Schuhmarkt
Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer HDS/L, konnte positive Zahlen der deutschen Schuhindustrie vermelden.
Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer HDS/L, konnte positive Zahlen der deutschen Schuhindustrie vermelden.

Schuhindustrie mit gutem Ergebnis 2016

Umsatz und Beschäftigung der deutschen Schuhindustrie sind 2016 gestiegen. Das Wachstum wird vor allem durch das Inlandsgeschäft getrieben.

Der Umsatz der deutschen Schuhindustrie ist im vergangnen Jahr um 6,7 Prozent gestiegen. Er erreichte rund 2,8 Milliarden Euro. Getragen wurde der Umsatzzuwachs vor allem durch das Inlandsgeschäft, das um 8,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro stieg. Im Ausland wurden 609 Millionen Euro erlöst, was einer Steigerung des Geschäfts um 1,7 Prozent ausmacht. Der Zuwachs resultiert aus dem anhaltenden Sneaker- und Sportschuh-Hype sowie von den Erfolgen der Sicherheitsschuhhersteller.

Wie Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der deutschen Schuhindustrie erklärte, hat sich im Gefolge der guten Daten der Trend zum Beschäftigungsaufbau fortgesetzt. Die Zahl der Beschäftigten stieg 2017 um 7,5 Prozent auf 13.840 an. Der Fachkräftemangel gehör laut einer HDS/L-Umfrage für knapp ein Viertel der Unternehmen zu den größten Geschäftsrisiken.

Gefahren durch Handelshemmnisse

Die politischen Entwicklungen bereiten den Unternehmen Sorge. Handelshemmnisse gefährden das Absatzpotenzial im Ausland wie auch im Inland, so der HDS/L. So erwarten 58 Prozent der Hersteller 2017 ein stagnierendes oder rückläufiges Exportgeschäft, 53 Prozent gehen von stagnierendem oder rückläufigen Umsatz aus.

Dennoch planen 88 Prozent 2017 neue Investitionen und über 70 Prozent davon im Inland. Dabei geht es um Erweiterungsinvestitionen. 

Die Konsumlaune der Verbraucher lässt die Unternehmen der Schuhindustrie verhalten optimistisch in das Jahr blicken. Der HDS/L erwartet ein Umsatzwachstum von rund zwei bis 2,5 Prozent.

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