Schuhmarkt

Frische Impulse für Joop shoes

Sioux übernimmt zur kommenden Wintersaison die Lizenz für Joop shoes. Damit bekommt die Designermarke wieder Kontinuität und eine stabile Basis. 07/07 Ilona Sauerbier

Sioux übernimmt zur kommenden Wintersaison die Lizenz für Joop shoes. Damit bekommt die Designermarke wieder Kontinuität und eine stabile Basis.

„Wir freuen uns, unser Know-How nun auch für eine sehr anspruchvolle Linie wie Joop zu nutzen“, sagt Sioux-Geschäftsführer Klaus Schinle, der nun erstmals eine Designerkollektion im Portfolio führt. Die Sioux GmbH in Walheim, eine 100prozentige Tochter der Egana Goldpfeil GmbH in Offenbach, verantwortete bereits seit diesem Sommer die Produktion von Joop shoes. Produktionsstandort sind verschiedene italienische Werke, die von Sioux betreut werden.

Doch auch über das erweiterte Designteam erhofft sich Klaus Schinle frische Impulse einzubringen. Während Joop Accessories vorher von einem Team der Joop Accessories GmbH entwickelt wurden, verstärken künftig noch zwei weitere Freelancer das Kreativteam. Die neue Kollektion umfasst etwa 60 Modelle für Damen und 45 für Herren.

Die Formen beginnen bei Damen mit sportiven Styles in Glattleder über Reiterstiefel und Ankleboots bis hin zu edlen City- oder Abendpumps in Krokoprägung sowie Samt und Satin. Die Preislagen pendeln zwischen 149 und 249 Euro bei Schuhen, Stiefel klettern bis 599 Euro. Begleitend dazu gibt es eine sehr umfassende Taschenkollektion mit großzügigen Formaten bis hin zu kleinen Clutchbags, die von Egana Goldpfeil umgesetzt wird. Joop Gürtel runden Taschen und Schuhe ab.

Auch Herrenschuhe sind sportiv bis sophisticated gestaltet. Feinste Qualitäten und beste handwerkliche Machart verstehen sich von selbst. Die Verkaufspreislagen pendeln zwischen 179 und 299 Euro. Booties kosten um 299 Euro. Herrentaschen (259 bis 498 euro), die im Moment sehr angesagt sind, ergänzen das Programm. Laut Verkaufsleiter Peter Schwarz, der die Kollektion bereits seit vielen Jahren betreut, liegt der prozentuale Anteil von Schuhen bei 30 Prozent, Taschen belegen mit 70 Prozent des Umsatzes bislang noch den größeren Part. Für Taschen gibt es daher in Deutschland auch bereits 500 Kunden, während Schuhe an zunächst 120 Handelspartner geliefert werden. „Taschen sind im Moment noch der stärkste Bereich, Schuhe holen aber mächtig auf“, sagt Schwarz.

Zu den Kunden zählen Schuhfachhändler und große, namhafte Häuser wie Horstmann & Sander, Engelhorn, KaDeWe und Alsterhaus. Bisher verfügt Joop über acht Flächenkonzepte in Deutschland und Österreich. Hier sei mehr Expansion geplant. Sioux, mit einem jährlichen Produktionsvolumen von 1,1 Mio. Paaren, wurde 2003 von Egana Goldpfeil, Hongkong, übernommen. Die Holding, mit Europazentrale in Offenbach, zählt zu den führenden Unternehmen für hochwertige Lifestyleprodukte. 07/07 Ilona Sauerbier

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