Schuhmarkt
Das Logo der Messe "Campus Starter" (Mitte) ist an das neutrale Logo des Ordercenters O1 angelehnt.
Das Logo der Messe "Campus Starter" (Mitte) ist an das neutrale Logo des Ordercenters O1 angelehnt.

ANWR öffnet Messen für alle

Die ANWR hat ihr neues Messekonzept vorgestellt. Die neue Messe „Campus Starter“ soll dabei auch für Nicht-Mitglieder geöffnet werden. Die Fashion-Messen wurden neu strukturiert, die Warenprogramme vereinfacht. Sportmarken spielen eine größere Rolle.

Zweimal jährlich möchte die ANWR Schuh, Veranstalter der ANWR-Messen am Standort Mainhausen, die neu konzipierte Messe „Campus Starter“ für alle Schuh- und Fashion-Händler öffnen. Es soll bei der Messe um Basics-/Komfort-, Outdoor- und Kinderschuhe gehen. „Campus Starter“ feiert die Premiere am 20. bis 22. Februar. Im Spätsommer lauten die Daten 21. bis 23. August. Der jeweils erste Messetag ist den Händlern der ANWR-Gruppe vorbehalten. Die Messen sollen international ausgerichtet sein und sind für den gesamten europäischen Markt geöffnet, erläutert Fritz Terbuyken, Vorstand der ANWR Group.

„Wir schließen für die Warengruppen auch die Lücke, die durch den Wegfall der GDS entstanden ist“, sagt Terbuyken. Die Öffnung der Messe spiegelt sich auch im neuen Logo wider, das keinen Hinweis auf die ANWR enthält, vielmehr an das Zeichen des – ebenfalls für alle geöffneten – Ordercenters O1 angelehnt ist.

Fashion-Messen vierteljährlich

Die Mitglieder der ANWR-Gruppierungen sollen die Order zielgerichteter auf die Abverkaufszeiträume abstimmen können. Diesem Zweck dient das neue Messekonzept der Fashion-Messen. Aus den bisherigen Saisonmessen werden Quartalsmessen für die Verkaufszeiträume Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Erstmals im November soll das neue Konzept verwirklicht werden. Der Handel solle die Ware näher am Verkaufszeitpunkt ordern, so Terbuyken, was mehr Aktualität und Trendsicherheit bedeute. Viele Industriepartner begrüßten diese Neuausrichtung.

Sowohl für den Handel als auch die Industrie bedeute dies ein Umdenken bei der Order; vor allem die Limitplanung sei neu auszurichten. „Wir müssen mehr in Verkaufs- statt in Lieferfenstern denken“, so Terbuyken. Vorbild sind die Vertikalen, die den Markt noch stärker beeinflussten als der Online-Handel. „Die regulären Verkaufszeiträume sind unter Druck und damit auch die Produktion zu nur bestimmten Zeiten“, blickt Terbuyken auf die Lieferanten.

Schwerpunktthemen auf den Messen

Nicht zuletzt die Sport- und Sneaker-Anbieter hätten neue Bestellpunkte gesetzt, und die Messetermine seien davon beeinflusst. ANWR hat ab November die Distribution von Nike in Deutschland für den Schuhfachhandel übernommen, die Marke wird somit für Mitglieder zugänglich, auch wenn der Einzelne die restriktiven Vertriebsregeln des Sportgiganten nicht erfüllen kann. Dennoch muss auch hier, ein Warenbild sichergestellt werden – „nur ein Schuh geht nicht“. Derzeit laufen Tests bei Quickschuh mit „vertikalen Sortimentsbausteinen“ an 22 Standorten mit verschiedenen Geschäftsgrößenklassen. Dabei werden 44 Artikel von Nike, Adidas und Puma angeboten. Wandabwicklungen, die das Sortiment hervorheben kommen ab Januar 2018 in die Geschäfte.

Die Messen stehen unter Themen. Die Order Sommer und Winter beinhaltet die Sneaker für Quartal 3 beziehungsweise Quartal 1. Sandaletten werden hauptsächlich in ANWR Order Sommer gezeigt, mit Auslieferung Ende Quartal 1, der hauptsächliche Teil der Stiefel mit Kalt- und Warmfutter in der ANWR Order Winter. Herbst und Frühling sind halbschuh- beziehungsweise pumpslastig. „Um aus dem bisherigen Kreislauf auszubrechen und auch die Ware später zu entwickeln, wird es bestimmt zwei Jahre brauchen“, glaubt Michael Decker, Geschäftsführer der ANWR Schuh.

Warenprogramm neu gestaltet

Die ANWR-Warenprogramm wurden darüber hinaus neu gestaltet. So wurden die Bestellprozesse vereinfacht. Die Abstimmung erfolgt über die „Lieferfenster“. Longo wird erweitert, es gibt ein „Sport spezial“ mit reinen Sportmarken und „Fashion Sneaker“ mit reinen Fashion-Marken. Ab Herbst/Winter 2018/2019 soll es ein Accessoire-Modul geben und die TV-Mandate werden zugunsten von Social-Media-Kampagnen abgeschafft. Diese sind dann regional für den Händler konzipiert, wobei verschiedene Händler sich an unterschiedlichen Kampagnen beteiligen können.

Info-Messen bleiben notwendig

Die Händler müssen sich informieren, ist ANWR-Vorstand Fritz Terbuyken überzeugt. Die Berliner Messen dienten dabei lediglich als Inspiration. Zu erwähnen sei die Gallery und die Micam bekomme zunehmende Bedeutung. Nach Informationen der Geschäftsführung planten wesentlich mehr Händler nach Mailand zu gehen als in den Jahren zuvor. Um den Mitgliedern den Einkauf in Italien auf der Micam zu vereinfachen, will die ANWR Schuh ihnen Paketscheine an die Hand geben, die sie ihrem italienischen Lieferanten aushändigen können.

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