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Viele offene Stellen im Einzelhandel

Laut aktueller Statistik der Bundesagentur für Arbeit gibt es noch viele offene Stellen im Einzelhandel. Die Arbeitsbedingungen sind gut, ist HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth überzeugt.

Im Einzelhandel werden nach wie vor dringend Arbeitskräfte gesucht. Dies zeigt die aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Juli 2017). Danach haben die Unternehmen aus dem Bereich Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) im Juli bundesweit 44.203 offene Stellen bei der Bundesagentur gemeldet, das sind nochmals 16,3 Prozent mehr als im Vorjahr (Juli 2016: 38.019) und liegt über der Kennzahl für die gesamte Wirtschaft. Über alle Wirtschaftszweige hinweg waren im Juli 2016 bundesweit 750.346 offene Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das entspricht einem Zuwachs von 11,3 Prozent (Juli 2016: 673.889).

Dabei sind die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel gut, ist der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth überzeugt: „Die Branche zahlt gutes Geld für gute Arbeit. Der Durchschnittslohn liegt über 90 Prozent über dem Mindestlohn“, erklärt Genth. Mit durchschnittlich 16,91 Euro pro Stunde verorte die Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts die Löhne der Branche deutlich über der gesetzlich festgelegten Grenze von 8,84 Euro. Die Monatseinkommen seien aufgrund des hohen Anteils von Teilzeitbeschäftigten naturgemäß geringer als in Branchen mit überwiegend Vollzeitbeschäftigten. Derzeit sind 63 Prozent der Beschäftigten im Einzelhandel in Teilzeit oder als Minijobber tätig.

Genth: „Nur eine Minderheit davon verdient sich auf diese Weise das Haupteinkommen. Hieraus den Schluss zu ziehen, dass die Beschäftigten aufgrund ihrer Tätigkeit im Handel später in der Altersarmut landen, ist deshalb falsch.“ Denn meist sei in diesen Haushalten zusätzlich ein Vollzeitverdiener vorhanden.

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