Schuhmarkt

Struktur- statt Konjunkturkrise?

Italiens Schuhindustrie verzeichnet im fünften Jahr in Folge rückläufige Umsatzzahlen. 07/06 Thesy Kness-Bastaroli

Zum fünften Mal in Folge hat Italiens Schuhindustrie in 2005 empfindliche Umsatzeinbußen verzeichnet. Die anhaltende Krise hat sich auch auf das Beschäftigungsniveau ( minus 7 000 Arbeitnehmer) negativ ausgewirkt. Laut Branchenexperten handelt es sich dabei vorrangig um eine Struktur- und erst sekundär um eine Konjunkturkrise. Weder die Schutzzölle noch die von Italien geforderte Einführung der obligatorischen Ursprungsbezeichnung auf Schuhe werde das Dilemma der italienischen Branche beheben, meinte der Wirtschaftwissenschaftler Tito Boero. Tatsache ist, dass Italiens Schuhindustrie zu stark fragmentiert sei und die Kleinunternehmen nur wenig finanzielle Mittel für Innovation und die dringend notwendigen Marketing-Investitionen zur Verfügung hätten. „Die Branche wird sich gesundschrumpfen“ zeigte sich auch Anci-Präsident Rossano Soldini zuversichtlich. Trotz des unlauteren Wettbewerbs aus China habe Italiens Schuhindustrie in den ersten elf Monaten einen Außenhandelsüberschuß von 3 Mrd. Euro erzielt. Insgesamt sei der Umsatz jedoch um 9 Prozent auf 6,65 Mrd. Euro zurückgegangen, die Produktion um 11 Prozent. 07/06 Thesy Kness-Bastaroli

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