sowie Interessenten für neue modische Trends. Es seien nun eher Damen mittleren Alters, die das Geschäft noch etwas beleben. Bei den Damen waren vor allem atmungsaktive Übergangsschuhe in schlichten Farbtönen gefragt.

Vereinzelt gingen auch Sandaletten, Plateauschuhe und Waren mit weiten Ausschnitten über die Ladentheke. „Doch die meisten Kunden bevorzugen derzeit geschlossene Schuhe in Naturfarben und mit Überkreuz-Bandagen. Offene Schuhe kommen eher bei jungen Mädchen an, die sich aber mit dem Kauf zurückhalten“, so ein anderer Verkäufer von der Weser. Stellenweise wurden Ballerinas in Rot und Grün verkauft. „Aber richtig modebewusste Käufer sind gerade nicht unterwegs“, beklagt sich ein Händler, der nun wieder mehr konservative Ware im Regal stehen hat.

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Bei den Herren läuft das Geschäft nicht so schlecht. Sneaker in Braun mit verschiedenen Applikationen liefen gut, ebenso sportlich-elegante Schuhe in Schwarz.Auch feste, knöchelhohe Schuhe für den Freizeitbereich waren in verschiedenen Brauntönen gefragt.Bei einigen Händlern wurden verstärkt Sandalen gefordert. Bei den Kindern ist es etwas ruhiger geworden. „Noch werden die Stiefel aus der Winterzeit getragen und wahrscheinlich wird man gleich zu Sommerschuhen übergehen, wenn das Wetter bei uns besser wird“, so ein Bremer. Solange dies nicht ist, werden noch immer einige Stiefel verkauft – vor allem in der Signalfarbe Gelb. Daneben sind komfortable Hausschuhe gefragt. ib Niedersachsen Die sehr schwachen Umsätze hielten den gesamten März über an. Leider änderte sich auch in der Osterwoche nichts daran. Zwar erreichte der Handel in etwa die Zahlen des Vorjahres, an dem schlechten Monatsergebnis mit deutlich zweistelligen Minuszahlen änderte dies aber wenig. Der erste Apriltag brachte dann bei verbesserten Wetterbedingungen ein leicht positives Ergebnis. In den Damenabteilungen war vorwiegend das sportliche Angebot gefragt. Ballerinas dominierten das Geschäft.Allerdings ist eine leichte Beunruhigung in puncto Warenmenge und Angebotsfülle bei diesem Thema zu beobachten. Slings, Sandaletten und Pantoletten wurden nur sehr verhalten verlangt. Mit Leinenartikeln von Chucks bis Vans wurden hingegen ordentliche Umsätze gemacht. Die Umsätze bei den Herren konnten noch am ehesten befriedigen. Mit sportlicher Übergangsware wurden dabei die besten Zahlen erzielt.Wobei Kombinationen, oft mit Beige oder Weiß, immer mehr Freunde gewannen. Das Kindergeschäft verlief enttäuschend. Hier wurden bestenfalls Bedarfskäufe getätigt, die sich in den meisten Fällen auf Gummistiefel oder Badeschuhe beschränkten. Die Umsätze mit Pflegemitteln und mit Taschen litten ganz einfach unter fehlender Frequenz. gi Berlin Wenig zufriedene Gesichter gab es im Berliner Schuheinzelhandel. Der Monat März schloss fast überall mit einem satten Minus im zweistelligen Bereich. „Nach dem Jahrhundert- März im vergangenen Jahr hatten wir ein Minus eingeplant, es kam aber noch schlimmer als befürchtet“, so ein Befragter. Marc O’Polo Tristesse angesagt. Einige Firmen ließen bei mangelnder Frequenz Mitarbeiterinnen sogar Überstunden abfeiern. Selbst Geschäfte mit jungen, konsumigen Damenschuhen waren nur mäßig besucht. Die Verkaufszahlen von Ballerinas und Pumps lagen auf niedrigem Niveau,Trotteurs tendierten fast gegen Null. Rot blieb gefragt, gefolgt von Schwarz und Naturtönen. Bei den Materialien war Lackleder der Favorit. Punkten konnten zudem Geschäfte, die mit aktuellen Leinenschuhen gut sortiert waren. Wenig bis gar kein Interesse an neuen Schuhen zeigten wieder einmal die Herren. Unaufschiebbare Ersatzkäufe sportlicher Schnürer und Sneakertypen brachten nur mäßige Paarzahlen. Junge Kunden tasteten sich vorsichtig an neue Businessmodelle und elegante Schnürer mit verschlankten Leisten heran. Schwarz blieb wichtig, aber die Modebewussten griffen auch schon mal zu helleren Braunnuancen. Das Ende der Osterferien wirkte sich auf Kinderschuhe nur wenig aus. Lauflerner gingen zumeist im Farb- und Materialmix. Je nach Standort hatten Kommunionschuhe für Mädchen eine Chance, sonst aktuelle und bunte Ballerinatypen. Glitzer und Pailletten waren ein Muss. Blaue Sneaker zum Kommunionsanzug waren eine Alternative für Jungen. Andere Farben liefen eher am Rande mit.hl Sachsen/Thüringen Nicht, dass im Handel gleich Euphorie aufgekommen wäre, als sich Ende März mit sonnigem Wetter bessere Kauflaune einstellte. Aber von da an stiegen Kundenfrequenz und Umsätze bei Frühjahrsware in allen Abteilungen. Am stärksten profitierten Filialisten mit konsumigen Angeboten. Das im Vorjahresvergleich von vielen beklagte zweistellige Minus im März hat der Abverkaufs-Aufschwung jedoch nicht zu schönen vermocht. Der Aufschwung war insbesonders in den Damenabteilungen zu spüren: „Die Damen wollen endlich aus den Stiefeln.“ Übergangsware war der größte Umsatzbringer mit Ballerinas in Schwarz,Weiß, Rot, Gelb, Grau, und Metallic-Silber an der Spitze. Komfortable, bequeme Halbschuhe in Beige, wie sie ältere Kundinnen bevorzugen, folgten. Sommerware brachte es nur auf geringe Paarzahlen. In der Young Fashion waren Sneaker mit Null-Böden und Leinenschuhe wie Vans oder Chucks die Favoriten. Mancherorts gingen Herrenschuhe schon besser als erwartet. Sportive Schnürer in Brauntönen, Sneaker in hellen Farben oder im Farbmix mit Brauntönen und Slipper prägten den Abverkauf. Sneaker oder Skater, preisgünstige Vans und Chucks inbegriffen, machten das Rennen bei junger Mode. Elegantes ging bei Bedarfskäufen für besondere Anlässe wie Jugendweihe oder Konfirmation. Das Kinderschuhgeschäft ist in Gang gekommen. Lauflerner aus allen Preislagen verkauften sich ebenso gut wie Halbschuhe aller Art in den Größengängen 17 bis 36. Jungs griffen zu Schuhen in sportiver, funktionaler Optik oder im Turnschuh-Look, bei den Mädchen durften insbesondere Ballerinas in Weiß, Pink oder Rot auch verspielte Dessins haben. Nennenswert waren auch Crocs-Typen als Freizeitschuhe und Hausschuhe. pl Rhein-Main Wer ein nur einstelliges Minus melden konnte, gehörte im März zu den Gewinnern. Die Frage, die sich die Händler stellen, ist, wieviel davon überhaupt wieder aufzuholen ist. Die Zeitspanne, in der reguläre, hochpreisige Ware verkauft werden kann, ist nur noch sehr kurz und der April startete auch nicht gerade mit positiven Umsätzen. Im wichtigsten Bereich, der Damenmode, fehlte noch die Kaufstimmung, was zum größten Teil auf das winterliche Wetter zurückzuführen ist.Am erfreulichsten entwickelte sich in allen Abteilungen der Verkauf von Leinenschuhen, Sneakern und jungen Turnschuhtypen in flach oder knöchelhoch mit weißen Gummisohlen. Sportive Slipper und Schnürer halfen, den Umsatz zu retten, Es fehle an Konsumanreizen, die Stimmung sei lange nicht so euphorisch wie vor Jahresfrist. Frühe Ostern, weniger Verkaufstage und schlechtes Wetter wirkten sich zusätzlich nachteilig aus. Die positive Nachricht ist:Frau kann aus dem Vollen schöpfen. An Ware mangelt es nicht, Nachorder mussten kaum getätigt werden.Am auffälligsten war die Nachfrage nach Leinenartikeln. Sie gingen sowohl als Retro-Sportschuhe als auch als Ballerinas. Letztere setzen sich aber auch in anderen Materialgestaltungen wie Lack oder Leder in Szene.Als Modefarbe überraschte bei vielen Modellformen dunkles Rot. Peep Toes und Pumps überzeugten in mittleren Sprengungen. Einigermaßen zufrieden waren die Händler mit den Basics. Trotteurs, Mokassins, junge Sneaker und Bequemschuhe für Bestager brachten anständig Geld in die Kassen. Beim starken Geschlecht war weniger los.„Es fehlt an Masse“, so ein verantwortlicher Einkäufer für Herrenschuhe. Junge Berliner kauften Vans und Chucks. Der elegantere Hauptstädter bevorzugte Lederschuhe auf gezogenen Leisten, gerne auch in Brushoptik. Alltagstaugliche Ledersneaker blieben wie eh und je ein Thema. Bei den Mädchen waren Ballerinaformen, häufig mit glitzerndem Besatz, erste Wahl. Leder- Sportschuhe namhafter Marken besaßen bei Jungs gute Anteile.Auch das Thema Leinen kam bei den Kids zunehmend besser an. sk Ruhrgebiet Frost und Schnee zu Ostern ließen die Umsätze des Schuhhandels in den Keller sinken.Vielfach schrieb der Handel im März zweistellige rote Zahlen. Zum Monatswechsel gab der Frühling ein Intermezzo. Danach war erneut „2007 standen wir im März bei einem Umsatzplus von fast 20 Prozent.“ Herrlich leicht: Frühling bei Ludwig Reiter Ballerina mit Schleifchen. Bild: Jette Schuhmarkt 8-2008 11 H A N D E L 12 Schuhmarkt 8-2008 während der Abverkauf neuer Ballerinas, Pumps und eleganter Trotteurs am stärksten zurückging. Schwarz und Naturtöne waren die Hauptfarben Lack war nicht wegzudenken, Verzierungen wie Schleifen oder Riemchen waren unverzichtbar. Das Herrengeschäft blieb weiterhin zu ruhig, doch kam es hier zu keinen weiteren Einbrüchen. Der Umsatz wurde überwiegend durch Bedarfskäufe erziehlt. Bequeme, sportive Artikel mit Gummisohlen und schlanke, verrundete Cityschnürer mit Ledersohlen in Schwarz und Braun hatten den größten Erfolg. Leichte Mokassins und Slipper spielten im Verkauf keine nennenswerte Rolle. Bei den Kindern waren neben Chucks-Typen Slipper mit Klettverschluss sowohl für die Mädchen wie für die Jungen die wichtigsten Modelle.Lieblingsfarben blieben Rosé,Weiß, Gold und Glitzer sowie Grün, Braun, Khaki und Orange. Die Damen bevorzugen sie klassisch in Schwarz,Weiß oder Rot mit kleinen Schleifen, Raffungen oder Lochungen. Guter Nachfrage erfreuten sich sportive Mokassins und Bootsschuhtypen in Blau, Weiß oder Schwarz. Lack war auf Slingpumps in Weiß, Rot und Schwarz ein großes Thema. Bei leichten Sneakern kamen Lederfutter, Klettverschlüsse und Gummiböden in Off- White, Blau oder hellen Brauntönen gut an. Für jüngere Kundinnen sollen es Ballerinas mit Glitzer oder Schleifen oder im Reptil- Look sein. Zehengreifer mit Glitzer und Pailletten fanden die ersten Abnehmerinnen. Fashionvictims suchten Peep Toes mit Keil und leichtem Plateau in knalligen Lackfarben. Auch spitze Pumps mit kleinem Pfennigabsatz in Lack kamen gut an. Frühlings- Trend bei jungen Kundinnen waren leichte Sommerstiefeletten mit durchbrochenem Schaft in Off-White. Im Niedrigpreissegment blieben Leinen-Chucks sowie Leinentaschen Umsatzbringer. Bei den Herren ist Sportives gefragt: Mokassins in Blau, Braun oder Off-White mit Gummisohle. Sneaker in allen Varianten mit Klettverschluss oder zum Schnüren verkaufen sich gut, ebenso wie Chucks-Typen, auch in Leder. Die Kunden wählten auch Slipper in Beige, Braun oder Blau. Bei jüngeren Kunden überzeugten weiter Leinenschuhe mit Karomuster oder Totenkopf. Die Osterferien bescherten den Kinderabteilungen gute Umsätze: Bei größeren Mädchen waren Ballerinas mit Riemchen oder Fesselriemchen im Trend. Glitzer, Pailletten und bunte Farben waren ein Muss. Jungen wollten Sneaker in Braun, Blau und auch Beige-Olive. Hier sind Details wie Embleme und Abzeichen gefragt. Sneaker in allen Varianten in Leder und Velours konnten sich behaupten. Sandalen für Mädchen wurden in Weiß, Rosé oder Lila mit Glitzer schon gut nachgefragt, für Jungs in Olivegrün oder Blau-Beige mit Klettverschluss. Für Kleinkinder kauften Eltern leichte Sneaker und schon Sandalen. Gute Passform bleibt wichtig. afs Stuttgart Zur langen Einkaufsnacht am vergangenen Samstag kamen rund 150 000 Menschen in die City, und die Geschäfte waren bis kurz vor Mitternacht gut besucht.Trotzdem sprachen die Schuhhändler von nicht überzeugenden Ergebnissen. Ansonsten lief es in den vergangenen Wochen mindestens zufriedenstellend. Die großen Kreisstädte meldeten recht gute Zahlen, besonders an den Wochenenden. Im modischen Bereich überzeugten in den Damenabteilungen Pumps in Schwarz,Weiß, Rot und Creme. Die Absätze durften nicht zu hoch sein, kleine Schleifchen und auch Raffungen hatten die Nase vorn.An zweiter Stelle standen Peep Toes mit leichtem Plateau. Wo Pastelltöne und Lack zum Zuge kamen, waren Ballerinas nicht wegzudenken.Wichtig war eine flexible Machart. Dies galt auch für Sneaker, die mit Klettverschluss und dünnen Gummisohlen,in Braun- und Blautönen recht gut ankamen. Leinenschuhe in den verschiedensten Ausführungen und oftmals knalligen Farben hatten bei jungen Kundinnen die besten Chancen. Nach wie vor bringen Taschen und Gürtel erfreuliche Umsätze. Die Herren zierten sich beim Schuhkauf noch etwas.Verkauft wurden Sneaker in Farb- und Materialkombinationen. Jüngere Kunden wählten Leinenschuhe in Weiß und Blau.Auch sportive Halbschuhe und Slipper, letztere gern in Velours und in Brauntönen, kamen gut an. Schlanke Business-Schnürer hatten in Braun und Schwarz die besten Chancen. In den Kinderabteilungen wurden für größere Mädchen Ballerinas mit Riemchen gekauft. Lack war dabei wichtig, Glitzer ebenfalls. Insgesamt ist das Angebot sehr farbenfroh. Jungs wollten eher Sneaker in Braun bis Beige, Voraussetzung war der Klettverschluss. tz München Der Umsatz der letzten beiden Wochen war gut, Tendenz steigend. Besonders in der 13. Kalenderwoche wurde der Umsatz durch die Osterferien stark angekurbelt.Touristen und Teenies waren zum Shoppen in der Innenstadt unterwegs. „Sportives ist derzeit stark gefragt“, so ein Verkäufer. Ballerinas in allen Varianten bleiben der Frühlingshit, sei es in Lack oder Glattleder. Sportives ist derzeit stark gefragt. Slip- Ons, Retro-Sneaker und Leinenschuhe sind die Favoriten. Bild: Marc O’Polo „Offene Schuhe kommen eher bei jungen Mädchen an, die sich aber mit dem Kauf zurückhalten.“ „Noch werden die Stiefel aus der Winterzeit getragen und wahrscheinlich wird man gleich zu Sommerschuhen übergehen, wenn das Wetter bei uns besser wird.“

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