Schuhmarkt

Weitere Polarisierung

Arnold van Bebber, seit dem 1. April 2006 Geschäftsführer der Leiser Handelsgesellschaft mbH, will Schuhe lieber über Mode als über den Preis verkaufen. Die Mitarbeitermotivation ist ihm besonders wichtig. 23/06 Stephan Kühmayer

Arnold van Bebber, seit dem 1. April 2006 Geschäftsführer der Leiser Handelsgesellschaft mbH, will Schuhe lieber über Mode als über den Preis verkaufen. Die Mitarbeitermotivation ist ihm besonders wichtig.

 

Wie ist Ihnen der Start als Quereinsteiger in die Schuhbranche gelungen?

Ich fühle mich sehr wohl in meiner neuen Umgebung. Inzwischen habe ich viel neue Materie in mich aufgesogen. Aber es gibt auch zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen meiner früheren Tätigkeit und den jetzigen Aufgabenstellungen. Die Themen sind ähnlich. Beide Bereiche haben den Schwerpunkt Mode, beide Bereiche haben den Schwerpunkt Einzelhandel. Außerdem sehe ich es als meine Hauptaufgabe an, ein Unternehmen zu führen.

Weht jetzt ein anderer Wind im Hause Leiser?

Ich habe eine gute Basis bei Leiser vorgefunden, auf der sich das Unternehmen weiterentwickeln lässt. Eine meiner wichtigsten Herausforderungen wird das Thema Mitarbeitermotivation sein. Die Mitarbeiter sollen sich wohl fühlen bei uns. Nur so kann der Gedanke von einem freundlichen und umfassenden Service in all unseren Geschäften mit Vollbedienung verwirklicht werden.

Wo sehen Sie das Unternehmen im Wettbewerbsvergleich?

Leiser ist das viertgrößte Einzelhandelsunternehmen in Deutschland. Dabei sind wir klar positioniert. Service und Qualitätsführerschaft lauten unsere Devise. Markenschuhe sind unsere Domäne und sie sollen es auch bleiben. An Preisschlachten im Discountbereich wollen wir uns nicht beteiligen. Dies können andere besser.

Welche strategischen Maßnahmen sind geplant?

Selbstverständlich wollen wir uns weiterentwickeln. Wichtigstes Standbein der Expansionspolitik werden Großstädte mit mehr als 100 000 Einwohnern sein. Hier gibt es für unser Unternehmen noch einige weiße Flecken auf der Landkarte, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen. Dies wollen wir ändern. Sie haben auf dem Berliner Kurfürstendamm in Kooperation mit Ara einen Monomarkenshop eröffnet.

Was steckt dahinter und sind weitere derartige Projekte geplant?

Das Geschäft auf dem Ku’damm ist ein erster Test. Monomarkengeschäfte scheinen zunehmend interessanter zu werden. Vor weiteren Projekten, vielleicht auch mit anderen Marken, wollen wir aber erst die Ergebnisse abwarten.

Wie ist die gegenwärtige Umsatzentwicklung bei Leiser?

Wir sind zufrieden. Ich rechne für 2006 mit einem Plus im einstelligen Prozentbereich.

Wie wird sich Ihrer Ansicht nach die Branche in naher Zukunft entwickeln?

Es wird wohl unweigerlich eine weitere Polarisierung im deutschen Schuheinzelhandel geben. Im Preiskampf werden etliche auf der Strecke bleiben. Wir wollen weg von diesen unendlichen Diskussionen über Preise. Schuhe müssen wieder über Mode definiert werden.

Zur Person

Name: Arnold van Bebber

Geboren: 31.10.1962

Familienstand: verheiratet

Schulbildung: 1982 Allgemeine Hochschulreife am Städtischen Stiftsgymnasium, Xanten

Hochschulausbildung: Studium der Betriebswirtschaftslehre, zunächst an der Uni Bielefeld, später an der Uni Köln, 1988 Abschluss als Diplom-Kaufmann

Berufliche Tätigkeiten: seit 1988 bei der Sinn AG beschäftigt, angefangen vom Trainee, über Verwaltungsleiter, bis hin zum Geschäftsführer, von 1999 bis 2005 Divisionsgeschäftsführer der SinnLeffers AG für die Region Nord-Ost seit 1.11.2005 bei Leiser, seit dem 1.4.2006 als Geschäftsführer.

23/06 Stephan Kühmayer

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