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Taschen von Gabor, Camel active oder Tom Tailor – so unterschiedlich sie auch sein mögen, haben sie doch eines gemeinsam: Sie kommen alle aus dem Hause Beheim International Brands aus Obertshausen. 19/07 Peter Skop

Taschen von Gabor, Camel active oder Tom Tailor – so unterschiedlich sie auch sein mögen, haben sie doch eines gemeinsam: Sie kommen alle aus dem Hause Beheim International Brands aus Obertshausen.

Die Taschenmarke, die am meisten im Schuhfachhandel zu finden ist, ist Gabor. Mit 28 Prozent landete sie vor einem Jahr in einer Umfrage der BBE-Unternehmensberatung im Auftrag des SchuhMarkts deutlich vor der zweitplatzierten Marke Esprit, die nur von 11 Prozent der Händler geführt wurde. Auch sonst gibt es immer wieder Superlative aus dem Hause Beheim zu hören. So konnte der Auftragsbestand für Gabor Bags noch vor Ende der Verkaufssaison Herbst/Winter 07/08 nahezu verdoppelt werden. Auch für Tom-Tailor- Taschen wird dies – bei kleinerer Ausgangslage – vermeldet.

Seit gut sechs Jahren ist die Beheim International Brands aus Obertshausen für die Gabor-Taschen-Kollektion verantwortlich. Bereits seit 18 Jahren verantwortet das Unternehmen die Taschen für Camel active und die jüngste Lizenzerwerbung ist seit September die für Tom Tailor. Das Familienunternehmen will sich derzeit auf diese drei Marken konzentrieren, schließt aber zusätzliche Erwerbungen nicht aus, „wenn Marke, Zielgruppe und Inhaber stimmen“, erklärt Michael Beheim.

Er und seine Schwester Christine „leiten langsam den Generationenübergang ein.“ Während Michael für den internationalen Vertrieb (in über 40 Länder) und die Produktentwicklung von Camel Bags zuständig ist, kümmert sich Christine um die Produktentwicklung Gabor und Tom Tailor und deren Vertrieb. Vater Wolfgang bleibt jedoch der federführende Kollektionsmacher.

Die Beheim International, kurz BIB genannt, kommt im Jahresschnitt auf 600 000 bis 1 Mio. verkaufte Teile. Im Fußballjahr 2006 waren es, da Beheim die offiziellen Fifa-Taschen anbieten durfte, gar 1,5 Mio.Teile. Im letzten Jahr kam man daher auch auf mehr als die 20 Mio. Euro Umsatz, die das Unternehmen für dieses Jahr anpeilt. Rund 60 Prozent des Umsatzes macht BIB in Deutschland, erklärt Michael Beheim. Man hofft, den Auslandsanteil auf 50 Prozent erhöhen zu können.

Während Gabor Bags, neben den Key Accounts, ihre Abnehmer hauptsächlich im Schuhfachhandel finden, werden Camel-Taschen vorwiegend im Lederwarenfachhandel geordert. Tom Tailor findet sich in den eigenen Shops und ansonsten quer durch die modeorientierte Handelslandschaft. Für alle Lizenzmarken sieht Beheim daher noch reichlich Potenzial. Besonders dann,wenn auch die Lizenzgeber werblich anziehen, wie die derzeitige Camel-active-Kampagne. Für diese Marke wird Beheim im September/Oktober auch erstmals Anzeigen in den Magazinen Stern, Fokus, Playboy und Maxim platzieren. Für Beheim sind in Deutschland neun Außendienstler zuständig,in Österreich und der Schweiz jeweils einer.Jüngst konnten die Agenturen Euragshoes, Schoten, für Belgien und Luxemburg und Merhottein Handelsonderneming, Zundert, für die Niederlande gewonnen werden. Sie vertreten dort schon Gabor Schuhe. 19/07 Peter Skop

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