Schuhmarkt
Der Verein Südwind bemängelt die Arbeitsbedingungen der internationalen Schuhbranche. Screenshot: www.suedwind-institut.de

Südwind startet Petition an Schuhhersteller

Die Organisation Südwind hat eine Petition gestartet, die namentlich genannte Schuhhersteller dazu bewegen soll, ihre gesamte Lieferkette offen zu legen.

Der Verein Südwind e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene hat eine Petition gestartet, die Schuhhersteller dazu auffordert, ihre gesamte Lieferkette offen zu legen. Die Aktion läuft unter dem Titel „Ein starker Schritt für Menschenrechte! Zeigt uns, wer unsere Schuhe macht!“ Südwind, als Teil der Kampagne „Change your Shoes“, ist der Ansicht, dass in und um die Schuhindustrie unhaltbare Zustände herrschten und Verbraucher weder auf der Schuhverpackung noch auf dem Schuh selbst Informationen über Produktions- und Arbeitsbedingungen erhielten. Recherchen in den vergangenen zwei Jahren in elf Ländern führten zu dem Ergebnis: „Die überwiegende Zahl der Befragten erhält keinen existenzsichernden Lohn“, so Dr. Sabine Ferenschild von Südwind.

In der Petition heißt es wörtlich: "Change Your Shoes fordert die weltweit produzierenden Schuhmarken Deichmann, Camper, Prada, Birkenstock, CCC sowie Leder und Schuh auf, die Namen und Adressen ihrer Zulieferer zu veröffentlichen, darüber zu berichten, wie die Arbeiter und Arbeiterinnen und die Umwelt geschützt und schrittweise gefährliche Chemikalien im Gerbprozess reduziert werden und darüber zu berichten, was sie konkret unternehmen, damit die Menschenrechte bei der Arbeit eingehalten, ein Lohn zum Leben gezahlt und die Gesundheit der Menschen am Arbeitsplatz garantiert wird."

Die Organisationen sind durchaus in Gesprächen mit den Schuhfirmen, halten deren Transparenz jedoch für stark verbesserungsfähig. Im Gegensatz zur Schuhbranche, die noch hinterher hinke, sei die Textilindustrie in den letzten Jahren dabei in Bewegung gekommen.

Die Gesprächsbereitschaft seitens der Industrie zeigte sich auch bei der letzten Veranstaltung von CADS in Rosenheim, bei der Berndt Hintzmann als Vertreter von Inkota, einem Initiator der „Change your Shoes“-Kampagne, seine Sicht darlegen und mit den Industrievertretern diskutieren konnte (siehe auch: „Cads wird Qualitätssiegel“).

Auch im vergangenen Jahr gab es bereits Kampagnen gegen die Schuhbranche (siehe auch: „Schuhindustrie unter Beschuss“)

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